Gegründet im Jahr
1773 stellt der
Grand Orient de France die nach der 1717 gegründeten
Großloge von
London zweitälteste
freimaurerische Großloge in Europa dar. Dieser Dachverbund umfasst 500 arbeitende
Logen. Sie bearbeiten mehrheitlich den "Rite Francais" (Französischer Ritus), danach den "Rite Écossais Rectitié" (Rektifizierter schottischer Ritus, eine
christliche Lehrart) und den "Accepté Rite de Salomon" (Anerkannter Ritus des Salomon). Über ihre Landesgrenze hinaus wurden sie durch ihr "weißes Buch", ein Buch mit leeren Blättern als Symbol für das "Buch des heiligen Gesetzes" bekannt, welches ihnen die Aberkennung der Regularität von Seiten der englischen Großloge brachte. Dazu engagiert sich diese Großloge als solche liberal politisch, ein weltweites Unikum, das in Frankreich mit ihre Beliebtheit bei den Liberalen ausmacht.
Neben den Logen der
VGLvD, die sich als reiner Männerbund verstehen, gibt es im
GOdF neben den maskulinen ebenso feminine und gemischte Logen.
Die liberale Form der Freimaurerei findet international zunehmend Anhänger. So gibt es in Deutschland vermehrt Logen, die nach der liberalen Konstitution des GOdF arbeiten.
In der Rue Cadet Nr. 16 in Paris befindet sich das gleichnamige Gebäude, ein sehenswertes Freimaurermuseum des GOdF.