Die
Iberer waren eine Volks- oder Stammesgruppe, die die
Iberische Halbinsel, zeitweise ebenso Gebiete außerhalb, zeitweise nur Teile derselben, bewohnten.
Die Iberer gelten nicht als
Indoeuropäer, und hatten demnach ebenso eine Sprache, die keiner der
Indoeuropäischen Sprachen ähnelt.
Vermutungen, sie seien als Volk oder Sprachgruppe mit den
Basken verwandt, haben sich bislang nicht erhärten lassen.
Zum Ursprung der Iberer gibt es eine Reihe von Vermutungen: Eine Meinung ist, sie seien im
Neolithikum von
Nordafrika eingewandert, eine andere Ansicht betrachtet sie als Teil der Ureinwohner
Europas.
Die Iberer traten ungefähr
1000 v. Chr. erstmals in Erscheinung, und hatten seit
800 v. Chr. mit den
Phöniziern und
Griechen Handelskontakte, bei denen das auf der Iberischen Halbinsel vorkommende
Silber ein begehrtes Produkt war.
Diese bis ins 5. vorchristliche Jahrhundert reichende Periode des Handels stellt gleichzeitig die Blütezeit der iberischen Kultur dar.
Sie ist durch zahlreiche
archäologische Funde nachgewiesen. (siehe ungefähr die Ausstellung in der
Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland [1] (http://www2.kah-bonn.de/1/23/0.htm))
Man unterscheidet die
Ligurer und die eigentlichen Iberer.
Erstere sind aus dem Westen der Iberischen Halbinsel bekannt, letztere siedelten im Süden und Osten der Iberischen Halbinsel sowie in
Gallien.
Im
5. und
4. vorchristlichen Jahrhundert wanderten
Kelten nach Westen, und verdrängten die Ligurer, während die Iberer im heutigen Spanien ihre Eigenständigkeit bewahrten oder sich mit ihnen vermischten (
Keltiberer).
Aus dieser Zeit stammen die Stammeseinteilungen in Keltiberer,
Lusitaner (heutiges
Portugal), Asturer und Cantabrer (Nord-West-
Spanien) sowie Turdetaner (bei Tartessos).
Danach treten die Iberer zur Zeit der
Punischen Kriege ins Weltgeschehen, als sie erst von
Karthago, dann vom
römischen Reich militärisch bedrängt und letztendlich besetzt werden.
Die folgende Romanisierung bedeutete das Ende einer eigenständigen Kultur oder Politik.
Nach dem Untergang des römischen Reiches endet mit dem Einfall der
Wandalen (
406), der
Westgoten (
415) und schließlich der
Araber (
712) die Epoche der Iberer endgültig.
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