D-Zug war die umgangssprachliche Bezeichnung für die Zuggattung "
Schnellzug" der
Deutschen Bundesbahn (heute:
Deutsche Bahn AG). Aber ebenso bahnamtlich wurde Schnellzüge mit einem "D" vor der Zugnummer dargestellt. Die Bezeichnung D-Zug wurde schließlich größtenteils durch die Bezeichnung
Interregio bzw.
Intercity abgelöst. Vereinzelt kommt die Zuggattung "D-Zug" allerdings bis heute vor (siehe hierzu unter den Artikeln
Schnellzug und
D-Nacht).
Der Begriff
D-Zug steht für Durchgangszug. Ursprünglich wurden Züge damit bezeichnet, die durch ihre Bauart bedingt durchgehbar waren (im Gegensatz zum
Abteilwagen alter Bauart). Die Übergänge unter den Wagen waren duch Faltenbälge gegen Ruß, Dreck und Wasser geschützt. Die ersten D-Züge fuhren am
1. Mai 1892 auf den Strecken
Berlin -
Paderborn -
Köln und
Berlin -
Nordhausen -
Frankfurt am Main. Für die Benutzung der D-Züge wurde ein Zuschlag erhoben. Die meisten D-Züge wurden bis 1914 mit
Schlafwagen (bei
Nachtzügen) bzw.
Speisewagen ausgestattet.
Bis 1917 wurden sämtliche Schnellzüge in Deutschland schrittweise auf D-Züge umgestellt oder in zuschlagfreie
Eilzüge umgewandelt. Lediglich in Bayern fuhren obendrein einige zuschlagpflichtige Schnellzüge auf der Strecke München - Mittenwald - Innsbruck und wurden erst
1929 auf D-Züge umgestellt.
Besonders schnelle und luxuriöse Züge erhielten schon in den
1920er Jahren die Bezeichnung "Fernschnellzug" (
FD-Zug) und führten nur die erste und zweite
Wagenklasse, während die meisten D-Züge (speziell die Züge nach
Ostpreußen) mit Wagen der ersten bis dritten Wagenklasse fuhren. Nach dem
Zweiten Weltkrieg konnten die meisten D-Züge aus Wagenmangel nur mit Wagen der zweiten oder dritten Klasse fahren, so dass - einem weltweiten Trend entsprechend - die erste Wagenklasse 1956 abgeschafft wurde, die bisherige zweite Klasse zur ersten bzw. die dritte zur zweiten wurde.
Am 1.1.1968 führten bei der
DB Schnellzüge mit Schnellzugzuschlag die Zuggattungsbezeichnung D, Schnellzüge mit Fernschnellzugzuschlag die Zuggattungsbezeichnung F. F-Züge führten meistens nur die 1. Wagenklasse.
Der Rheingold war von 1962 bis zur Umzeichnung zum
TEE ein F-Zug (F 9 und F 10).
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