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|  | | A-10 Thunderbolt II - Definition und Bedeutung |
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| A-10 Thunderbolt II
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A-10 Thunderbolt II
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| Beschreibung
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| Aufgabe
| Luftnahunterstützung (A-10), Luftaufklärung (OA-10)
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| Hersteller | Fairchild Republic
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| Im Einsatz seit | März 1976
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| Stückkosten | 9,8 Mio. US-Dollar
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| Inventar
| Aktiv: 143 A-10, 70 OA-10; Reserve: 46 A-10, 6 OA-10; Nationalgarde: 84 A-10, 18 OA-10
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| Besatzung | 1 Pilot
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| Abmessungen
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| Länge | | 16,26 m
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| Spannweite | | 17,42 m
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| Höhe | | 4,42 m
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| Flügelfläche | | 47,01 m²
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| Gewichte
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| Leer | | 9.761 kg
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| Tankinhalt | | 4.853 kg
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| Beladen | | 14.846 kg
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| Maximal beim Start | | 22.680 kg
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| Antrieb
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| Triebwerke
| Zwei General Electric TF34-GE-100 Turbofans
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| Schub | | je 40,32 kN (4112 kp)
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| Leistung
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| Höchstgeschwindigkeit | | 706 km/h (Meereshöhe)
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| Minimalgeschwindigkeit | | ca. 320 km/h
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| Kampfreichweite | | 1.000 km
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| Überführungsreichweite | | 4.091 km
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| Dienstgipfelhöhe | 45.000 ft | 13.636 m
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| Steigrate | 6.000 ft/min | 1.828 m/min
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| Bewaffnung
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| Geschütze
| Ein 30 mm GAU-8/A siebenläufiges Gatling-Geschütz mit 1.174 Runden
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| Bomben | | 7.257 kg an 11 Pylonen
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Die A-10 Thunderbolt II, von den Piloten wegen ihres häßlichen Äußeren häufig als Warthog ("Warzenschwein") bezeichnet, ist seit 1975 das wichtigste Bodenangriffskampfflugzeug der US Air Force. Dieser einfache, effektive und überlebensfähige zweimotorige Unterschall-Jet kann gegen jede Art von Bodenzielen inklusive Panzer und andere gepanzerte Fahrzeuge verwendet werden. Deszusätzlichen existiert eine Aufklärungsvariante OA-10, die als vorgeschobener Feuerleitstand dienen kann.
Trotz ihrer beachtlichen Größe ist die A-10 bemerkenswert wendig, und das ist ein wichtiger Faktor für die Thunderbolt II, um im Tiefflug operieren und überleben zu können. Sie kann lange Zeit in der Nähe von Kampfgebieten verbringen und unterhalb von 1.000 Fuß mit 2,4 km Sichtweite operieren. Ihr weiter Kampfradius und ihre Kurzstart- und -landefähigkeiten erlauben Operationen von Basen in Frontnähe aus. Mit Hilfe von Nachtsichtgeräten kann der Pilot in völliger Dunkelheit seine Mission ausführen.
Thunderbolt IIs haben Nachtsicht-kompatible einsitzige Cockpits mit einer großen blasenförmigen Kuppel, die dem Piloten Rundumsicht bietet. Der Pilot wird durch 400 kg Titan-Panzerung geschützt ( Titan-Badewanne genannt), die ebenso Teile der Flugkontrollsysteme abdeckt. Die redundante Auslegung wichtiger Strukturelemente gibt dem Flugzeug eine herausragende Überlebensfähigkeit. Das Flugzeug kann direkten Treffern von panzerbrechenden oder hochexplosiven Projektilen bis zum sowjetischen Standard-Flugabwehrkaliber 23 mm widerstehen. Die Treibstofftanks sind selbstversiegelnd und so entworfen, dass sie bei Treffern nicht explodieren. Die hydraulischen Flugkontrollsysteme können durch manuelle Systeme (Seilzüge) ersetzt werden. Dies erlaubt dem Piloten, das Flugzeug selbst dann obendrein zu fliegen und zu landen, wenn die Hydraulik oder Teile der Flügel zerschossen sind. Die Motorengehäuse sind so weit voneinander angebracht, dass die Wahrscheinlichkeit, gleichzeitig beide Triebwerke im Kampf zu verlieren, verschwindend klein ist, und deren Stellung die beiden Turbofans vor Boden-Luft-Raketen und Luftabwehrartillerie schützt.
Die Thunderbolt II kann von provisorischen Basen in Frontnähe aus eingesetzt und unterhalten werden. Viele Teile des Flugzeugs können links und rechts verwendet werden, darunter die Triebwerke, das Hauptfahrwerk und die Seitenleitwerke.
Zur Avionik-Ausstattung gehören Kommunikationsgeräte, inertiale Navigation, Feuerkontrollsysteme, Zielhilfen und Nachtsichtgeräte. Ein Head-Up-Display zeigt dem Piloten die Vorwärtsgeschwindigkeit, Höhe, Sinkwinkel, Navigationsinformationen und Zielreferenzen an. Das LASTE-System ( Low Altitude Safety and Targeting Enhancement system) berechnet kontinuierlich den Einschlagpunkt freifallender Waffen. Unter dem Rumpf sind "Pave Penny"-Laserzielbezeichner montiert, mit denen sich Präzisionsbomben ins Ziel lenken lassen oder für andere Einheiten in der Luft oder am Boden ein Ziel "beleuchtet" werden kann. Gegen Angriffe mit Infrarot- oder radargelenkten Boden-Luft-Raketen haben die Flugzeuge halbautomatische Gegenmaßnahmen. Gegenwärtig werden alle A-10 mit dem Global Positioning System (GPS) nachgerüstet.
Das 30-mm-Geschütz GAU-8/A in Gatling-Bauweise feuert 3.900 Schuss panzerbrechende Munition pro Minute und kann viele Bodenziele bis hin zu schwer gepanzerten Fahrzeugen zerstören. Der Rückstoß dieses Geschützes ist allerdings stärker als der Schub der Triebwerke, so dass es nur in knappen Stößen abgefeuert werden kann.
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Unterseite einer A-10 Thunderbolt II
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Nach positiven Erfahrungen mit der Rockwell OV-10 begann man mit der Entwicklung eines speziellen Flugzeugs zur Panzerbekämpfung. Der Entwurf der A-10 setzte sich gegen den Konkurrenten Northrop A-9 durch. Erstflug der A-10 war am 10. Mai 1972. Die ersten serienreifen A-10A wurden im Oktober 1975 an die Davis-Monthan Air Force Base in Arizona geliefert. Zunächst waren sie eine unwillkommene Ergänzung des Air Force-Arsenals. Die Führungsebene der Air Force präferierte die prestigeträchtigen Jäger F-15 und F-16 und wollte die schmutzige Arbeit der Luftnahunterstützung lieber den Helikoptern der Army überlassen. In den 1980er Jahren sahen die Einsatztaktiken vor, dass die A-10 im Falle eines sowjetischen Angriffs auf Westdeutschland die feindlichen Panzerdivisionen stören sollten.
Während der Operation Desert Storm 1991 über dem Irak erreichten die A-10 eine Zuverlässigkeit von 95,7 %. Sie flogen 8100 Einsätze und starteten 90 Prozent der in diesem Krieg abgefeuerten AGM-65 Maverick-Raketen. Die Thunderbolt IIs zerstörten über 1000 Panzer, 2000 Militärfahrzeuge und 1200 Artilleriegeschütze. Fünf A-10 gingen verloren, weit weniger als die Militärplaner erwartet hatten.
1999 flogen die Flugzeuge Einsätze über dem Kosovo, aber die von der Clinton-Regierung aufgestellten Angriffsregeln, die um jeden Preis verhindern sollten, dass es zu amerikanischen Verlusten in diesem Krieg kam, verhinderten gleichzeitig ebenso, dass die Flugzeuge siegreich waren. Während der amerikanischen Invasion in Afghanistan 2001 waren die A-10 zunächst nicht dabei, wurden aber später auf dem Luftwaffenstützpunkt Bagram stationiert und nahmen an Operationen zum Ausheben von Taliban- und Terroristennestern teil, darunter ebenso die Operation Anaconda im März 2002. Durch die weit weniger restriktiven Angriffsregeln bewährten sich die Flugzeuge nochmal besser. Anfang 2003 flogen die A-10 ein zweites Mal über dem Irak, als die Vereinigten Staaten und das Vereinigte Königreich das Land besetzten und Saddam Hussein vertrieben. Sechzig A-10 waren am Golf stationiert, eine davon ging gegen Ende der Kampfhandlungen durch irakisches Bodenfeuer in der Nähe des Bagdader Flughafens verloren.
Derzeit bestehen in der US Air Force Bedenken, weil das Flugzeug nur Unterschall fliegt. Dennoch soll sie bis mindestens 2028 weiter im Dienst verbleiben. Erst dann wird sie vollständig durch den überschallschnellen Joint Strike Fighter ersetzt sein.
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