Die erste Nummer des Osservatore Romano erschien am
1. Juli 1861 in
Rom. Sie wurde vom damaligen stellvertretenden "Innenminister" der päpstlichen Regierung, Marcantonio Pacelli, dem Großvater von
Pius XII. ins Leben gerufen. Die ersten Nummern hatten einen Umfang von vier Seiten. Ende des Jahres 1861 wurde der Untertitel
moralische Zeitung aufgegeben, und unter dem Zeitungskopf erschien das obendrein heute
verwendete Motto: UNICUIQUE SUUM - NON PRAEVALEBUNT.
Die Redaktion der deutschsprachigen Ausgabe, die am 8. Oktober 1971 ihre Arbeit aufgenommen hatte, nahm nach und nach an Umfang zu. Ab dem 3. Januar 1986 wurde der Druck der Zeitung zum Schwabenverlag nach Deutschland verlegt.
Indem der Vatikan eine eigene Zeitung herausgibt und ebenso einen weltweiten Rundfunksender
Radio Vatikan unterhält, zeigt das
Papsttum seine prinzipielle Wertschätzung der modernen
Massenkommunikationsmittel, die jederzeitnochmal in päpstlichen Verlautbarungen ausgedrückt wurde. Obwohl die Auflage des Osservatore verhältnismäßig klein ist, gehört die Zeitung doch zu den meistbeachteten der Weltpresse, da in ihr nicht nur die Worte des Papstes abgedruckt werden, sondern sie ebenso die offizielle Meinung der Kurie wiedergibt.
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