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|  | | Bodensee - Definition und Bedeutung |
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Der Bodensee (auch Schwäbisches Meer, franz. Lac de Constance, engl. Lake of Constance) ist der größte See Deutschlands, ein Teil gehört zur Schweiz und zu Österreich.Die Wasserfläche wird als so genanntes Kondominium verwaltet, auf dem alle Staaten gleichzeitig Hoheitsrecht haben - als 1648 die Schweizerische Eidgenossenschaft durch den Westfälischen Frieden aus dem Reichsverband ausschied, hat man es versäumt, die Grenze durch den See vertraglich festzulegen; so gibt es bis heute keine offizielle völkerrechtlich anerkannte Grenze durch den See (die heute übliche Grenzziehung beziehungsweise der Kondominiumstatus beruhen ausschließlich auf Gewohnheitsrecht). Durch den Bodensee fließt der Rhein. Daneben gibt es zahlreiche, kleinere Zuflüsse (236) wie die Bregenzer Ach, die Argen, die Steinach und die Schussen.
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Inhaltsverzeichnis | |
5 Weblinks
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| · | Der Bodensee besteht aus
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- dem Obersee, er bildet die größte Wasserfläche,
- dem Überlinger See, bei Überlingen.
- sowie dem Untersee, bestehend aus dem Rheinsee, dem Zeller See und dem Gnadensee.
| · | Im Bodensee gibt es drei größere Inseln:
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- die Insel Mainau, eine vielbesuchte Blumeninsel
- die Insel Reichenau, dort wird vorwiegend Obst und Gemüse angebaut sowie
- die Altstadt von Lindau, zu ungefähr 75% im mittelalterlichen Stil bebaut.
- sowie weiters die Insel vor der Altstadt von Konstanz, zwei kleine Inseln vor dem Wollmatinger Ried, eine vor der Halbinsel Mettnau bei Radolfzell und zwei im Ausfluss bei Stein am Rhein.
| · | Es existieren folgende Fährverbindungen:
| · | Meersburg - Konstanz, dies ist ungefähr die Trennline unter Überlinger See und Obersee (Länge 4 km).
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| · | An seiner tiefsten Stelle ist der Bodensee 254 m tief.
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| · | Seine Fläche beträgt 536 km² und seine gesamte Uferlänge 273 km.
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| · | Er ist 63,3 km lang und 14 km breit mit einer Aufwölbung, aufgrund der Erdkrümmung, von 44,24 m.
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Der Bodensee wird wirtschaftlich genutzt. Als Verkehrsweg mittels Fähren, zur Kursschifffahrt, für Ausflugsfahrten, als Kies-Förderstätte, zur Fischerei und zur Sport-Schifffahrt mit Segel- und Motorbooten. Für den Bodensee gibt es einen eigenen Segelschein, das Bodenseeschifffahrtspatent, die für Deutschland von Konstanz aus verwaltet und vergeben werden. Für Sportschiffer sind die Klassen A und D sowie knappzeitige Gast-Lizenzierungen von Interesse. Der Bezugs-Pegel wird ebenso in Konstanz ermittelt.
Schwerer Sommersturm - Ludwigskaserne Lindau
Die Uferbereiche sind rundum mit Pfosten an der 2-m-Tiefenlinie markiert.
Der Bodensee ist für Sturmwarnung in drei Warnregionen (West, Mitte, Ost) aufgeteilt. Für jede Region kann eine Starkwind- oder Sturmwarnung ausgegeben werden. Eine Starkwindwarnung erfolgt bei erwartenden Windböen unter 25 und 33 Knoten beziehungsweise 6 bis 8 Windstärken nach der Beaufortskala. Eine Sturmwarnung kündet die Gefahr von Sturmwinden mit Geschwindigkeiten ab 34 Knoten beziehungsweise 8 Windstärken nach der Beaufortskala an. Um diese Warnungen bekannt zu machen, sind rundum den See orangefarbige Blinkscheinwerfer installiert, die bei Starkwindwarnung 40 mal pro Minute und bei Sturmwarnung 90 mal pro Minute blinken.
| · | Gefährlichster Wind ist der so genannte Föhn, ein warmer Fallwind aus den Alpen, der sich speziell durch das Rheintal auf das Wasser ausbreitet und bei teils orkanartigen Windstärken typische Wellenberge mit mehreren Metern Höhe vor sich her treibt.
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| · | Ähnlich gefährlich sind die für Unkundige völlig überraschend auftretenden Sturmböen bei Sommergewittern, die jederzeitnochmal Opfer unter den Wassersportlern fordern.
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Im Freizeitbereich bietet der Bodensee eine Fülle von Möglichkeiten im Bereich Wassersport. Über 100 Vereine sind dem Segelsport verbunden und veranstalten Regatten, wo dem sportlichen Wettkampf auf dem Wasser gefrönt wird.
Entlang des Bodenseeufers unter der Mündung des alten Rheinlaufes bis zur Dornbirnerach bei Hard liegt das Naturschutzgebiet Rheindelta, das grösste Feuchtgebiet am Bodensee.
2 Wichtige Städte am Bodensee
Friedrichshafen mit Zeppelin 1938
Etwa um 400 v. Chr. siedelten sich Kelten an den Ufern des Bodensees an. Aus dieser Zeit sind obendrein einige Fluchtburgen erhalten. Bedeutendster keltischer Ort war Brigantion (röm. Brigantium), das heutige Bregenz.
Im Jahre 15 v. Chr. eroberten die Römer das Bodenseegebiet. Damals ereignete sich ebenso die größte Seeschlacht auf dem Bodensee - Kelten gegen Römer.
Der spanische Geograf Pomponius Mela erwähnt als erster um das Jahr 43 den Bodensee als Lacus Venetus (Obersee) und Lacus Acronius (Untersee), die beide vom Rhein durchflossen würden.
Plinius der Ältere bezeichnet den Bodensee erstmals als Lacus Brigantinus. Wichtigster römischer Ort wurde Bregenz, das bald römisches Stadtrecht bekam und später zum Sitz des Präfekten der Bodenseeflotte wurde. Die Römer waren ebenso in Lindau (Bodensee), besiedelten dort allerdings nur die Hügel rund um Lindau, da am Ufer viel Sumpfgebiet war. Weitere römische Städte waren Constantium ( Konstanz) und Arbor felix ( Arbon).
Seit dem Jahr 875 ist der Bodensee im Allgemeinen 33 mal total zugefroren, so dass man den See überall sicher zu Fuß überqueren konnte. Die letzte so genannte Seegfrörne war im Jahre 1963.
4 Zusammenfassung der Daten:
Seebecken
| · | Meereshöhe über Normal Null 395 m
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| · | Oberflächevollständig536 km²
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| · | Einzugsgebiet des Bodensees 11.500 km²
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| · | Mittlere jährliche Wasserführung ungefähr 370 m³/sec
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Uferlängen
| · | Deutschland 173 km (davon Baden-Württemberg 155 km, Bayern 18 km)
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| · | Österreich 28 km (Vorarlberg)
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| · | Schweiz 72 km (Kantone St. Gallen und Thurgau)
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