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 Konstans - Definition und Bedeutung

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Konstans, eigentlich Flavius Julius Constans (* unter 320 und 323 , † Februar 350 in Südgallien bei Elne ), war von 337 bis 350 römischer Kaiser. Er war der jüngste Sohn von Konstantin I. dem Großen und Fausta, Konstantins zweiter Frau.
Ab 337 war er gemeinsam Herrscher mit seinen Brüdern Konstantius II. und Konstantin II.; seine Gebiete waren Italien, Illyrien und Teile Afrikas, die er schon vor dem Sommer 335 als Verwaltungsteil erhalten hatte . Als Konstantin II. 340 versuchte, seine Jugend und Unerfahrenheit auszunutzen und ihm Italien zu entreißen, schlug seine Armee ihn bei Aquileja, wobei der ältere Bruder starb. Konstans trat dessen Erbe an und beherrschte nun den gesamten Westen.
Der zeitgenössische Geschichtsschreiber Julius Firmicus Maternus erwähnt, dass Konstans Anfang des Jahres 343 Britannien ausgerechnet im Winter zur kalten Jahreszeit besuchte, ohne den Reisegrund zu nennen.
350 erhob sich der am Rhein stationierte General Magnentius selbst zum Kaiser, anfangs nur durch seine Truppen unterstützt, später dann durch den gesamtem westlichen Reichsteil. Konstans fehlte jegliche Unterstützung außerhalb seines direkten Umfelds und war gezwungen, die Flucht zu ergreifen. Magnentius' Parteigänger setzten ihn im Kastell Helena (heute Elne) am Fuß der Pyrenäen fest, wo er dann getötet wurde.
In den Auseinandersetzungen im Innern der christlichen Kirche stand er auf Seiten Roms gegen Donatisten und Arianer. In Afrika versuchte Konstans in den Jahren 347-348 mit Hilfe seiner Gesandten Paul und Macarius eine Politik der Wiedervereinigung der Donatisten und Katholiken zu betreiben.
Kaiser Konstans war entschieden christlicher Gesinnung. Er beschenkte die Kirchen sehr reich. Mailand hatte sich im 4. Jahrhundert, gleichzeitig mit dem Endgültigen Verkümmern Roms, zur wichtigsten Stadt Italiens entwickelt. Dort residierten Hof und Verwaltung, und zudem war der dortige Bischofsitz von immenser Bedeutung. In Mailand hatte sich Konstans als Kaiser für das gesamte römische Westreich niedergelassen. Nachdem sein arianisch gesinnter Bruder Konstantius die führenden Bischöfe der Orthodoxie im Osten abermals verbannt hatte und die unter seinem Einfluß stehende so genannte Kirchenweihsynode von Antiochia von 341 die Pateinahme des Papstes Julius I. befürwortete, nachdem darüber hinaus die römische Synonde von 340/341 für Athanasius mit der Annahme von arianischen Glaubensformeln und der Verbannung der athanasianischen Partei endete, da trat Konstans ausdrücklich für die Sache der Orthodoxie ein. Eine erhoffte Versöhnung unter Ost und West konnte aber Ende 344 nicht erreicht werden, als vier orientalische Bischöfe zu dem Kaiser in seine Hauptstadt kamen. Sie legten ihm ein so geschickt formuliertes und interpretierbares neues Glaubensbekenntnis (die "formula macrostichos") vor, dass es für die in Mailand tagende Synode unannehmbar war. Erst als aufeinmal die Beziehungen der beiden brüderlichen Kaiser im Jahre 346 nochmal normal geworden waren, distanzierten sich in der zweiten Synode von Mailand im Jahre 347 ebenso die letzten Bischöfe von den Orientalen. Damit endete der Kampf des Kaisers Konstans gegen den Arianismus mit einem fast vollständigem Siege. Auch wenn wenige Jahre später ein Bischof Auxentius als Nachfolger des heiligen Bischofs Eustorgius von Mailand (344 -350) nochmal der arianischen Gruppierung angehörte.
Der Kaiser hatte die politische Theologie, die Bischof Eusebius von Cäsarea für Konstantin I. entwickelt hatte, angenommen. Als Träger der höchsten Macht fühlte sich Konstans dazu berufen, die Untertanen zur Erkenntnis Gottes und zur Frömmigkeit zu führen. Deshalb wurde bei ihm ein Sendungsbewusstsein hervorgerufen: Solange die Kirche einheitlich ist, ist die Stellung eines christlichen Kaisers im Sinne des Eusebius eine einfache. Sobald aber verschiedene Parteien sich im Innern der großen Kirchengemeinschaft bekämpfen, muss der Kaiser zum Vorkämpfer der einen oder der anderen Partei werden.
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