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|  | | Encyclopédie ou Dictionnaire raisonné des sciences, des arts et des métiers |
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Inhaltsverzeichnis | |
6 Literatur
7 Weblinks
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Titelseite der "Encyclopédie" von Diderot und d'Alembert von 1751-1772
Die Encyclopédie ou Dictionnaire raisonné des sciences, des arts et des métiers wurde als eine Sammlung des gesamten Wissens der Zeit konzipert; d'Alembert definierte "Enzyklopädie" hier als "dictionnaire raisonné" ("Komplexes Wörterbuch").
Die Herausgeber beschreiben das Vorhaben der Encyclopédie folgendermaßen:
- "Bei der lexikalischen Zusammenfassung alles dessen, was in die Bereiche der Wissenschaften, der Kunst und des Handwerks gehört, muss es darum gehen, deren gegenseitige Verflechtungen sichtbar zu machen und mithilfe dieser Querverbindungen die ihnen zugrunde liegenden Prinzipien genauer zu erfassen [...] es geht darum, die entfernteren und näheren Beziehungen der Dinge aufzuzeigen, aus denen die Natur besteht und die die Menschen beschäftigt haben, ein allgemeines Bild der Anstrengungen des menschlichen Geistes auf allen Gebieten und in allen Jahrhunderten zu entwerfen." (aus dem "Discours préliminaire" der Encyclopédie von d'Alembert)
- "Tatsächlich zielt eine Enzyklopädie darauf ab, die auf der Erdoberfläche verstreuten Kenntnisse zu sammeln, das allgemeine System dieser Kenntnisse den Menschen darzulegen, mit denen wir zusammenleben, und es den nach uns kommenden Menschen zu überliefern, damit die Arbeit der vergangenen Jahrhunderte nicht nutzlos für die kommenden Jahrhunderte gewesen sei; damit unsere Enkel nicht nur gebildeter, sondern gleichzeitig ebenso tugendhafter und glücklicher werden, und damit wir nicht sterben, ohne uns um die Menschheit verdient gemacht zu haben." (im Artikel "Encyclopédie" von Diderot)
In einem Brief an seine Freundin Sophie Volland erörterte Diderot die aufklärerische Zielsetzung weiter:
- "Dieses Werk wird sicher mit der Zeit eine Umwandlung der Geister mit sich bringen, und ich hoffe, dass die Tyrannen, die Unterdrücker, die Fanatiker und die Intoleranten dabei nicht gewinnen werden. Wir werden der Menschheit gedient haben [...]"
Die Veröffentlichung der Encyclopédie wurde 1772 mit dem 28. Band abgeschlossen; das monumentale Werk enthält in 17 Textbänden mit durchschnittlich 950 zweispaltigen Seiten und auf rund 18.000 Seiten Text 71.818 Artikel und 2.885 Illustrationen, elf Bände bestehen ausschließlich aus Bildtafeln mit 2.575 Erläuterungen zu den Abbildungen. Insgesamt sind 20.736.912, darunter 391.893 verschiedene Wörter enthalten (vgl. [1] (http://www.kfunigraz.ac.at/ub/ausstellungen/encyclopedie/encyclopedie.html)).
Ergänzt wurde das Werk durch vier (fünf [?]) Ergänzungsbände (erschienen von 1776 bis 1777) und ein zweibändiges Register (erschienen 1780).
Der Stammbaum des menschlichen Wissen zu Beginn von Band 1 der "Encyclopédie" (Des connoissances humaines. Entendement: Memoire, Raison, Imagination)
Das Werk erhob den Anspruch, die gesamten menschlichen Aktivitäten am Maßstab der Vernunft zu messen und hinterfragbar zu machen. Die Encyclopédie verstand sich in diesem Sinne als Werk der Aufklärung, das das Wissen der Welt nach philosophischen Gesichtspunkten organisiert. Sowohl die Methoden Aquinos als ebenso Cartesius' werden verworfen und einzig die empiristische Herangehensweise John Lockes und Isaac Newtons als maßgeblich angesehen. Das Werk wurde deshalb während seiner gesamten Frühgeschichte der Gottlosigkeit verdächtigt und mehrere Anträge auf sein Verbot und seine Zensur gestellt. Faktisch entstand ein Publikationsmodus bei dem das Buch nicht offiziell erlaubt war, allerdings weitgehend problemlos vertrieben werden konnte.
Erstmals wird in der Encyclopédie das Handwerk enzyklopädisch gewürdigt; sie enthält ausführliche Beschreibungen sowie zahlreiche Abbildungen von Geräten, Werkzeugen, Maschinen und Werkstätten.
Veröffentlichungsdaten der Textbände:
| · | A - Azymites: Juni 1751
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| · | B - Cézimbra: Januar 1752 (datiert 1751)
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| · | Cha- Consécration: Oktober 1753
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| · | Conseil - Dizier, Saint: Oktober 1754
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| · | Do - Esymnete: November 1755
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| · | Foang- Gythium: November 1757
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| · | H - Itzehoa: Dezember 1765
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| · | Ju - Mamira: Dezember 1765
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| · | Mammelle - Myva: Dezember 1765
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| · | N - Parkinsone: Dezember 1765
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| · | Parlement - Potytric: Dezember 1765
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| · | Pomacies - Reggio: Dezember 1765
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| · | Reggio - Semyda: Dezember 1765
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| · | Sen - Tchupriki: Dezember 1765
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| · | Teanum - Vénerie: Dezember 1765
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| · | Vénérien - Zzuéné plus 'Articles omis': Dezember 1765
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Veröffentlichungsdaten der Tafelbände:
| · | (18) Erster Tafelband: 1762
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| · | (19) Zweiter Tafelband, erster Teil: 1763
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| · | (20) Zweiter Tafelband, zweiter Teil: 1763
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| · | (21) Dritter Tafelband: 1765
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| · | (22) Vierter Tafelband: 1767
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| · | (23) Fünfter Tafelband bzw. sechster Band: 1768
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| · | (24) Sechster Tafelband bzw. siebter Band: 1769
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| · | (25) Siebter Tafelband bzw. achter Band: 1771
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| · | (26) achter Tafelband bzw. neunter Band: 1771
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| · | (27) neunter Tafelband bzw. zehnter Band: 1772
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| · | (28) zehnter Tafelband bzw. elfter Band: 1772
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2.3 Verlegerische Erfolge
Frontispiz der "Encyclopédie"
Die Encyclopédie war ein enormer finanzieller Erfolg; bis 1789 wurden rund 25.000 Exemplare in verschiedenen Ausgaben abgesetzt. Die Verleger veränderten dabei teilweise großzügig die Texte eines Werks, dass ebenso von seinen Autoren teilweise als fehlerhaft und überarbeitungsbedüftig angesehen wurde. Einige Verleger versuchten gleichfalls, den als ketzerisch empfundenen Inhalt zu entschärfen und als kritisch angesehene Textpassagen durch orthodoxere, kirchentreuere zu ersetzen. Dazu ein Vergleich: Eine Enzyklopädie galt als sehr siegreich, wenn ungefähr 2.000 Exemplare verkauft wurden; ungefähr 1.500 Subskribenten reichten zum Beispiel zur Finanzierung des Zedler aus, die Encyclopédie hatte allerdings wenigstens 4.000 Subskribenten.
Bedeutende Folgewerke der Encyclopédie:
| · | Der Verleger Charles Joseph Panckoucke versuchte mit der Encyclopédie méthodique eine Neubearbeitung und Aufteilung der Encyclopédie Diderots und d'Alemberts in verschiedene Fachlexika vorzunehmen; er teilte den Stoff dafür auf 50 Sachgebiete auf. Zwischen 1781 (1782 [?]) und 1832 erschienen immerhin 167 Bände, dann gab Panckoucke das Vorhaben auf.
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Die Encyclopédie ou Dictionnaire raisonné des sciences, des arts et des métiers, par une Société de Gens de lettres ist heute unter anderem im Rahmen des ARTFL-Projektes im Internet zugänglich unter:
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