Abebooks.de - Antiquarische und gebrauchte Bücher
Lesezeichen setzen | Seite empfehlen
   Navigation

 Zur Startseite

 Zufälliger Artikel

 Impressum
   Verwandte Artikel

 Christentum

 Eusebius

 Fachliteratur

 Geschichtswissenschaft

 Gesellschaft

 Konsolidierung

 Konstantin

 Konstantinopel

 Regierungssitz

 Toleranzedikt

   
    
      

A B C D E F
G H I J K L
M N O P Q R
S T U V W X
Y Z


eXTReMe Tracker
  

 Konstantin I. (Rom) - Definition und Bedeutung

Sie haben im Ilexikon erfolgreich nach der Definition, der Bedeutung oder Informationen zum Begriff 'Konstantin I. (Rom)' gesucht. Hier finden Sie eine Beschreibung, Erklärung, Definition, die Bedeutung sowie viele aktuelle Infos zum Begriff 'Konstantin I. (Rom)' und damit verwandten Themen.

Konstantin der Große
vergrößern
Konstantin der Große
Konstantin I. (* 288, † 22. Mai 337), genannt der Große, mit vollem Namen Flavius Valerius Constantinus war römischer Kaiser von 306-337. Historisch bedeutend ist Konstantin wegen
·  des Toleranzedikts von Mailand von 313, das das Christentum zur offiziell erlaubten Religion im römischen Reich machte
·  der Einberufung des ersten Konzils von Nicäa
·  der Verlegung des Kaisersitzes von Rom nach Byzanz, das nach ihm Konstantinopel genannt wurde
Es existiert glücklicherweise eine sehr ausführliche Biografie von ihm, die Eusebius von Caesarea verfasst hat. Dieser war allerdings ein glühender Bewunderer des Kaisers, so dass sein Werk nach Ansicht einiger Historiker nicht den Standards heutiger Geschichtswissenschaft bezüglich Objektivität entspricht.
Neben den historisch belegten Tatsachen gibt es viele Einzelheiten bezüglich Konstantin, die bis heute offen sind.
Inhaltsverzeichnis
3 Literatur
4 Weblinks

 1 Biografie

Konstantin wurde 288 als Sohn von Konstantius I. Chlorus und dessen Ehefrau Flavia Iulia Helena Augusta, der Tochter eines Gastwirts, in Illyrien, (Balkan) heutiges Serbien, in der Stadt Niš geboren. Über seine Jugend ist wenig bekannt.
Nachdem Konstantius 293 in Diokletians Tetrarchie Caesar geworden war, war Konstantin zuerst am Hof von Diokletian und dann mit Galerius im Krieg an der Donau.
305 gelang es ihm, seinen Vater in England aufzusuchen, wo er sich auf dessen Feldzug gegen die Picten und Schotten so auszeichnete, dass er nach dessen Tod 306 von den Truppen zum Caesar ausgerufen wurde. Seine Mitkaiser in der Tetrarchie waren Galerius (305-311), Severus (306-307), Maxentius (306-312), Domitius Alexander (308-309), Maximinus Daia (308-313) und Licinius (308-324).
307 lässt er sich von seiner ersten Frau Minervina, der Mutter seines Sohns Crispus (305-326) scheiden und heiratet Fausta, die Tochter Kaiser Maximians.
Als Caesar blieb er zuerst in seinen Provinzen Gallien und Britannien (er residierte unter anderem im damals gallischen Trier) und überließ den Mitkaisern Galerius und Severus die Plänkeleien mit Maxentius und Domitius Alexander. Konstantin musste sich aber nach dem Tod von Galerius (311) mit Maxentius auseinandersetzen, den er 312 in der Schlacht bei der Milvischen Brücke besiegte, wobei er nach der Legende am Abend vorher eine Christuserscheinung hatte.
313 traf Konstantin mit Licinius, dem Kaiser des Ostens zusammen und Licinus heiratete Konstantia, die Lieblingsschwester Konstantins. Beide verabschiedeten das Toleranzedikt von Mailand, das das Christentum den anderen Religionen gleichstellte und folglich den Christen im ganzen Reich freie Ausübung ihrer Religion zusicherte.
Konstantin selbst bekennt sich nicht öffentlich zum Christentum: auf dem Triumphbogen, der seinen Sieg an der Milvischen Brücke feiert, fehlen wohl die sonst üblichen heidnischen Opfer, aber ebenso alle christlichen Symbole. Die Siegesgöttin Viktoria und der Sonnengott sind dargestellt.
In den folgenden Jahren bekommt es Konstantin mit der Kirche in Afrika zu tun, die sich in traditionelle Kirche und Donatisten gespalten hatte.
323 kam es zum Konflikt unter Konstantin und seinem Mitkaiser und Schwager Licinius. Licinius unterlag (er wurde 325 von Konstantin hingerichtet), und damit war Konstantin alleiniger Herrscher des römischen Reichs. Seine drei Söhne Konstantin II., Konstantius und Konstans werden schon einige Jahre vor seinem Tode Cäsaren.
Er verlegte seinen Regierungssitz von Rom in den Osten, in die alte griechische Stadt Byzanz (heute İstanbul), die er prächtig ausbaute und 330 feierlich einweihte. Die neue Hauptstadt wurde erst offiziell als Neu-Rom bezeichnet, aber bald Konstantinopel genannt (aus Konstantin und griechisch πολις polis - Stadt).
Im Osten waren die Christen zahlreicher als in Rom (trotzdem stellten sie ebenso dort eine Minderheit dar), so konnte Konstantin sich in den letzten vierzehn Jahren seiner Regierung offen als Christ bezeichnen. Seine Protektion der Christen (in der modernen Forschung spricht man von der Konstantinischen Wende) gegenüber den Heiden löste zahlreiche Bekehrungen am Hofe aus.
325 berief er in Nicäa das erste ökumenische Konzil ein. Dieses lehnte einen von Konstantin unterstützten Kompromissvorschlag ab und entschied mit dem Bekenntnis von Nicäa klar gegen Arius. Konstantin, der weniger theologische als politische Ziele verfolgte, schickte in der Hoffnung auf eine Konsolidierung des Reiches Arius in die Verbannung.
Der arianische Streit war dadurch allerdings nicht beigelegt. Unter dem Einfluss seiner Schwester Konstantia und deren arianischem Hofbischof Eusebius von Nikomedia sowie seines Biografen Eusebius von Caesarea wechselte Konstantin die Seiten, verbannte Athanasius, den Gegenspieler von Arius und ließ Arius aus der Verbannung zurückrufen.
326 kommt es zu einem privaten Skandal: Konstantin tötet seinen ältesten Sohn Crispus und knapp darauf seine Frau Fausta. Die Erklärungen dafür variieren: nach einer Geschichte soll Fausta Crispus beschuldigt haben, ihr nachzustellen, worauf Konstantin seinen Sohn tötete und als er dann feststellte, dass die Anklage falsch war, ebenso die Urheberin der Intrige. Im Nachhinein sah Konstantin die Sache als Todsünde, die nur in der Taufe vergeben werden konnte.
Kurz vor Beginn eines Feldzugs gegen die Sassaniden erkrankte Konstantin schwer und starb bald darauf. Wie es damals üblich war, hatte sich Konstantin erst knapp vor seinem Tod vom arianischen Bischof Eusebius von Nikomedia taufen lassen.
Die Konstantinische Schenkung, nach der er von Papst Silvester I. getauft wurde und diesem bzw. der katholischen Kirche zahlreiche materielle und immaterielle Privilegien zugesprochen hat, wurde schon im 10. Jahrhundert als Fälschung verdächtigt Otto III., was im 15. Jahrhundert endgültig bewiesen werden konnte.

 2 Konstantin in der Beurteilung der Nachwelt

Als bedeutende Gestalt in einer entscheidenden Epoche der Geschichte ist Konstantin wie auch von der Kirche einerseits, als ebenso von Kirchengegnern und radikal anti-katholischen Christen andererseits instrumentalisiert worden, um unterschiedliche Sichtweisen zu begründen - dabei wurden allerdings von beiden Seiten Argumente aufgeführt, die bis heute historisch nicht belegbar sind. Offen ist z.B., was Konstantin unter Christentum verstand, ob er persönlich gläubiger Christ war und seit wann, ob er theologisch auf der Seite der Trinitarier oder der Arianer stand oder gleichgültig gegenüber beiden theologischen Richtungen war.
Sein Biograph Eusebius war ihm zu Recht immens dankbar für das Ende der Christenverfolgungen, die er selbst erlebt hat, und schildert ihn als sehr heiligen Christen mit dramatischer Bekehrung vor der Schlacht an der Milvischen Brücke - mit Vision, Traum, Pauken und Trompeten. Nach dem diesbezüglichen Triumphbogen und späteren Münzen ist er allerdings nicht Christ - es gibt da einige Hinweise auf den gleichfalls monotheistischen Mithraskult. Jedenfalls zeigt er sein Christentum im überwiegend heidnischen Westen nicht offen - im mehrheitlich christlichen Osten stellt er sich als Christ hin und bezeichnete sich als Isapostolos - als ...den Aposteln gleich. In beiden Fällen ist offen, was Politik ist.
Daneben gibt es Hinweise, dass er sich traditionsgemäß als Gottkaiser gesehen hat - wobei durchaus denkbar ist, dass er sich trotzdem als Christ fühlte und sich einfach nicht so sehr um theologische Feinheiten kümmerte.
Seine Mutter, Flavia Iulia Helena Augusta, dürfte Christin gewesen sein - bei ihr gibt es viele Aktivitäten, die sich sonst nicht erklären lassen (Bau von Kirchen wie zum Beispiel die berühmte Geburts- sowie die Grabeskirche, Reise ins Heilige Land usw.).
In der orthodoxen Kirche wird Konstantin als Heiliger verehrt. In der katholischen Kirche ist er wohl im Kalender aufgeführt, gilt aber nicht als Heiliger - vermutlich wegen der Verlegung der Hauptstadt nach Konstantinopel. Im Byzantinischen Reich galt Konstantin als das Ideal eines gerechten und starken Herrschers.
Siehe ebenso:
· Portal und Themenliste Rom
· Konstantinische Schenkung
· Konstantin I., Patriarch von Konstantinopel (675-677)
· Papst Konstantin I., Papst von 708-715
· Konstantin I., König von Schottland, 863-877
· Konstantin I., König von Armenien, 1297-1300
· Konstantin I., König von Giechenland, 1913-1917
Infos zu Ilexikon.com
Wir hoffen dass Sie alle gewünschten Informationen zum Begriff 'Konstantin I. (Rom)' gefunden haben. Alle Informationen zur Definition des Begriffs Konstantin I. (Rom) und zur Bedeutung des Wortes Konstantin I. (Rom) werden Ihnen kostenlos bereitgestellt. Unser Traffic und unsere Programmierarbeit finanziert sich ausschließlich durch Werbeeinnahmen. Wir danken für Ihren Besuch und hoffen dass Sie unser Portal zusätzlichempfehlen.

 Weiteres zu dem Artikel


Sie möchten die Besucher Ihrer Internet-Seite auf weiterführende Definitionen und Informationen zum
Thema "Konstantin I. (Rom)" aufmerksam machen? Dann platzieren Sie doch einfach folgenden Link auf Ihre Homepage:

<a href="http://www.ilexikon.com/Konstantin_I._(Rom).html" title="Definition und Informationen zu dem Thema Konstantin I. (Rom)">Konstantin I. (Rom)</a>
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Konstantin I. (Rom) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Inhalte. In der Wikipedia ist eine Autorenauflistung verfügbar.