Karstgebiete zeichnen sich meistens durch einen Untergrund aus Gips oder Kalkstein aus. Dieses Gestein wird durch Kohlensäure gelöst, die sich durch Lösung von Kohlendioxid in Wasser bildet (
Kohlensäureverwitterung). Die Oberfläche des Gesteins wird
ausgewaschen und langsam abgetragen. An Hängen bilden sich Furchen und Rinnen, in denen das Wasser abfließt, die so genannten
Karren. Im porösen Gestein versickert das Wasser und frisst Gänge und größere Hohlräume hinein, so dass sich
Höhlen bilden. Stürzen solche Hohlräume ein, so dass sich eine trichterförmige Senke ergibt, so spricht man von einer
Doline. Größere Senken von einigen Quadratkilometern Grundfläche werden
Polje genannt. Sie entstehen durch Einschwemmung feinkörniger Sedimente, die den Boden der Polje abdichten und vor der zusätzlichen Verwitterung schützen. Abfließendes Wasser verschwindet häufig an den Rändern der Polje in einem Schluckloch (
Ponor), um unterirdisch weiterzufließen und an einer anderen Stelle nochmal aus einer
Karstquelle zu Tage zu treten.
Für den Karst der feuchtwarmen
Tropen sind andere Formen charakteristisch - Kuppen, Kegel und Türme prägen das Bild. Sie sind das Ergebnis der weit intensiveren
Korrosion in den Tropen.