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 Katalanische Sprache - Definition und Bedeutung

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Die Katalanische Sprache (català) gehört zur Familie der romanischen Sprachen. Die aufgrund sprachlicher Verwandtschaft nächsten Beziehungen bestehen zum Okzitanischen in Südfrankreich. Die Verbindungen zum Spanischen (castellano, español) und Portugiesischen sind dagegen etwas weniger ausgeprägt, sodass die Bezeichnung als Iberoromanisch im Falle des Katalanischen umstritten ist. Es wird darum ebenso häufig als Brückensprache unter der Galloromania und der Iberoromania bezeichnet.
Katalanisch ist Amtssprache in Andorra sowie, neben dem Spanischen, regionale Amtssprache in Katalonien, auf den Balearen und in València sowie neben dem Italienischen in Alghero auf Sardinien.
Gesprochen wird Katalanisch von ca. 11 Millionen Menschen, vornehmlich in Spanien (in Katalonien, im größten Teil der Region València (die dortige Variante des Katalanischen wird ebenso als Valencianisch/valencià bezeichnet), auf den Balearen, wo die Mallorquinisch (mallorquí), Menorquinisch (menorquí) und Ibizenk (eivissenc) genannten Dialekte gesprochen werden, und in einem Gebietsstreifen im Osten von Aragón), aber ebenso in Südfrankreich (im Département Pyrénées Orientales, das ebenso als Nordkatalonien bezeichnet wird), in Italien (in der Stadt Alghero auf Sardinien) und in Andorra. Etwa 8,2 Millionen Menschen sprechen Katalanisch als Muttersprache.
Das katalanische Sprachgebiet wird in Ostkatalanisch, zu dem der östliche Teil Kataloniens, der katalanischsprachige Teil Frankreichs, die Balearen und Alghero gehören. Der Rest gehört zu den westkatalanischen Dialekten. Hauptkriterium für diese Einteilung ist die Aussprache der unbetonten Vokale o, e, und a. Während sie im Bereich des Westkatalanischen wirklich ebenso so ausgesprochen werden, wie sie geschrieben werden, werden in der Aussprache des Ostkatalanischen o zu u, e und a zu einem sog. "Schwa-Laut", der sich ähnlich anhört wie dt. er in Mutter
Katalanisch wird mit lateinischen Buchstaben geschrieben.
Der Language Code ist ca bzw. cat (nach ISO 639).

  Geschichte

Katalanisch ist die Weiterentwichlung des Vulgärlateins im Nordosten der Iberischen Halbinsel. Erste schriftliche Zeugnisse entstammen dem 9. Jahrhundert. Der Schriftsteller und Philosoph Ramon Llull, der von 1235 bis 1315 lebte, galt als der "Dante der katalanischen Literatur" und gab der Sprache Glanz und Ansehen. Im Mittelalter war das Sprachgebiet des Katalanischen obendrein recht einheitlich.
Ende des 15. Jahrhunderts vereinigten sich die Kronen von Aragón und Kastilien durch die Heirat der reyes católicos, des Königs Ferdinand von Aragón und der Königin Isabella von Kastilien, wobei Kastilien von Anfang an die Oberhand hatte. Dadurch wurde das Katalanische als Literatursprache jederzeitmehr durch das kastilische Spanisch verdrängt. Als Rechts-, Amts-, und Umgangssprache blieb das Katalanische zunächst allerdings obendrein relativ wenig bedrängt.
Nach Ende des spanischen Erbfolgekrieges (1701-1714) verlor Katalonien seine politische Eigenständigkeit und die Bourbonen-Könige trieben die Entwicklung des spanischen Zentralstaats in seiner heutigen Form voran. Das kastilische Spanisch wurde als spanische Amtssprache durchgesetzt und im Jahre 1716 wurde es per Gesetz als Unterrichtssprache verbindlich festgelgt. 1779 ging die Obrigkeit so weit, dass sie sogar Theaterstücke auf Katalanisch verbot.
Das 18. Jahrhundert gilt deshalb als der Tiefpunkt der katalanischen Sprache, als die Zeit der decadència. Erst mit der Romantik erlebte das Katalanische im 19. Jahrhundert einen neuen Aufschwung. In der Wiedergeburt, der renaixença fand die Sprache nochmal Unterstützung und wurde zum Gegenstand linguistischer Forschung. In den 1930er Jahren erlebte das Katalanische eine Blüte, die aber durch den spanischen Bürgerkrieg jäh zerstört wurde.
In den Anfangsjahren der Franco-Diktatur war das Katalanische offiziell strikt verboten. Viele Ortsnamen im katalanischen Sprachgebiet wurden "hispanisiert". Teilweise wurden sogar Personennamen ins Spanische übersetzt. Erst mit Beginn der sechziger Jahre wurde der katalanischen Sprache sehr zögerlich zuerst im kirchlichen Bereich nochmal etwas Raum gegeben. Es dauerte bis zum Jahre 1978, dass alle Beschränkungen aufgehoben wurden. In den Jahren der Unterdrückung hatte das Katalanische aber stark an Boden verloren. Die wohlhabende Region Katalonien hatte viele Spanier aus anderen Teilen des Landes angezogen, die meist nicht oder nur sehr zögerlich Katalanisch lernten.
Dies ist einer der Hauptgründe, warum die katalanische Sprache von Seiten der Regionalregierung in den letzten 25 Jahren so stark gefördert wurde. Dieser normalització genannte Prozess verlief nicht reibungslos, da viele der Zugewanderten und ein Teil des Großbürgertums das Katalanische ablehnten. Durch eine geschickte Politik gelang es aber katalanischen Politikern als unverzichtbare Koalitionspartner der Zentralregierung dieser jederzeitzusätzliche Zugeständnisse abzuringen und so, teilweise mit wenig zimperlichen Mitteln, die einstige Position des Katalanischen wenigstens teilweise wiederherzustellen.
Dieser Prozess ist obendrein jederzeitim Gange und soll nach dem Willen der Befürworter des Katalanischen erst abgeschlossen sein, wenn alle, die im ursprünglichen Verbreitungsgebiet des Katalanischen leben, diese Sprache, wenigstens als Zweitsprache, vollständig beherrschen.
In den Schulen des Zentralbereichs der katalanischen Sprache wird mittlerweile fast ausschließlich katalanisch gesprochen, ebenso in den Ämtern und in vielen Unternehmen in diesem Gebiet. Dabei wird das Spanische mitunter so weit verdrängt, dass nicht wenige der jüngeren Katalanen Spanisch bei weitem nicht so gut wie Katalanisch beherrschen.
Die Hispanisierung von Personennamen wurde nach der Demokratisierung Spaniens selbstverständich rückgängig gemacht. Auch die ursprünglichen katalanischen Ortsnamen werden nochmal offiziell verwendet.


Siehe ebenso: Sprachen auf Mallorca
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Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Katalanische Sprache aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Inhalte. In der Wikipedia ist eine Autorenauflistung verfügbar.