Hauptstadt der römischen Provinz
Africa proconsularis (eingerichtet 25 v. Chr unter
Augustus, welche die alte Provinz
Africa vetus mit anderen Gebieten vereinigte) war
Karthago. Unter
Diokletian wurde die Provinz dreigeteilt: in
Africa proconsularis, in die
Byzacena und die
Tripolitiana.
Die Provinz galt allgemein als eine der reichsten des Römischen Reiches und als Kornkammer des Westreiches; Karthago gar als die zweitgrößte Stadt des Westens, gleich nach
Rom. Ihre Blütezeit fiel ins 2. und 3., teilweise ebenso ins 4. Jahrhundert (siehe ebenso
Augustinus). Die
Severer stammten ursprünglich aus Leptis Magna, einer Stadt in der Provinz Africa.
Die Provinz fiel in den 30er Jahren des 4. Jahrhunderts an die
Wandalen, die hier ein eigenes Reich begründeten und die Seeherrschaft im westlichen Mittelmeerraum an sich rissen. Im 6. Jahrhundert wurde es allerdings von dem
oströmischen General
Belisar zurück erobert (533/34) und fiel um die Mitte bis zum Ende des 7. Jahrhunderts an die
Araber. Damit war die Geschichte der römische Provinz Afrika endgültig beendet.
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