Artmann wurde geboren als Sohn des Schuhmachers Johann Artmann und seiner Frau Marie, geborene Schneider. Es wuchs in Wien auf und besuchte die Volks- und die Hauptschule und arbeitete drei Jahre als Büropraktikant. 1940 wurde er zum Wehrdienst eingezogen und kämpfte im Zweiten Weltkrieg, bis er 1941 verwundet wurde. Danach blieb er bis zum Kriegsende in einem deutschen Strafbatallion. Ab 1947 veröffentlichte er literarische Texte im Hörfunk und in der Zeitschrift „Neue Wege“. Seit 1952 arbeitete er mit
Gerhard Rühm,
Konrad Bayer,
Friedrich Achleitner und Oswald Wiener zusammen in der „
Wiener Gruppe“, von der er sich aber 1958 distanzierte. Seit 1954 machte er ausgedehnte Reisen durch Europa, lebte 1961-65 in Schweden, danach bis 1969 in Berlin und ab 1972 in Salzburg. Er war Präsident und Gründungsmitglied der
Grazer Autorenversammlung, von der er sich 1978 trennte. Er erhielt zahlreiche Preise und Ehrungen, u. a. den
Großen Österreichischen Staatspreis (1974), die Ehrendoktorwürde der Universität Salzburg (1991) und den Georg-Büchner-Preis (1997). H. C. Artmann starb am 4. Dezember 2000 an einem Herzschlag.