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|  | | Gregorianischer Kalender - Definition und Bedeutung |
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Der Gregorianische Kalender, benannt nach Papst Gregor XIII., ist der heute in den meisten Teilen der Welt gültige Kalender.
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3 Weblinks
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1 Gregorianische Kalenderreform
Tafel vom Grab Gregors XIII zum Erlass des Kalenders (Petersdom) Das Erste Konzil von Nizäa bestimmte im Jahre 325, dass das Osterfest jederzeitam ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlings-Anfang gefeiert werden sollte. Das astronomische Ereignis des Primar-Äquinoktiums (Frühlings-Tagundnachtgleiche der Nordhalbkugel) fand im Konzilsjahr 325 am 21. März statt, und die Julianische Schalttags-Regelung wurde damals obendrein nicht als verbesserungsbedürftig erkannt. Der damals gültige Julianische Kalender ging von einem mittleren Sonnenjahr von 365,25 Tagen aus und glich die Differenz von annähernd 6 Stunden alle vier Jahre durch die Einfügung eines Schalttags aus. Gegenüber dem von dem wirklichen Gang der Himmelsmechanik astronomisch vorgegebenen Sonnenjahr, das 365 Tage, 5 Stunden, 48 Minuten und 46 Sekunden dauert (365,24219879 Tage), war das Jahr des Julianischen Kalenders also etwas mehr als 11 Minuten zu lang. Bis ins 16. Jahrhundert, zur Zeit Papst Gregors XIII., hatte sich dieser Fehler schon so ausgewirkt, dass das Primar-Äquinoktium im Jahr 1582 schon am 11. März stattfand.
Um ein erneutes schrittweises Abrücken des 21. März vom Zeitpunkt des Primar-Äquinoktiums für alle Zukunft zu vermeiden, legte der neue Gregorianische Kalender die Dauer des mittleren Sonnenjahrs auf 365,2425 statt wie bisher auf 365,25 Tage fest. Diese Verkürzung erfolgte dadurch, dass -abweichend von der Schaltregel des Julianischen Kalenders- diejenigen Jahrhundertjahre keinen Schalttag haben, deren Zahl dividiert durch 400 keine Natürliche Zahl ergibt. Danach stellten die Säkular-Jahre 1700, 1800 und 1900 so genannte Gemeinjahre zu 365 Tagen dar. Die Jahre 1600 und 2000 waren -in Übereinstimmung mit der Julianischen Schaltregel- Schaltjahre zu 366 Tagen.
1.1 Einführung des Gregorianischen Kalenders in verschiedenen Ländern
Die evangelischen Territorien des Deutschen Reichs übernahmen den Gregorianischen Kalender mit Beginn des Jahres 1700. Zuvor mussten zum Beispiel Verträge unter katholischen und protestantischen Fürsten mit Bruchzahlen datiert werden, ungefähr als 5./15. Oktober 1582. Um die Jahreswende differierten die Jahreszahlen unter den Gebieten des alten und neuen Kalenders. Aus dieser Zeit stammt der Ausdruck "Zwischen den Jahren" für die Tage nach Weihnachten.
Die reformierten Orte der Schweiz folgten ein Jahr später, allerdings mit drei Ausnahmen: Der protestantische Halbkanton Appenzell Ausserrhoden und die protestantischen Teile von Glarus und Graubünden. Der offizielle Übergang zum neuen Kalender sollte dort bis 1812 dauern; der alte Kalender blieb aber obendrein länger in der Bevölkerung lebendig. Die Appenzeller Silvesterkläuse werden obendrein jederzeitam 31. Dezember nach dem Julianischen Kalender ( 13. Januar nach dem Gregorianischen Kalender) gefeiert.
Die orthodoxen Länder Osteuropas behielten den Julianischen Kalender obendrein bis Anfang des 20. Jahrhunderts bei. Da die Jahre 1700, 1800 und 1900 in Russland Schaltjahre gewesen waren, machte die Abweichung vom Gregorianischen Kalender dort mittlerweile 13 Tage aus. Die russische " Oktoberrevolution" 1917 fiel deshalb nach dem Gregorianischen Kalender auf den 7. November. An diesem Tag wurde die Revolution denn ebenso bis zum Ende der Sowjetunion gefeiert, nachdem Russland 1918 die neue Kalenderrechnung eingeführt hatte.
Einige orthodoxe Kirchen (z. B. in Russland und Serbien) begehen ihre feststehenden Feste weiterhin nach dem Julianischen Kalender. Ihr Weihnachten ( 25. Dezember) fällt darum derzeit auf den 7. Januar (greg.). Andere orthodoxe Kirchen (z. B. in Griechenland und Bulgarien) verwenden hierfür den so genannten Neo-Julianischen Kalender, der bis zum Jahr 2700 dem Gregorianischen Kalender entsprechen wird. Alle orthodoxen Kirchen berechnen Ostern und die anderen beweglichen Feste nach dem julianischen Frühlingsanfang sowie nach dem metonischen Vollmond; das Fest fällt daher nur gelegentlich mit dem Osterdatum der westlichen Kirchen zusammen, meist ist es eine, vier, oder fünf Wochen später als im Westen.
Die Regeln des Gregorianischen Kalenders führen zu einer durchschnittlichen Länge des Kalenderjahres von 365,2425 Tagen.
Das sogenannte tropische Jahr - der unter zwei aufeinanderfolgenden Primar-Äquinoktien (Frühlings-Tag-Nachtgleichen) liegende Zeitraum - ist gegenwärtig im Mittel 365,24219879 mittlere Sonnentage lang. Danach ist also ebenso der Gregorianische Kalender im Verhältnis zu der astronomischen Wirklichkeit etwas zu lang, nämlich 0,000301 Tage pro Jahr. Das bedeutet, dass nach rund 3320 Jahren das Primar-Äquinoktium nochmal einen ganzen Tag früher eintreten würde. Sofern bis dahin die christliche Jahreszählung beibehalten wird, würde es sich empfehlen, im Jahre 2800 ausnahmsweise den Schalttag entfallen zu lassen, wenn ebenso zu jener Zeit obendrein die Bindung des Primar-Äquinoktiums an den 21. März gewünscht wird.
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