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|  | | Elektrotechnik - Definition und Bedeutung |
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Die Elektrotechnik ist eine Ingenieurwissenschaft. In der Elektrotechnik wird die technische Anwendung der Elektrizität erforscht beziehungsweise umgesetzt. So befasst sich die Elektrotechnik, unter anderem, mit der Energieerzeugung (Energietechnik), elektromagnetischen Informationsübertragung (Nachrichtentechnik). Die Elektrotechnik entwickelt (elektronische) Bauteile und Schaltungen, welche in der Steuer-, Regel-, Mess- und Computertechnik ihre Anwendung finden. Eine besondere Wechselbeziehung der Elektrotechnik besteht zur Informatik; zum einen liefert die Elektrotechnik die für die angewandte Informatik notwendigen technischen Grundlagen elektronischer Rechenmaschinen, andererseits ermöglichen die Verfahren der Informatik erst komplexe elektrotechnische Systeme.
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Inhaltsverzeichnis | |
5 Literatur
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Antriebstechnik: elektrische Maschinen
Automatisierungstechnik: Leittechnik, Messgeräte Messtechnik, Sensortechnik, Simulationstechnik, Steuerungstechnik, Regelungstechnik, Robotik,
Elektronik: Digitaltechnik, Analogtechnik, Elektromagnetische Verträglichkeit Leistungselektronik,
Energietechnik: Energieübertragung, Hochspannungstechnik, Photovoltaik, erneuerbare Energien,
Nachrichtentechnik: Hochfrequenztechnik, Telekommunikation, Signalverarbeitung, Technische Akustik, Rundfunk- und Fernsehtechnik, Übertragungstechnik
Mikroelektronik: Schaltungs- und Systementwurf, Technologie und Bauelemente
Theorie der Elektrotechnik: Elektrizitätslehre, Signaltheorie, Systemtheorie, Theoretische Elektrotechnik oder Theorie der Felder und Wellen
Verwandte Themen: Biomedizinische Technik, Informatik, Lichtwellenleitertechnik, Maschinenbau, Mechatronik, Supraleittechnik, Verbindungstechnik (Elektrotechnik)
Wikipedia:Liste elektrotechnischer Themen
Die klassische Einteilung der Elektrotechnik war die Starkstromtechnik und Schwachstromtechnik. Mit der Zeit ist diese eindeutige Einteilung allerdings etwas verschwommen, gleichzeitig haben sich neue Gebiete entwickelt. Die Elektrotechnik lässt sich heute in die Bereiche Energietechnik, Antriebstechnik, Nachrichtentechnik, Elektronik, Automatisierungstechnik und theoretische Elektrotechnik einteilen, wobei die Grenzen unter den einzelnen Bereichen fließend sind.
Die Energietechnik (früher Starkstromtechnik) befasst sich mit der Erzeugung und Übertragung elektrischer Energie. (siehe ebenso Hochspannungstechnik)
Die elektrische Energie wird in den meisten Fällen durch Wandlung aus mechanisch/rotatorischer Energie durch Generatoren erzeugt.
Zum klassischen Bereich der Starkstromtechnik gehört ansonsten der Bereich der Verbraucher elektrischer Energie, die Antriebstechnik.
Die Antriebstechnik setzt elektrische Energie durch elektrische Maschinen, in mechanische Energie um. Die klassischen Maschinen sind die Synchron-, die Asynchron- und die Gleichstrommaschine, wobei es vor allem im Bereich der Kleinantriebe viele zusätzliche Typen gibt. Neuer ist die Entwicklung der Linearmotoren, die die elektrische Energie direkt in mechanisch/lineare Bewegung umsetzen, ohne den "Umweg" über eine Rotationsbewegung.
Die Antriebstechnik spielt eine große Rolle in der Automatisierungstechnik, da hier häufig eine Vielzahl von Bewegungen mit elektrischen Antrieben realisiert werden. Genauso spielt die Elektronik in der Antriebstechnik eine große Rolle, zum einen für die Steuerung und Regelung der Antriebe, zum anderen werden Antriebe häufig durch Leistungselektroniken mit elektrischer Energie versorgt.
Die Entwicklung der Leistungshalbleiter ( Leistungselektronik) spielt in der Antriebstechnik eine jederzeitgrößer werdende Rolle, da Frequenzumrichter die elektrische Energie wesentlich flexibler schontellen können, als dies beispielweise mit Transformatoren möglich ist.
Die Digitaltechnik lässt sich in soweit der Elektronik zuordnen, als die klassische Logikschaltung aus Transistoren aufgebaut ist. Andererseits ist die Digitaltechnik ebenso Grundlage vieler Steuerungen und damit der Automatisierungstechnik verbunden. Die Theorie ließe sich ebenso der theoretischen Elektrotechnik zuordnen.
2.7 Theoretische Elektrotechnik
Die Basis der Theorie und Bindeglied zur Physik der Elektrotechnik sind die Erkenntnisse aus der Elektrizitätslehre. Die Theorie der Schaltungen befasst sich mit den Methoden der Analyse von Schaltungen aus passiven Bauelementen. Auf den Maxwellschen Gleichungen aufgebaut ist die Theorie der Felder und Wellen knapp Theoretische Elektrotechnik.
3 Geschichte, Entwicklungen und Personen der Elektrotechnik
Die Anfänge der Elektrotechnik sind sicher in der Physik zu suchen, aus der sie sich aber spätestens zur Zeit von Thomas Alva Edison und Werner von Siemens zu einer eigenen Disziplin entwickelt hat.
Im Anfang standen Entdeckungen rund um die Elektrizität. 1752 erfand Benjamin Franklin den Blitzableiter und veröffentlichte 1751- 53 die Resultate seiner ‚ Experiments and Observations on Electricity'. 1792 machte Luigi Galvani sein legendäres Froschschenkel-Experiment. Von diesen Experimenten angeregt baute Alessandro Volta um 1800 die so genannte voltasche Säule, eine erste funktionierende Batterie.
1820 machte Hans Christian Ørsteds Versuche zur Ablenkung einer Magnetnadel durch elektrischen Strom. André Marie Ampère führte diese Experimente weiter, und wies 1820 nach, dass zwei stromdurchflossene Leiter eine Kraft aufeinander ausüben. Ampère erklärte den Begriff der elektrischen Spannung und des elektrischen Stromes und legte die Stromrichtung fest.
Faraday leistete einen großen Beitrag auf dem Gebiet der elektrischen und magnetischen Felder, von ihm stammt ebenso der Begriff der "Feldlinie". Die Erkenntnisse Faradays waren die Grundlage für James Clerk Maxwells Arbeiten. Er vervollständigte die Theorie des Elektromagnetismus zur Elektrodynamik und deren mathematische Formulierung. Die Quintessenz seiner Arbeit, die Maxwellschen Gleichungen sind eine der grundlegenden Theorien in der Elektrotechnik. Diese sagte zum Beispiel die Existenz elektromagnetischer Wellen voraus, deren Existenz später durch Experimente von Heinrich Rudolf Hertz bestätigt wurden und die die Grundlage jeder Funkübertragung sind.
Zu den Wegbereitern der "Starkstromtechnik" gehört Werner von Siemens, der 1866 das dynamoelektrische Prinzip entdeckte, und daraus den elektrischen Generator entwickelte. Elektrische Energie war das erste Mal in großer nutzbarer Menge vorhanden. 1879 erfand Thomas Alva Edison die Kohlefadenglühbirne und damit das elektrische Licht. In der Folge hielt Elektrizität Einzug in jederzeitgrößere Bereiche des Lebens. Zur gleichen Zeit wirkte Nikola Tesla, er erwarb sich seine Meriten in der technischen Anwendung des Wechselstromes.
Heinrich Rudolf Hertz gelang 1884 der experimentelle Nachweis der Maxwellschen Gleichungen. Er wies die Existenz elektromagnetischer Wellen nach und ist folglich der Begründer der drahtlosen Informationsübertragung und damit ebenso der Nachrichtentechnik.
Die Erfindung des Transistors und der gesamten Halbleitertechnologie erschloss der Elektrotechnik sehr weite Anwendungsgebiete, da nun vielerlei Geräte sehr kompakt gebaut werden konnten. Ein zusätzlicher wesentlicher Schritt in diese Richtung war die Entwicklung der Mikrointegration, der Integrierten Schaltkreise (IC) und damit letztlich der heutigen Prozessorchips.
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