Shaw zog als junger Mann nach
London, um seine Karriere als Literat voranzubringen. Er schrieb fünf Romane, die von den Verlagen zurückgewiesen wurden, bis er schließlich seine ersten Erfolge als Musikkritiker bei der Zeitung
Star feierte. Er schrieb wundervolle ironische Kommentare. Die Kompositionen von
Ethel Smyth zum Beispiel besprach er unter dem Pseudonym "Corno die Basseto" (Bassethorn). Er war einer der ersten Musikkritiker, der sich weigerte, dem Geschlecht des Komponisten irgendeine Bedeutung in der Beurteilung des Werkes beizumessen. 1923 wird er die inzwischen geadelte Ethel Smyth in einem Brief fragen, wie männlich das Werk von Händel und wie feminin die Arbeiten von Mendelsohn und
Arthur Sullivan eigentlich seien.
Hauptsächlich beschäftigte er sich mit Politik und war ab
1897 jahrelang Ratsmitglied im Bezirk St. Pancras in
London. Er fühlte sich als
Sozialist und spielte eine führende Rolle in der
Fabian Society, einer Partei von Radikalsozialisten.
1895 wurde er
Theaterkritiker bei der
Saturday Review. Erst dies markierte einen ersten Schritt seines Lebenswerkes als Dramatiker.
1898 heiratete er Charlotte Payne-Townshend. Im selben Jahr erschien sein erstes siegreiches Stück,
Candida. Mehrere Komödien schlossen sich dem an wie
Der Teufelsschüler (
1897),
Arms and the Man (
1898),
Frau Warrens Beruf (
1898),
Captain Brassbound's Conversion (
1900),
Mensch und Übermensch (
1902),
Cäsar and Cleopatra (
1901),
Major Barbara (
1905),
Androkolus und der Löwe (
1912) und
Pygmalion (1913). Nach dem
Ersten Weltkrieg, den er aus einem kontroversen Standpunkt heraus betrachtete, schrieb er ernstere Dramen wie
Haus Herzenstod (
1919) und
Die Heilige Johanna (
1923).
Eine Besonderheit der Publikationen Shaws sind die langen Vorworte. In diesen Vorworten schrieb Shaw viel mehr über die Probleme des Themas, das durch die Theaterstücke dargestellt werden sollte, als in diesen selbst. Daher sind viele Vorworte länger als die Stücke selbst.
Shaws Briefwechsel mit Stella Patrick Campbell wurde gleichfalls als Drama von Jerome Kilty mit dem Titel DEAR LIAR: A Comedy of Letters auf die Bühne gebracht. Seine Briefe an die berühmte Schauspielerin Ellen Terry sind gleichfalls veröffentlicht und als Theaterstück adaptiert worden.
Noch vor seinem Tode war Shaws Name nicht nur auf den britischen Inseln, sondern auf der ganzen Welt bekannt. Aufgrund seines Ärgers über die englische Orthografie spendete er einen Teil seines Vermögens für die Schaffung eines neuen englischen phonetischen Alphabets, das den Namen Shavian Alphabet trug.==Weblinks==
| · | Wikiquote Originalzitate von George Bernard Shawspan class='urlexpansion'> (http://quote.wikipedia.org/wiki/George_Bernard_Shaw) (englisch)
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