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 Amerika (Kontinent) - Definition und Bedeutung

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Amerika-Pos.png
Der Name Amerika ist vom Namen des Italieners Amerigo Vespucci (1454-1512) abgeleitet, der klargestellt hat, dass der im Zuge der mit Christoph Kolumbus einsetzenden transatlantischen Fahrten wiederentdeckte Erdteil nicht Indien oder Asien ist. Der Freiburger Kartograph Martin Waldseemüller trug den neuentdeckten Kontinent 1507 auf einer Weltkarte als "America" ein. Die Bezeichnung "Indianer" für die Ureinwohner Amerikas geht auf die Annahme zurück, es handele sich bei Amerika um Indien.
Der amerikanische Kontinent erstreckt sich in seiner Nord-Südachse vom 83. Breitengrad Nord bis zum 56. Breitengrad Süd. Dies entspricht ca. 15.000 Kilometer Nord-Süd Ausdehnung. Der östlichste Punkt liegt in Brasilien auf dem 35. Längengrad West und der westlichste in Nordamerika auf dem 172. Längengrad Ost auf Attu, einer Aleuteninsel. Mit einer Landfläche von ungefähr 42 Millionen Quadratkilometern ist er nach Asien der zweitgrößte Kontinent der Welt.
Klassischerweise teilt man den amerikanischen Kontinent in Nord-, Mittel- und Südamerika auf. Dies ist ebenso in plattentektonischer Hinsicht sinnvoll, da Nordamerika größtenteils auf der nordamerikanischen Platte, Südamerika größtenteils auf der südamerikanischen Platte und Mittelamerika auf der Karibischen Platte ruhen. Durch die politische Grenzziehung, die sich bekanntlich nicht an der Plattentektonik orientiert, gibt es allerdings Abweichungen dieser Zuordnung.
Besonders erwähnenswert ist, dass ein Teil Nordamerikas auf der Pazifischen Platte liegt. Hierbei handelt es sich größtenteils um die Halbinsel Baja California in Mexiko sowie den Küstenstreifen Kaliforniens von San Diego bis nördlich von San Francisco. Der Bruch unter der pazifischen und der nordamerikanischen Platte wird St.-Andreas-Graben genannt. Beide Platten driften beständig nach Norden, die pazifische Platte allerdings mit einer höheren Geschwindigkeit. Dadurch gleiten beide Platten aneinander vorbei. Da dies nicht reibungslos passiert, sondern sich beide Platten an verschiedenen Stellen verhaken, kommt es sehr oftmalszu Erdbeben in diesem Gebiet.
Im westlichen Teil befinden sich die Rocky Mountains, die westlichen Kordilleren und die Sierra Madre, die größtenteils durch den Druck der pazifischen Platte auf die nordamerikanische Platte vor ca. 80 Millionen Jahren entstanden sind. Im Norden ist Grönland mit seinem Inlandpackeis und weiter südlich unter Kanada und den USA die großen Seen erwähnenswert, die Hinterlassenschaften der letzten Eiszeit sind. Hier befindet sich, nach dem Kaspischen Meer, der zweitgrößte See der Welt, der Lake Superior mit einer Fläche von ungefähr 82.000 Quadratkilometern. Auf der östlichen Seite finden sich die Appalachen, die mit einem Alter von ca. 400 Millionen Jahren zu den ältesten Gebirgen der Welt gehören. Zwischen den Appalachen und den Rocky Mountains finden sich die Great Plains, eine zentrale Tiefebene, durch die der Missouri und der Mississippi fließen. Das Mississippi Tal wird ebenso Tornado Alley genannt, da hier sehr oftmalsTornados entstehen.
Siehe ebenso: Angloamerika
In Mittelamerika gibt es sehr viele tätige Vulkane an der Pazifikküste. Der Lago de Nicaragua hat mehrere hundert Inseln, davon sind einige ebenso tätige Vulkane. Entstanden ist dieser See durch vulkanische Abtrennung vom Pazifik, wodurch sich hier einzigartige Süßwasservarianten von Haien und Schwertfischen gebildet haben.
Portal: Südamerika
Mehr als die Hälfte Südamerikas ist tropisches Gebiet. Im westlichen Bereich dominieren die Anden, das größte Gebirge Amerikas, das Landschaftsbild. Die Anden entstanden durch die Subduktion der so genannten Nazca-Platte unter die südamerikanische Platte. Als tektonisch aktives Gebiet finden sich entlang der westlichen Küste viele Vulkane, die weiter im Süden zu einer Feuerland genannten Vulkan- und Geysirtundra hin ausläuft.
Zwischen Anden und Pazifik liegt im heutigen Nordchile die extrem aride Atacama-Wüste.
Im Nordosten findet sich das Bergland von Guayana und südlich davon das Amazonas-Becken mit dem Amazonas, seinen unzähligen Zuflüssen, fruchtbaren Überschwemmungsgebieten und Urwäldern. Der Amazonas befördert 1/5 des ins Meer fließenden Süßwassers. Das Becken wird im Süden begrenzt vom stark verwitterten Brasilianischen Bergland.


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