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|  | | Lachgas - Definition und Bedeutung |
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| Strukturformel
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| Allgemeines
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| Name | Distickstoffoxid
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| Summenformel | N2O
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| Andere Namen | Lachgas, Stickoxydul, E 942
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| Kurzbeschreibung | farbloses Gas
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| CAS-Nummer | 10024-97-2
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| Sicherheitshinweise
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 O (brandfördernd)
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| R- und S-Sätze | R 8 S 9 - 17
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| Handhabung | Kein Öl oder Fett benutzen. Eindringen von Wasser in den Gasbehälter verhindern. Von Zündquellen fernhalten.
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| Lagerung | Behälter bei weniger als 50°C an einem gut gelüfteten Ort lagern.
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| MAK | 100 ml/m3
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| LD50 (Ratte) | x mg/kg
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| LD50 (Kaninchen) | x mg/kg
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| Physikalische Eigenschaften
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| Aggregatzustand | gasförmig
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| Farbe | farblos!
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| Dichte | 1,85 kg/m³
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| Molmasse | 44,01 g/mol
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| Schmelzpunkt | -90,86 °C
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| Siedepunkt | -88,48 °C
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| Dampfdruck | 5080 kPa bei 20 °C
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| Weitere Eigenschaften
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| Löslichkeit | 1,305 l/l Wasser bei 0 °C 0,596 l/l Wasser bei 25 °C
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| Gut löslich in | Wasser
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| Schlecht löslich in | Lösungsmittel
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| Unlöslich in | Lösungsmittel
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| Thermodynamik
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| ΔfH0g | 82,05 kJ/mol
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| ΔfH0l | in kJ/mol
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| ΔfH0s | in kJ/mol
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| S0g, 1 bar | 219,96 J/mol·K
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| S0l, 1 bar | in J/mol·K
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| S0s | in J/mol·K
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SI-Einheiten wurden wo möglich verwendet. Wenn nicht anders vermerkt wurden Normbedingungen benutzt.
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Lachgas ist der Trivialname für Distickstoffoxid, das zur Unterscheidung von anderen Stickoxiden ebenso Distickstoffmonoxid genannt wird. Die chemische Summenformel für das farblose Gas ist N 2O. In älterer Literatur wird Distickstoffoxid ebenso als Stickoxydul bezeichnet.
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Inhaltsverzeichnis | |
6 Weblinks
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Der erste Zahnarzt, der Lachgas als Narkosemittel verwendete, war Horace Wells in Hartford, Connecticut. Er setzte das Gas ab dem Jahr 1844 für Zahnextraktionen ein, nachdem er die analgesierende Wirkung zufällig bei einer der Vergnügungsanwendungen beobachtet hatte, die damals auf Jahrmärkten üblich waren.
Lachgas ist nicht brennbar, kann aber andere Stoffe oxidieren. Daher wirkt es brandfördernd. Es ist recht gut in Wasser löslich. Die Herstellung erfolgt durch thermische Zersetzung von Ammoniumnitrat NH 4NO 3 oder durch Reaktion von Ammoniak mit Salpetersäure.
Ökologisch ist Lachgas völlig unproblematisch, weil es im UV-Licht der Sonne zu Stickstoff und Sauerstoff zerfällt. Es ist als Lebensmittelzusatzstoff unter der Bezeichnung E 942 als Treibgas, z.B. für Schlagsahne, zugelassen.
Lachgas wird nicht nur direkt vom Menschen freigesetzt, sondern ebenso indirekt durch intensive Landwirtschaft. Wenn im Boden Sauerstoffmangel herrscht, dann wird Stickstoffdünger durch Bakterien in Lachgas umgewandelt.
Beim Einatmen wirkt Lachgas stark schmerzstillend und schwach narkotisch. Analgetische Effekte treten ab einer Konzentration von ca. 20 Prozent Distickstoffoxid in der Atemluft auf. Der Name Lachgas rührt von Verkrampfungen des Zwerchfells her, die beim Einatmen entstehen können und für Außenstehende wie Lachen wirken. Es können Halluzinationen auftreten. Der Geruch ist süßlich.
| · | In der Medizin wird Lachgas als analgetisch (gegen den Schmerz) wirkendes Gas zu Narkosezwecken benutzt. Es ist das älteste und eines der nebenwirkungsärmsten Narkosemittel überhaupt. In der modernen Anästhesie wird die Wirkung des Lachgases durch Zugabe von anderen Narkosemitteln und Sauerstoff optimiert.
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| · | In der Nahrungsmitteltechnik wird Lachgas aufgrund seiner sterilisierenden Wirkung als Treibgas benutzt, vorzugsweise für Milchprodukte.
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| · | In der Drogenszene findet Lachgas wegen seiner halluzinogenen Wirkung und der leichten Verfügbarkeit mißbräuchliche Verwendung. Das Gas wird in der Regel in Luftballons abgefüllt und aus diesen konsumiert. Der Rausch dauert bis zu fünf Minuten an, dessen Wirkung mit starker Euphorie, Kribbeln in den Gliedmaßen und traumartigen Halluzinationen beschrieben wird. Durch Sauerstoffmangel drohen akute Nebenwirkungen wie Bewußtlosigkeit und Atemstillstand. Bei dauerhaftem Konsum wurden Nervenschäden infolge Vitamin B12-Mangels nachgewiesen.
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| · | In der Antriebstechnik wird Lachgas zur Ankurbelung des Verbrennungsprozesses in Benzinmotoren, der sogenannten "Lachgas-Einspritzung" verwendet. Infolge dieser "Tuning"-Maßnahme kann die Leistung des Motors knappfristig gesteigert werden.
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| · | In der Raketentechnik wird Lachgas in Hybridraketen, wie dem SpaceShipOne von Scaled Composites als Sauerstoffträger eingesetzt. Bei dieser Anwendung hat es den Vorteil, dass es ohne Kühlung schon durch den Druck flüssig wird, und dass es dabei einen höheren Druck als den in der Brennkammer aufbaut. Daher benötigt man für den Einsatz in Raketen nur ein Drosselventil, allerdings keine Treibstoffpumpe oder aufwändige Kryotechnik.
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Bei der Verwendung von großen Gasflaschen in engen, geschlossenen Räumen besteht Erstickungsgefahr. Lachgas ist brandfördernd. Daher dürfen bei Verwendung von Lachgas keine offenen Flammen vorhanden sein. Lachgas kann Asthma-Anfälle auslösen. Besondere Gefahren beim Missbrauch als Droge: Falls Lachgas direkt aus Kapseln oder Gasflaschen eingeatmet wird, können die Lippen festfrieren, da aufgrund der Entspannung des unter Druck stehenden Gases eine Abkühlung stattfindet. Zudem können Lachgaskapseln mit Kohlenstoffdioxid-Kapseln (CO 2) verwechselt werden. Bei einer solchen Verwechslung besteht akute Erstickungsgefahr.
Wichtigste Maßnahme ist Frischluft. Da das Gas schnell nochmal aus dem Körper gelangt, finden Rettungsdienste meist keine akuten Vergiftungerscheinungen vor. Die Patienten sind mit Sauerstoff zu beatmen.
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