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 Biologie - Definition und Bedeutung

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Die Biologie ist die Wissenschaft vom Leben. Sie beschreibt und untersucht die Lebensweise und Organisationsform von Lebewesen.
Etymologie: griech. βιος bios = Leben + λογος logos = Lehre \Rightarrow Lehre von der lebendigen Natur.
Inhaltsverzeichnis
6 Literatur
7 Weblinks

 1 Umfangsgebiet der Biologie

Als Kennzeichen lebender Organismen (und damit als primäre Untersuchungsgegenstände der modernen Biologie) werden genannt:
· die Zelle als kleinste, selbständige und dauerhaft funktionsfähige Grundeinheit des Lebens;
· das in Zellen vorhandene Cytoplasma als lebende Substanz;
· aktive Bewegungserscheinungen;
· Wachstum;
· Energiegewinn (etwa durch Nutzung des Sonnenlichts (Photosynthese) oder durch Oxidation von Nahrungsstoffen);
· Stoffwechsel mit einem dauernden Stoffzufluss und -abfluss in Form eines Fließgleichgewichts;
· Ausscheidungsprozesse;
· Fortpflanzung und Vermehrung;
· Reizbarkeit;
· Fähigkeit zur Selbstregulation;
· Angepasstheit an die Umwelt.
Zum einen ordnet die Biologie die Lebewesen in eine auf der Evolutionstheorie beruhende Systematik ein und untersucht ihren Bau (Anatomie, Morphologie), zum anderen beschäftigt sie sich mit den Lebensvorgängen in den Lebewesen und analysiert, wie sich lebende Organismen vermehren, ausbreiten und im Laufe der Zeit wandeln. Weiterhin ist die Biologie an der Wechselwirkung der verschiedenen Lebewesen untereinander und mit ihrer Umwelt interessiert.
Einsichten in die wichtigsten Strukturen und Funktionen der Lebewesen sind nur mit Hilfe von Nachbarwissenschaften möglich. Hierzu zählen ungefähr die Chemie (und hier besonders die Biochemie), die Physik und die Medizin.
Die Lebewesen werden von der biologischen Systematik im allgemeinen in drei Domänen eingeteilt, von denen die Eukaryoten andererseits in vier Reiche untergliedert werden:
· Archaebakterien (Archaea)
· Bakterien (Bacteria)
· Eukaryoten (Eucaryota)
· Tiere (Animalia)
· Pflanzen (Plantae)
· Pilze (Fungi)
· Protisten (Protista)
Mit der Klassifizierung der Tiere im Innern dieses Systems beschäftigt sich die Spezielle Zoologie, mit der Einteilung der Pflanzen und Pilze die Spezielle Botanik.
Ein sparsameres System mit drei Domänen zieht als Unterscheidungsmerkmale ausschließlich die Anwesenheit von Zellkernen in den Zellen und Unterschiede in den Zellmembranen beziehungsweise Zellwänden heran:
Die Lebensvorgänge können in die Vorgänge im Körper (Physiologie) und in die Vorgänge bei der Vermehrung und Vererbung (Genetik) eingeteilt werden.
Die Unterscheidung unter Leben und Nicht-Leben ist in manchen Fällen nicht exakt möglich, denn es existiert eine erhebliche Anzahl von intrazellulären Parasiten, die keinen eigenen Stoffwechsel aufweisen. Nach der Einfachheit ihrer in der Wirtszelle ablaufenden Vermehrungsmechanismen entfernen sich diese "Organismen" weiter und weiter vom Konzept des Lebewesens:
Anmerkung: Eigentlich müsste das Fachgebiet "Zoologie" heißen; denn das griechische "zoe" bezieht sich auf das organische Leben (nicht nur der Tiere), während unter "bios" die Weise zu verstehen ist, wie vor allem ein Mensch lebt. So war denn ebenso in der griechischen Antike der "Biologos" kein Wissenschaftler, sondern ein Schauspieler, der das menschliche Leben darstellt.

 2 Arbeitsmethoden der Biologie

Die Biologie nutzt ganz allgemein die Methoden der Wissenschaft, wie
·  Fragen stellen,
·  Genaues Beobachten (auch mit Hilfsmitteln wie Mikroskop oder Fernglas)
·  Dokumentieren von Beobachtungen in Form von Notizen, Handzeichnungen, Fotos und Filmen sowie Tonaufzeichnungen
·  dem Aufstellen und Testen von Hypothesen.
Daneben kennen unterschiedliche Teildisziplinen eigene Zugänge:
eine Systematik der Lebewesen aufstellen 
unbekannte Lebewesen bestimmen und im Innern der Systematik einordnen
Anatomie 
tote Lebewesen in ihre Einzelteile zerlegen und untersuchen
Physiologie 
die Funktion einzelner Organe untersuchen und erklären
Pathologischer Ansatz 
aus kranken Zuständen auf zugrundeliegende Mechanismen schließen
Genetischer Ansatz 
Das Erbgut aller Arten katalogisieren
Biochemischer Ansatz 
Die verschiedenen Eiweiß-, Fett- und Kohlenhydratsorten analysieren
Ethologischer Ansatz 
Das Verhalten der Tiere in der Gruppe und zu anderen Tierarten beobachten und zu erklären versuchen.
Ökologischer Ansatz 
Den Lebensraum einer Tier- oder Pflanzenart dokumentieren und das Zusammenspiel verschiedener Arten in einem Lebensraum analysieren.
Nutzansatz 
Nutzpflanzen und -tiere halten, züchten, untersuchen

 3 Mögliche Einteilung des Fachgebiets

Fachsystematik der Biologie
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Fachsystematik der Biologie

 3.1 Wichtige Teilgebiete der Biologie

Aerobiologie -- Anatomie -- Anthropologie -- Biochemie -- Bionik -- Biogeographie -- Bioinformatik -- Biophysik-- Biotechnologie -- Botanik -- Zellbiologie -- Chorologie -- Kladistik -- Entwicklungsbiologie -- Ökologie -- Ethologie (Verhaltensforschung) --Entomologie (Insektenkunde) -- Evolutionstheorie -- Süßwasserbiologie -- Genetik (Vererbungslehre) und Epigenetik (darüber hinaus) -- Histologie (Lehre von den Geweben) -- Immunologie -- Pathologie (Krankheitserregerkunde) -- Epidemiologie -- Limnologie -- Meeresbiologie -- Mikrobiologie (Bakteriologie) -- Molekularbiologie -- Morphologie -- Mykologie (Pilzkunde) -- Lichenologie (Flechtenkunde) -- Neurowissenschaften -- Onkologie (Krebsforschung) -- Ontogenie (Individualentwicklung) -- Paläontologie (mit Paläobotanik und Paläozoologie) -- Pharmabiologie -- Phykologie -- Phylogenie -- Physiologie -- Phytopathologie -- Strukturbiologie -- Taxonomie -- Theoretische Biologie -- Toxikologie -- Virologie -- Zellbiologie -- Zoologie

 3.2 Grenzgebiete der Biologie

· Extraterrestrische Biologie (Exobiologie oder Astrobiologie)
· Cryptobiologie
· KL (Künstliches Leben, Simulation auf dem Computer, ebenso AI (Artificial Intelligence) genannt)
· kybernetische Organismen (Cyborgs)
· Medizin, Veterinärmedizin
· Ingenieurbiologie

 4 Ausgewählte Artikel

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