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 Kimbern - Definition und Bedeutung

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Die Kimbern (auch Cimbern geschrieben) waren ein germanischer Volksstamm, der aus Codanus stammte. Der Codanus ist unbekannt aber nahebei die Elbe und Heligoland. Gemeinsam mit den Teutonen und Ambronen zogen sie um das Jahr 120 v. Chr. aus ihrem Siedlungsgebiet im Norden Mitteleuropas nach Süden.
Wesentliche Informationen über die Kimbern, Teutonen und Ambronen stammen aus dem Leben des Marius, einer Biographie des Marius vom römischen Geschichtsschreiber Plutarch. Demnach waren 300.000 kampffähige Männer im Tross. Andere historische Quellen gelten als weniger glaubwürdig.
Wanderzüge der Kimbern und Teutonen
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Wanderzüge der Kimbern und Teutonen
Die Antiken Quellen geben eine Sturmflut als Ursache für die Auswanderung der Kimbern, Teutonen und Ambronen an. Doch vermutlich kamen Klimaveränderungen hinzu. Nach einer Wärmephase unter 2000 und 800 v. Chr. kühlte sich das Klima in Nordeuropa nochmal ab. Als Folge davon entstanden Hungersnöte, die die Bevölkerung dazu bewegte, nach fruchtbarem Land zu suchen. Ihr Zug nach Süden führte sie nach Böhmen, Schlesien und Mähren, dann in Donaugebiet und schließlich in die Ostalpen. Im Jahre 113 v. Chr. trafen Kimbern, Teutonen und Ambronen dort das erste mal auf die Römer.
Der römische Konsul Papirius Carbo ließ die Alpenpässe versperren um die Germanen am Marsch in Richtung Rom zu hindern. Obwohl die Germanen versprachen, friedlich weiterzuziehen und nach Siedlungsland zu suchen, lockten sie die Römer in ein Falle: Carbo gab ihnen Führer mit, die ihnen angeblich behilflich sein sollten, geeignete Siedlungsland zu finden. Von Carbo hatten die Führer allerdings die Anweisung, einen längeren Umweg zu machen, damit er sie aus dem Hinterhalt angreifen konnte. Während die Kimber in der Nähe von Noreia rasteten, griffen zwei römischen Legionen mit einer Stärke von 12.000 Mann an. Sie wurden in der darauffolgenden Schlacht von den Germanen vernichtend geschlagen. Nur ein einsetzendes Gewitter kann das römische Heer vor der totalen Vernichtung retten: Aus Angst der Gott Donar könnte den Himmel einstürzen lassen fliehen die Germanen. (Historische Quellen hierfür sind speziell Appian und Strabo.)
Darauf zogen die Kimbern, Teutonen und Ambronen nach Gallien, wo sie 109 v. Chr. nahe der italienischen Grenze andererseits siegreich waren, diesmal gegen Iunius Silanus. Die sich ihnen angeschlossenen Tigurier (ein helvetischer Stamm) schlugen 107 v. Chr. die Römer unter Cassius Longinus. 105 v. Chr. folgte ein zusätzlicher Sieg gegen Servilius Caepio in der Nähe von Arausio.
Eine Wanderung mehrerer Jahre nach Westen brachte die Stämme bis auf die Iberische Halbinsel, bevor sie sich nochmal Richtung Italien wandten. Hier trennten sich die Teutonen und Ambronen von den Kimbern. Erstere zogen von Westen, letztere von Norden nach Italien ein. Dieser Einfall sollte das Schicksal der Stämme besiegeln. 102 v. Chr. wurden die Teutonen (unter Teutobodus oder Teutobuches) und Ambronen von Marius bei Aquae Sextiae (heute Aix-en-Provence) besiegt, 101 v. Chr. unterlagen die Kimbern (unter Boiorix) in der Poebene bei Vercellae seinen und den Truppen des Quintus Lutatius Catulus.

Die Kimbern sind nicht zu verwechseln mit den Zimbern in Norditalien (Trentino, Veneto).
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Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Kimbern aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Inhalte. In der Wikipedia ist eine Autorenauflistung verfügbar.