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|  | | Marseille - Definition und Bedeutung |
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Das Marseiller Stadtwappen
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Inhaltsverzeichnis | |
7 Weblinks
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Marseille liegt unter 0 und 160 m ü. NN hoch. Das Hinterland ist gebirgig und findet seine höchste Erhebung im 710 m hohen Croix de Garlaban. Im Nordwesten grenzt die Stadt an die Chaîne de l'Estaque, einer aus Kalkfelsen bestehenden Bergkette hinter l'Estaque, die den Étang de Berre, ein großes salzhaltiges Binnengewässer, vom Meer abtrennt. Von dort aus sind es ungefähr 20 Kilometer zum für den Süden Frankreichs bedeutenden, da zentral gelegenen Flughafen Marignane. Neben ihm beginnt westlich der Étang de Berre, ein großes, allerdings salzhaltiges (auch zur Muschelzucht erforderliches) Binnengewässer.
Historische Karte von Marseille
Nachdem Protis an Land gegangen war, um sich mit der schönen Ligurerin Gyptis zu vereinen, ward Marseille gegründet. Protis war Phäake, und die Phäaken, dieses Seefahrervolk von der Insel Scheria, hatten nicht nur einen gastfreundlichen König namens Alkinoos, der den schiffbrüchigen Odysseus aufnahm, um ihn dann in seine Heimat Ithaka zu geleiten. Er hatte ebenso eine schöne Tochter. Nausikaa war es, die den gestrandeten Odysseus fand und ins Haus ihres Vaters führte. Marseille wurde also von der Liebe gegründet.
Um das Jahr 545 erfolgte - nach der Flucht aus Phokaia durch Harpagos (einen Meder bzw. Perser, Statthalter des Königs Kyros) - ein erneuter Zuzug aus der Mutterstadt. (Hdt. 1,163,1-1,165,4, Solin. II,77, Liv. V,34,7-8).
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1750 bis 1910
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1920 bis 1962
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1968 bis 1999
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| · | von 1986 bis 1995 Robert Vigouroux (wiedergewählt 1989) und
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| · | seit 1995 Jean-Claude Gaudin (wiedergewählt 2001).
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3.2 Städtepartnerschaften 4 Kultur und Sehenswürdigkeiten
Das Musée des Beaux-Arts mit seinen Malereien aus dem 18. und 19. Jahrhundert und das Musée d'Histoire Naturelle mit seinen zoologischen und geologischen Ausstellungen befindet sich in den Seitenflügeln des Palais Longchamp (siehe Bauwerke). Das Musée d'Archéologie Méditerrannéenne und Musée d'arts Africains, Océaniens et Amérindiens befinden sich im Vieille Charité.
Alter Hafen mit Blick auf die Notre-Dame de la Garde
Der im Zentrum gelegene Alte Hafen Vieux Port bzw. am Quai des Belges gelegene Fischmarkt ist entgegen den Berichten von Reisebüros und Journalisten nicht der zentrale Treffpunkt der Stadt; es sei denn, man bewertet die Tatsache als entscheidend, daß von dort aus die (die kleinen, also alltäglich versorgenden oder die touristischen) Schiffe zu den Inseln hinausfahren: in Richtung der ÃŽles d’Frioul, nach Château d’If oder nach Cassis. Hier findet wohl wirklich und täglich ein Treffen unter Hausfrauen und Fischern bzw. deren fischverkaufenden Frauen insofern statt, als die einen einkaufen und die anderen verkaufen (vor allem an Samstagen, da an Wochenenden in der Familie gegessen wird), doch es sind höchstens vier bis fünf Tische, manchmal vielleicht ebenso sechs aufgebaut, an denen frische Mittelmeerfische verkauft werden. Die Marseillais kaufen ihren Fisch sonst lieber im Supermarkt (frisch aus dem Atlantik oder sonstwoher, möglicherweise am Markt, an dem längst nicht mehr nur die örtlichen Araber einkaufen, in der Rue Longue des Capucins, wo es annähernd alles und höchst preiswert gibt) oder aber die Meeresfrüchte (Muscheln, Schnecken usw.) bei Toinou am Cours Saint-Louis. Unweit des Vieux Port, ungefähr zur Mitte der Strecke zum Cours Saint-Louis hin, leicht schräg gegenüber der Place du Général de Gaulle (ein paar Meter von der Stadtinformation Office du Tourisme) befindet sich ebenso die Börse (Bourse de Marseille) aus den Jahren 1852 bis 1860.
Vom Alten Hafen aus zieht sich die ungefähr ein km lange Canebière (provenzal. Canabiero = Cannabis - Hanf wurde hier gehandelt, daher der Name) –, eine ehemalige Prachtstraße des 19. und anfänglichen 20. Jahrhunderts, endgültig verbleichend während der sechziger und siebziger Jahre, zur Église Saint-Vincent de Paul, der Kirche der Reformierten, hin. An ihrem Ende, nordöstlich der Kirche findet sie mit dem Boulevard Longchamp' ihre Fortsetzung, der zum Palais Longchamp mit seiner Brunnenanlage führt. Die Canebière ward von stattlichen Geschäftshäusern und Cafés gesäumt und früher häufig mit dem Pariser Champs-Élysées verglichen. Die einstige Prachtstraße hat sich allerdings heute in eine unglaublich lärmende und stinkende Rennstrecke gewandelt, ohne den Charme von einst. Derzeit ist man seitens der Stadt bemüht, nochmal ein wenig der alten Zeit zu rekonstruieren, ungefähr am Noailles, einem ehemaligen Hotel der einstigen Pracht, durchaus ebenso an anderen Orten. Nordöstlich von Noailles (auch seitlich gelegene Metro-Station) besteht offenbar kaum Interesse an Rekonstruktionsarbeiten.
Das nördlich des Alten Hafens gelegene, zu fuße des Alten Hafens gelegene Quartier du Panier ist – entgegen ständig wiederholter Verlautbarungen – nicht abgerissen! Das von den Einheimischen knapp Panier genannte, das 2. Arrondissement, ist das alte Marseille, das hinter dem barocken Rathaus Mairie/Hotel de Ville liegt. Es lebt – in Form des klassischen Marseille: einer Ur-Bevölkerung, die sich im Laufe der Jahrhunderte bzw. -tausende aus Menschen zusammensetzte bzw. -setzt, deren Abstammung aus dem gesamten Mittelmeerraum erfolgt ist. In den Büchern von Jean-Claude Izzo, dem einheimischen Journalisten und Schriftsteller, wird dies jederzeitnochmal sacht erwähnt.
Eine knappe Beschreibung des vermeintlichen Abrisses des Quartier du Panier:
Es entstanden an der nördlichen Seite des Alten Hafens, am Quai du Port, exakt gegenüber von Notre-Dame de la Garde, in den sechziger/siebziger Jahren fünfstöckige Reißbrett-Häuser; architektonische Mißgeburten, wie sie nicht nur aus Frankreich bekannt sind. Dahinter befindet sich eine zusätzliche Reihe Wohnhäuser: verunglückte, mißbrauchte Bauhaus-Nachläufer, eine Art in die Länge und die Höhe gezogener Kleinteiligkeit, die sich in erkerförmigen Backsteinapplikation ausdrückt; ein zu dieser und ebenso späterer Zeit für das ganze Land ungewohnter Anblick. Der beiden Reihen Vorgänger aus dem 18. Jahrhundert wurden im Januar 1943 von den Deutschen geschleift, um so die sich dort versteckenden Juden (und die Résistance gleich mit) eliminieren zu können. Das kam den Stadtplanern von Marseille allerdings recht, denn die hatten hier schon in den dreißiger Jahren einen planerischen Kahlschlag vorgesehen (wie man ihn aus der französischen Sanierungs-Tradition kennt, ungefähr aus Paris, als der Architekt und Städteplaner Hausmann kontra-revolutionär sanierte; man kann dessen Taten ebenso überall in Marseille sehen). Unglücklicherweise erinnern sie an deutsche Gebäude der dreißiger Jahre. Anzumerken ist: Ein paar hundert Jahre zuvor hatten es die Marseillais allerdings selbst vorgemacht, wie man sogenannte Kriminelle wegsaniert – zum Beispiel den über die Ufer getretenen Hafenstrich ...
Hinter diesen erwahnten riesigen Blöcken liegt das Panier mit Häusern, wohl überwiegend aus dem 18. Jahrhundert, aber eben ebenso sehr viel älter. Dieses Viertel ist alte Kern von Marseille. Wenn das quasi klassische, das antike Marseille ebenso unter diesen Gemäuern liegen dürfte. Manchmal lugt es unter den Häuserritzen hervor, wenn man sie mit Muße durchstreift: ungefähr von der Place du Lenche (eine Art Dorfmittelpunkt, den man erreicht, indem man die beiden häßlichen Häuserreihen durchgangen, duchstiegen hat)) aus über die Straßen genannten Gassen Rue de l’Évêché, dann nach rechts durch die Rue du Petits Puits in Richtung Vieille Charité, dem ehemaligen Krankenhaus der Armen und der heutigen Kult(ur)stätte der gebildeteren Stände. Oder es blitzt auf wie bei Notre-Dame des Accoules an der Place Daviel, von der Revolution entweiht und erst seit ungefähr siebzehn Jahren als Kirche nochmal in Betrieb – unten grundmassive, tiefgläubige, vierkantige Romanik, obendrauf beinahe zuckergußartige höfische späte Gotik.
Ein beliebter Tagesausflug führt nach Cassis mit seinen malerischen Steilbuchten. Diese, südostlich von Marseille gelegene Ortschaft erreicht man auf dem Wasserweg ebenso mit Schiffen, die am Vieux Port ablegen.
5 Wirtschaft und Infrastruktur
Durch den TGV ist Marseille seit 2001 von dem fast 800 km entfernten Paris nur drei Stunden entfernt. Die U-Bahn Marseille verfügt über zwei Linien. Der Flughafen Aéroport Marseille-Marignane befindet sich 20 km nordwestlich der Stadt.
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