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 G-Protein - Definition und Bedeutung

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Die Bezeichnung G-Protein steht vereinfacht für Guaninnucleotide-bindendes Protein oder GTP-bindendes Protein. G-Proteine besetzen eine Schlüsselposition in der Signalweiterleitung (Signaltransduktion) unter Rezeptor und Second messenger-Systemen.
Man unterscheidet unter membranständigen heterotrimeren G-Proteinen und cytosolischen sogenannten kleinen G-Proteinen.

 Heterotrimere G-Proteine

Heterotrimere G-Proteine sind aus drei Untereinheiten (α, β und γ) bestehende G-Proteine, die nach Aktivierung eines G-Protein-gekoppelten Rezeptors einerseits in eine α-Untereinheit und andererseits in eine βγ-Untereinheit unter Austausch von GDP gegen GTP zerfallen.
Für die Signaltransduktion ist speziell die α-Untereinheit von Bedeutung, von der über 20 Isoformen bekannt sind. Anhand ihrer Eigenschaften werden diese Isoformen im wesentlichen in 5 Familien zusammengefasst (αt, αs/olf, αi/o, αq/11 und α12/13), nach denen ebenso die G-Proteine entsprechend benannt werden (Gt, Gs/olf, Gi/o, Gq/11 und G12/13). Auch die βγ-Untereinheit kann bei der Aktivierung von Second messengern von Bedeutung sein. Über die Veränderung der Second-messenger-Konzentration wird unmittelbar oder mittelbar ein Effekt ausgelöst.

Rezeptoren G-Protein-Familie α-Untereinheiten Signaltransduktion Effekte (Beispiele)
Rhodopsin Gt αt (Transducin) Aktivierung der Phosphodiesterase 6, Abbau von cGMP Sehen
olfaktorische Rezeptoren Golf αolf Aktivierung der Adenylylcyclase, Bildung von cAMP Riechen
heptahelikale Hormon- und Neurotransmitterrezeptoren Gs αs Aktivierung der Adenylylcyclase, Bildung von cAMP Steigerung der Herzfrequenz, Relaxation glatter Muskulatur, Erregungsweiterleitung
Gi/o αi, αo Hemmung der Adenylylcyclase, Hemmung der Bildung von cAMP Kontraktion glatter Muskulatur
βγ Öffnung von Kaliumkanälen, Hemmung von Calciumkanälen Hemmung der Erregung
Gq αq, α11, α14, α15, α16 Aktivierung der Phospholipase C, Bildung von IP3 und DAG Kontraktion glatter Muskulatur, Erregungsweiterleitung
G12/13 α12, α13 Aktivierung der Rho-Kinase Cytoskelett

Heterotrimere G-Proteine besetzen folglich eine Schlüsselposition in der Signaltransduktion und sind verantwortlich für physiologische (z.B. Sehen, Riechen, Blutdruckregulation etc.) und pathophysiologische Effekte (z.B. Hypertonie, Herzinsuffizienz, etc.).

 Kleine G-Proteine

Kleine G-Proteine (auch kleine GTP-asen) sind GTP-bindene Proteine mit einer Molekülmasse von 20-40 kDa. Derzeit sind über 100 verschiedene kleine G-Protein bekannt, die auf Grund phylogenetischer Gemeinsamkeiten und Unterschiede in 5 Familien unterteilt werden: Ras, Rho, Rab, Sar1/Arf und Ran. Sie sind im Zellzyklus an der Regulation zahlreicher Zellfunktionen beteiligt, z.B. der Regulation der Genexpression (Ras und Rho), der Regulation des Zytoskeletts (Rho), der Regulation des Vesikeltransports (Rab und Sar1/Arf) sowie der Regulation des Transports unter Cytoplasma und Zellkern (Ran).
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