Konstantius war schon zu Lebzeiten seines Vaters zum
Caesar ernannt und mit der Verwaltung des östlichen Reichsteils betraut worden. Nach Konstantins Tod erhielt er mit
Thrakien die Hälfte des einmal von seinem ermordeten Vetter Dalmatius verwalteten Reichsteils und teilte sich von nun an die Herrschaft mit seinen Brüdern
Konstantin II. und
Konstans. Nachdem Konstantin II. schon
340 starb und Konstans
350 dem
Usurpator Magnentius zum Opfer fiel, herrschte Konstantius II. ab seinem endgültigen Sieg über Magnentius im Jahre
353 über das Gesamtreich.
Konstantius war im
Arianischen Streit entschieden auf der Seite der Arianer. Insbesondere nach 350 arbeitete er gezielt darauf hin, dem Arianismus zum Sieg zu verhelfen, u.a. indem er die Konzilien von Sirmium,
Arles Mailand und Beziers einberief und ihre Entscheidungen mehr oder weniger diktierte.
Die an verschiedenen Fronten gegen die
Germanen und
Perser geführten Kriege zwangen Konstantius, seine letzten verbliebenen Verwandten Constantius Gallus (
350) und
Julian als Unterkaiser einzusetzen. Letzterer folgte ihm schließlich
361 nach, nachdem ein Bürgerkrieg unter den beiden Kaisern nur durch Konstantius' Tod verhindert worden war.