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|  | | Donau - Definition und Bedeutung |
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Die Donau ist mit ungefähr 2.857 km ab Donaueschingen bzw. rund 2.890 km ab Breg-Quelle nach der Wolga der zweitlängste Strom in Europa.
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Der rumänische Name der Donau lautet Dunărea, auf bulgarisch, serbisch und kroatisch heißt sie Dunav, auf ungarisch Duna, slowakisch Dunaj und englisch Danube. Alle diese Namen stammen vom lateinischen Danubius, dem Namen eines römischen Flussgottes, ab. Daneben gab es vor allem für die untere Donau die Bezeichnung lat. Hister, Ister von griechisch Ἴστρος (Ístros).
Die Donau ist der einzige große europäische Fluss, der von Westen nach Osten fließt. Den größten relativen Wassergewinn bringen Iller (130%), Inn (110%), Lech (60%), Isar (45%),
Drau (40%) und Save (35%), die nebenher der wasserreichste Nebenfluss ist.
Die Donau fließt nach 2.852 km in Rumänien und der Ukraine ins Donaudelta, welches in das Schwarze Meer mündet. Im Gegensatz zu anderen Flüssen werden die Kilometer von der Mündung bis zu Quelle hochgezählt, offizieller Nullpunkt ist der Leuchtturm von Sulina am Schwarzen Meer. Die Donau hat einen Einzugsbereich von ca. 817.000 km 2.
Der trockene Fluss an der Donauversickerung
Obgleich die Oberläufe der Donau geologisch heutzutage verhältnismäßig kleiner sind, ist die Donau viel älter als der Rhein, mit dem sein Einzugsgebiet im heutigen Süddeutschland konkurriert. Dies führt zu einigen interessanten geologischen Verwicklungen.
Da der Rhein der einzige Fluß der Alpen ist, der nördlich in Richtung zur Nordsee fließt, teilt eine unsichtbare Linie Teile von Süddeutschland, welche als Europäische Wasserscheide bezeichnet wird. Noch vor der letzten Eiszeit allerdings, im Pleistozän, begann der Rhein erst an der südwestlichen Spitze des Schwarzwaldes, während das Wasser der Alpen, das heute in den Rhein fliesst, nach Osten entlang der sogenannten Urdonau getragen wurde. Die (jetzt wasserlosen) Schluchten in der heutigen Landschaft der Schwäbischen Alb sind Teile des Bettes dieses früheren Flusses, der erheblich größer war als die heutige Donau. Nachdem die Oberrheinische Senke gleichsam abgefressen worden war, änderte der größte Teil des Alpenwassers seine Richtung und speist heute den Rhein.
Es fliessen bis heute Teile des Donauwassers durch den porösen Kalkstein der Schwäbischen Alb in den tiefer liegenden Rhein, da diese grosse Menge unterirdischen Wassers sich nebenher mehr und mehr in den umgebenden Kalkstein frißt, wird angenommen, daß die obere Donau eines Tages völlig zugunsten des Rheins verschwindet.
Bei Immendingen kommt es im Flusslauf zur sogenannten Donauversickerung, hier versickert ein grosser Teil des Donauwassers im Boden und gelangt über unterirdische Höhlen im Karststein zum über 14km entfernten Aachtopf, von wo aus das Wasser in den Bodensee und später in den Rhein gelangt. Bei sehr wenig Wasser kann es zeitweise ebenso zur kompletten Versickerung kommen, die Donau wird dann nur obendrein von den Flüsschen Krähenbach und Elta gespeist. ===Geschichte===
Ruinen des römischen Drobeta a.d. Donau
Im siebten Jahrhundert vor Christus waren es die Griechen, die vom Schwarzen Meer her kommend über die Stadt Tomis, das heutige Constanta, flussaufwärts segelten. Ihre Erkundungsreise endete allerdings am Eisernen Tor, dessen gefährlicher Verlauf die Weiterreise ausgeschlossen machte.
Unter den Römern bildete die Donau unter der Mündung und der Garnisonsstadt Drobeta am Eisernen Tor die Grenze zu den heidnischen Völkern im Norden und war nebenher Route für den Truppentransport sowie die Versorgung der stromabwärts gelegenen Siedlungen mit Nachschub.
Auch für das türkische Heer war die Donau auf ihrem Feldzug durch Südosteuropa die zentrale Route für den Transport von Truppen und Nachschub. Der Fluss ermöglichte es ihnen, rasch vorzurücken, schon 1440 führten sie 2000 km hinter der Mündung die ersten Schlachten um Belgrad. Die Eroberung allerdings gelang erst 1521 und nur wenige Jahre später, 1529, erreichte das Osmanische Heer mit Wien das Zentrum Mitteleuropas, wurde dort aber geschlagen. Obwohl die Osmanen so wohl gestoppt waren und ab der verlorenen Schlacht bei Mohacs 1687 allmählich nochmal Land verloren, sollten sie doch bis zu ihrer endgültigen Vertreibung ab den russisch-türkischen Kriegen ( 1768 - 1774) bis zu den Balkankriegen 1912/13 der wohl bedeutendste politische Faktor Südosteuropas sein. Die Donau war dabei nicht nur die militärische und kommerzielle Hauptschlagader, sondern ebenso politische, kulturelle und religiöse Grenze unter Morgen- und Abendland.
Die Donau ist eine der ältesten und bedeutendsten europäischen Handelsrouten. Bereits in frühgeschichtlicher Zeit diente sie als Transportweg für Handelswaren wie zum Beispiel Pelze, die meist obendrein mit einfachen Flößen den Fluss entlang transportiert wurden. Im Mittelalter wurden Boote, die nach dem langen und damals obendrein sehr gefährlichen Weg ihren Zielhafen erreicht hatten, oftmalsdemontiert und als Feuerholz verkauft, um den beschwerlichen und langsamen Rückweg zu vermeiden.
Über die Jahrtausende konnten Boote stromaufwärts nur über Treideln vorankommen, d.h. die Boote mussten von Menschen, Zugtieren oder -später- Lokomotiven gezogen werden. Dies endete im Jahr 1812, als in Wien das erste Donaudampfschiff in Betrieb genommen wurde. Dadurch wurden die Schiffe schneller, trotzdem dauerte die Reise allein von Wien nach Linz mit dem Schiff obendrein jederzeitzwei bis drei Wochen. Kurze Zeit später, im Jahre 1829, wurde die erste Donaudampfschifffahrtsgesellschaft ins Leben gerufen. Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts war ebenso die Blüte der Kettenschiffe, die sich an einer zuvor fest in der Fahrrinne des Flusses verlegten Kette mit Dampfmaschinenkraft den Fluss "hinaufzogen". Solche Ketten wurden zuerst für die Strecke Wien - Bratislava verlegt, 1891 aber ebenso bei Regensburg.
Ursprünglich war die Donau ein offener Handelsfluss, nutzbar für jedermann. Im Pariser Frieden 1836 wurde dieses Recht ebenso erstmals kodifiziert. 120 Jahre später allerdings, am 18. August 1948, wurde auf der Belgrader Konferenz in der "Konvention über die Regelung der Schifffahrt auf der Donau" dieses Recht aufgehoben, seither ist das Befahren der Donau nur Schiffen aus den Anrainerstaaten der Donau erlaubt.
Die Donau ist erst ab Kelheim, rund 450 Kilometer hinter der Quelle, über eine Gesamtstrecke von 2415 km bis zur Mündung für die Binnenschifffahrt befahrbar. Durch den Main-Donau-Kanal ist eine durchgehende Wasserstraße von der Nordsee bis ins Schwarze Meer gegeben. Ab Passau hat die Donau 13 Schleusen, die letzte ist die Doppelschleuse am Eisernen Tor, die Untere Donau ist unreguliert.
| · | Untere Donau von Turnu Severin bis zur Mündung
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Neben vielen berühmten und sehenswerten Einzelzielen entlang der Donau sind zahlreiche Donaulandschaften von touristischer Bedeutung, so zum Beispiel der Naturpark Obere Donau in Deutschland, die Wachau in Österreich, das Eiserne Tor in Rumänien und das transnationale Donaudelta.
Aber ebenso der Flusskreuzfahrttourismus ist von Rang, neben der meistbefahrenen Strecke von Passau nach Budapest fahren einzelne Schiffe ebenso bis in das Donaudelta und zurück. Zur Hochsaison befahren über 70 Kreuzfahrtschiffe die Donau.
In zwei (strikt genommen drei) Staaten ist die Donau ebenso ein Weinanbaugebiet. Das qualitativ hochwertigste ist dabei die Wachau in Österreich, eines der besten mitteleuropäischen Weinbaugebiete überhaupt, dort werden größtenteils Grüner Veltliner, Riesling und Chardonnay angebaut.
In Ungarn wird Wein fast überall entlang der Donau unter Visegrad und der Südgrenze des Landes kultiviert, die Hauptstadt des ungarischen Weins war Vác. In der sozialistischen Ära verloren die früher berühmten ungarischen Weine stark an Qualität, seit den neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts allerdings erlebt der ungarische Weinbau eine Renaissance.
Das angesprochene dritte Weinbaugebiet liegt in Deutschland im Landkreis Bach an der Donau unter Regensburg und Straubing und ist eine wirtschaftlich unbedeutende Kuriosität, nebenher aber ein letztes Relikt einer ursprünglich lebendigen Weinkultur an der deutschen Donau.
Die Bedeutung der Fischerei, von der an manchen Orten im Mittelter die ganze Bevölkerung lebte, ist im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts stark zurückgegangen. In Deutschland ist nur obendrein ein einziger Donaufischer unter Straubing und Vilshofen aktiv. In Österreich hingegen wird in bescheidenem Maß obendrein um Linz und Wien gefischt, von erheblicherer Bedeutung allerdings ist die Fischerei obendrein jederzeitim Donaudelta. Typische Donaufische sind Barbe, Nase, Blaunase, Aitel, Hasel, Brachse, Karpfen, Güster, Hecht, Zander, Barsch, Aal, Schied, Huchen, Sterlet und Welse.
3.1 Menschliche Eingriffe
Wie viele andere Flüsse hat die Donau seit dem Beginn der Industrialisierung zahlreiche schwere Eingriffe durch Menschenhand erfahren. Nur 20% der Überschwemmungsgebiete, die im 19. Jahrhundert existierten, sind heute obendrein vorhanden und nur obendrein die Hälfte des Flußlaufs kann heute obendrein als wenigstens "naturnah" bezeichnet werden.
Neben der zunehmenden Verschmutzung durch Industrie, Landwirtschaft, Tourismus und der Zuleitung von Abwässern sowie der Regulierung durch Wehre, Dämme, Staustufen und Kanäle (letzteres vor allem in Deutschland und Österreich) sind es vor allem Großprojekte, die dem Lebensraum Donau stark zusetzen. Da gleich 10 Staaten, darunter einige der ärmsten Lander Europas (z.B. Moldawien, Rumänien, Ukraine, Bulgarien) ihre vor allem wirtschaftlichen Interessen am Fluss wahrnehmen und von seiner Lage profitieren wollen, ist ein grenzüberschreitender Schutz schwierig.
Am 27. August 2004 wurde in der kleinen ukrainischen Stadt Wylkowe der Bystre-Kanal wiedereröffnet. Da er mitten durch das Naturreservoir des Donaudeltas führt und durch eine Senkung des Wasserspiegels eine irreparable Schädigung der einzigartigen Flora und Fauna nach sich ziehen könnte, protestierten zuvor unter anderem Umweltverbände, die rumänische Regierung und das EU-Umweltkommissariat gegen den Kanal. Die ukrainische Regierung entgegnete, daß hinter den Vorwürfen vor allem wirtschafliche Interessen Rumäniens steckten, da dieses bisher eine Art Monopol auf den Schifffahrtsverkehr zum Schwarzen Meer hätte, verbat sich die "Einmischung in innere Angelegenheiten" und begann ungeachtet aller Aufforderungen mit den Arbeiten.
"Donauquelle" Donaueschingen
Der Ursprung der Donau liegt nicht in der eher symbolisch zu verstehenden Donauquelle in Donaueschingen, sondern etwas weiter östlich in ihrem Zusammenfluss mit den beiden Bächlein Brigach und Breg am Rande des Schwarzwaldes, gemäß dem Merksatz "Brigach und Breg bringen die Donau zu Weg".
Zwischen Immendingen und Ertingen durchquert sie den Naturpark Obere Donau, wo es nahe Immendingen zur sogenannten Donauversickerung kommt, bei sehr wenig Wasser kann es dort zeitweise zur kompletten Versickerung kommen, die Donau wird dann nur obendrein von den Flüsschen Krähenbach und Elta gespeist.
In Deutschland fliesst die Donau von ihrer Quelle bis zur deutsch-österreichischen Grenze, an ihren Ufern liegen als größte Städte Ulm, Ingolstadt, Regensburg, Straubing, Deggendorf und Passau. Zuflüsse der Donau bis Ulm sind von Süden kommend die Riß und die Rot und von Norden die Große Lauter, die knapp vor Ehingen zufließt. Rechtsseitig der Donau fliessen in Ulm selbst die Iller, der Lech (bei Donauwörth) und die Isar bei Deggendorf zu; linkseitig hinter Kelheim die Altmühl und bei Regensburg Naab und Regen und die Wörnitz bei Donauwörth. Vervollständigt wird sie auf deutschem Boden in der "Drei-Flüsse-Stadt" Passau, wo Inn, Ilz und Donau zusammenfliessen.
Kaum ein Land wird so eng mit der Donau in Verbindung gebracht wie Österreich, das als Doppelmonarchie Österreich-Ungarn ebenso den volkstümlichen Namen "Donaumonarchie" erhielt.
Um so überraschender ist es, daß Österreich mit rund 350 Kilometern nur einen sehr kleinen Anteil am Strom hat, unter den 10 Anrainern liegt es damit auf Platz 6. Wenige Kilometer hinter Passau schon liegt die deutsch-österreichische Grenze und nach etwas über 70 Kilometern liegt Linz, die drittgrößte Stadt Österreichs, zu beiden Ufern der Donau. Vorbei an Mauthausen, dem Synonym für die österreichischen Konzentrationslager des Nationalsozialismus, Enns und Grein, erreicht der Strom nach rund 90 Kilometern Melk und durchfließt auf den folgenden knapp 35 Kilometern eine der schönsten Donaulandschaften, die Wachau, die an Dürnstein vorüber bis Krems reicht.
Bereits nahe der Staatsgrenze zur Slowakei fließt die Donau durch die Hauptstadt Wien. Wien war über Jahrhunderte die größte (und bedeutendste) aller Donaustädte, hat diesen Rang allerdings mittlerweile an Belgrad und Budapest verloren. Der Fluss machte die Stadt zu einem bedeutenden Handelszentrum, bis heute ist die Donau eine wichtige Handelsroute unter Ost und West.
Nur knappe 45 km von Wien entfernt, unmittelbar hinter der österreichisch-slowakischen Grenze, passiert die Dunaj die slowakische Hauptstadt Bratislava (wo die Morava zufließt) und bildet von hier ab die südwestliche Grenze der Slowakei, größtenteils zu Ungarn. Nach nur knapp 172 km, dem drittkürzesten Anteil eines Staates an der Donau überhaupt, wird die Donau bei Esztergom knapp vor dem Donauknie bei Visegrád schon nochmal ein vollends ungarischer Fluss.
Wichtige slowakische Orte neben Bratislava entlang der Donau sind vor allem Komarno, das Zentrum der ungarischen Minderheit in der Slowakei, wo die Waag, der größte slowakische Fluß, in die Donau mündet und das direkt gegenüber von Esztergom liegende Štúrovo, wo knapp vor der Staatsgrenze obendrein die Hron in die Donau mündet.
Mit nur 137 km Gesamtlänge hat Kroatien den nach Moldawien kürzesten Anteil an der Dunav, der bei Batina im Dreiländereck mit Ungarn und Serbien beginnt. Der Fluss bildet die natürliche Grenze unter Kroatien und Serbien. Die bedeutendste kroatische Stadt an der Donau ist Vukovar, das im Krieg mit Serbien schwere Schäden davontrug, aber ebenso Osijek liegt donaunah, nur 20 km von der Mündung der Drau in die Donau.
Auf rund einem Drittel seiner Gesamtlänge, genauer 1.075 km, ist die Dunărea, wie sie in Rumänien heißt, rumänisch. Damit hat Rumänien den bei weitem größten Anteil am Strom. Die Donau ist für das Land anfangs Grenzfluss zu Serbien und Bulgarien, in der Gegend unter Baragan und Dobrudscha macht sie dann einen Knick nach Norden, um später als Grenze zur Ukraine ins Schwarze Meer zu fließen.
Noch vor dem spektakulären Eisernen Tor, vor der Entschärfung zu Beginn der 1970er Jahre der gefährlichste Teil der gesamten Strecke, beginnt ihr Verlauf südwestlich des Banater-Gebirges. Nachdem sie Orşova erreicht hat, stößt sie durch den berühmten Donaudurchbruch und kommt nach Drobeta-Turnu Severin. Nun macht der Fluss einen Knick nach Süden vorbei an Gruia, Pristol, Cetate und Calafat. Dann beginnt sie ihre 400 Kilometer lange Reise gen Osten als Grenze zu Bulgarien. Dabei fließt sie an den Städten Dabuleni, Corabia, Turnu Magurele, Zimnicea, Giurgiu (direkt gegenüber auf bulgarischer Seite liegt die Stadt Ruse), Oltenita und Călăraşi vorbei. Nun begrenzt sie die Dobrudscha-Erhebung nach Westen hin, vorbei an Cernavoda, Topalu, Hirsova, Giurgeni und Gropeni, bis sie die beiden größeren Städte Brăila und Galaţi erreicht. Kurz dahinter wird sie nochmal Grenzfluss zur Ukraine, um in Richtung Osten bald das Donaudelta zu erreichen, zuvor berührt sie aber obendrein die Städte Tulcea und Pardina.
Giurgiulesti Oil Terminal Project
Der Anteil Moldawiens an der Donau ist der kleinste aller Anrainerstaaten. Nur auf einer Länge von 340 m stieß der südlichste Zipfel des Landes unter Rumänien und der Ukraine ursprünglich knapp hinter Galaţi bei Giurgiulesti am Zufluß der Pruth in die Donau. 1999 überliess die Ukraine in einem Gebietstausch Moldawien zusätzliche 230 m, so daß die heutige Gesamtlänge des moldawischen Ufers 570 m beträgt. Moldawien beabsichtigt gemeinsam mit Russland und privaten Investoren den Zugang zur Donau für den Bau eines Mehrzweckhafens mit einem Ölterminal zu verwenden. Diese Pläne führten zu Protesten durch Umweltschutzverbände, da sie das nahe Donaudelta stark gefährden, werden aber von der moldawischen Regierung weiterverfolgt.
Der ukrainische Abschnitt der Donau ist rund 180 km lang, damit zählt er zu den kleineren Teilstücken der Donau. Kurz hinter dem Zufluss des Pruth wird das linke Donauufer ukrainisch und bildet die Grenze unter Rumänien und der Ukraine. Die bedeutendsten ukrainischen Städte an der Donau sind Ismail, Kiliia sowie Wylkowe, das am 27. August 2004 Ort der Eröffnung des von Naturschützern, der EU sowie Rumänien heftig bekämpften Bystre-Kanals war (siehe dazu ebenso unter Bystre-Kanal).
Das Donaudelta ist das Mündungsgebiet der Donau am Schwarzen Meer und -nach dem Wolgadelta- das zweitgrößte Flussdelta Europas. Das weltweit einmalige Ökosystem ist Europas größtes Feuchtgebiet und 2.682 km 2 groß. Es besteht aus 3 Haupt- sowie zahlreichen Seitenarmen, Röhrichten, schwimmenden Inseln, Altarmen und Seen, aber ebenso Auwäldern sowie extremen Trockenbiotopen auf Dünen. Zahlreiche Vogelarten (z.B. Pelikane, Reiher, Adler) finden dort Brut-, Rast- und Nahrungsplätze, ebenso über 150 Fischarten, wie ungefähr Stör, Hansen, Hering, Karpfen, Wels, Zander, Hecht und Barsch sind in dem Delta zu finden. Die Flora besteht aus über 1.200 Spezies von Bäumen und Pflanzen.
4.12.2 UNESCO-Weltkulturerbe
1991 erklärte die UNESCO das Delta zu einem Teil des Weltnaturerbes, seitdem ist es Biosphärenreservat. Am 5. Juni 2000 verpflichteten sich die Regierungen Rumäniens, Bulgariens, Moldawiens und der Ukraine zum Schutz und der Renaturierung der Feuchtgebiete entlang der ungefähr 1.000 Kilometer langen unteren Donau. Dieser so genannte Grüne Korridor wird damit zum größten grenzüberschreitenden Schutzgebiet Europas.
Im Jahr 2004 entwickelte sich das Gebiet zunehmend zum Touristenziel. Allein unter Mai und Juli 2004 kamen fast 54.000 Gäste, was eine Steigerung von fast 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet.
5 Nebenflüsse ===== Linke Nebenflüsse =
Argeş,
Blau,
Schwarze Laaber,
Erlau,
Ranna,
Grosse Mühl,
Kleine Mühl,
Kamp,
Ipoly ( Eipel),
Theiß,
Jiu,
Olt,
Ialomiţa,
Sereth,
Pruth
Rot,
Günz,
Mindel,
Zusam, Schutter,
Paar,
Ilm,
Abens,
Große Laaber,
Vils,
Traun,
Enns,
Ybbs,
Traisen),
Wien,
Schwechat,
Fischa,
Leitha,
Raab,
Iskar,
Jantra
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