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|  | | Nachschlagewerk - Definition und Bedeutung |
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Ein Nachschlagewerk ist eine zur Fachliteratur zählende Datensammlung, die nach bestimmten systematischen oder alphabetischen Kriterien aufgestellt ist, bzw. durchsucht werden kann.
Immer mehr Nachschlagewerke erscheinen nicht nur in Buchform, sondern ebenso als CD-ROM oder DVD, häufig sind sie, wie die Wikipedia, ebenso online im Web verfügbar, einige davon allerdings, im Gegensatz zur Wikipedia, nur gegen eine Benutzergebühr.
Die Inhalte der Nachschlagewerke sind einzuteilen in:
| · | Tabellen und Listen - zum Beispiel - alphabetische, chronologische oder geographische Übersichtsdarstellungen, häufig ebenso mit Grafik kombiniert.
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Man unterscheidet grob, wobei Überschneidungen möglich sind:
Die Bezeichnung Lexikon wird wie auch für enzyklopädische Nachschlagewerke (Sachwörterbuch) als ebenso für Sprachwörterbücher verwendet. In der Regel werden Enzyklopädien mit einem begrenzten Fachumfang ( Fachlexika) eher als Lexikon bezeichnet (z.B. Computerlexikon, Tierlexikon wie Brehms Tierleben oder Künstlerlexikon wie der Thieme/Becker).
sprachzentriert, einsprachig oder meistens zweisprachig, ebenso mehrsprachig (als Übersetzung) - im Sinne eines Diktionärs (schweiz.), häufig allerdings fälschlicherweise ebenso als Lexikon bezeichnet. Spezielle Wörterbücher, die sich mit der Herkunft der Wörter befassen, bezeichnet man als etymologische Wörterbücher. Eine Spezialität ist ein Fremdwörterbuch, oder Fachwörterbuch. Ein besonders umfangreiches Fachwörterbuch wird zum Fachlexikon. In der deutschen Sprache ist der Duden das wohl meist verwendete Wörterbuch. Ein Wörterbuch ist aber ebenso gleichzeitig die eigentliche Grundlage von jedem guten Nachschlagewerk. Das allererste deutsche Wörterbuch war Abrogans, ein handgeschriebenes lateinisch-althochdeutsches Wörterbuch (oder ebenso Glossar ↓) aus dem 8. Jahrhundert, es gilt bisher ebenso als das erste deutsche Buch überhaupt. Das wohl umfangreichste Deutsche Wörterbuch der Gebrüder Grimm wurde schon 1838 mit dem Band 1 begonnen und erst im Jahr 1961 mit dem 32. Band abgeschlossen.
sachorientiert, allerdings meistens nicht alphabetisch, sondern thematisch gegliedert, im Sinne einer Anleitung, inhaltlich eine Ergänzung zum Lexikon. Gebrauchsanleitungen (zum Beispiel zu einem Computer oder zu einer Software werden daher als Handbücher (engl. "manual", ebenso "handbook") bezeichnet. Ein Handbuch als Lehrbuch wird häufig ebenso als Kompendium bezeichnet.
Sammlung schwieriger Wörter und Begriffe mit den dazugehörigen Erklärungen, themenzentriert, häufig ebenso nur als Anhang zu einem anderen Werk, zum Beispiel bei einem Handbuch.
legt die (Fach-)Begriffe fest, häufig ist ein Thesaurus die Grundlage eines Projektes oder einer Institution, damit alle Beteiligten ebenso jederzeitjeweilig den gleichen Terminus Technicus richtig anwenden. Der Wortschatz eines Menschen, einer Personengruppe oder eines Gebietes wird als Vokabular (Wörterverzeichnis) bezeichnet.
Ausstellungskataloge, Museumskataloge, Messekataloge, ebenso Bibliotheken, Archive und Dokumentationen erschließen ihre Bestände mit einem Katalog, oftmalsnur als Kartei oder heute in digitaler Form. Zu den meisten Kunstaustellungen erscheinen Kataloge in Buchform, häufig mit ergänzenden Information zum Thema oder Künstler. Kommerzielle Kataloge von Lieferanten, Versandhäusern oder Verlagen, ebenso das unverzichtbare VLB - ( Verzeichnis lieferbarer Bücher) - eine Bibliografie in Buchform, als CD-ROM oder online - ist so ein Katalog.
Verzeichnis von Literaturhinweisen, Bibliografien (auch Bibliographien) sind spezielle Verzeichnisse, bzw. Kataloge für die Literatursuche (Bücher, Zeitschrifen, andere Veröffentlichungen), meistens thematisch (nach Gebieten), Branchenbibliografie oder räumlich (Nachlässe, Bibliotheken) orientiert. Die Deutsche Nationalbibliografie (genauer Titel: "Deutsche Nationalbibliografie und Bibliografie der im Ausland erschienenen deutschsprachigen Veröffentlichungen") wird von der Deutschen Bibliothek erstellt und ist die größte Datensammlung deutschsprachigen Literatur. Sie erfasst alle eingesandten Pflichtexemplare der Veröffentlichungen in Deutschland. In der Schweiz und Österreich so wie in den meisten anderen Staaten gibt es ähnliche Institutionen.
meistens ein Jahrbuch zu einem bestimmten Thema, z.B. Fischer-Almanach oder Spiegelalmanach. Oft ebenso mit literarischen und künstlerischen Inhalten.
(von Bibel) ursprünglich ein Lehr- und Lesebuch, heute meistens ein Nachschlagewerk mit unterschiedlich langen, begleitenden, häufig ebenso unterhaltsamen Texten, meistens alphabetisch geordnet: PC-Fibel, Garten-Fibel usw.
Kombination eines Kalenders mit einem Nachschlagewerk, in diesem Falle chronologisch im Jahresablauf geordnet. Agenden gibt es zu vielen Themen und sie verbinden den täglichen Gebrauchswert für die Zeitplanung mit allerlei nützlichen Informationen.
ist ein Lexikon, das nicht nach dem Alphabet, sondern nach der Zeitachse gegliedert ist. In digitalen Nachschlagewerken ist diese Funktion durch gezielte Datenbankabfrage gut als Zusatznutzen möglich, die Wikipedia ist ebenso eine Chronik. Auch ein Lebenslauf oder eine Biografie, bzw. Werkbiografie ist eine besondere Chronik, Künstler-Werkverzeichnisse werden gleichfalls gerne chronologisch geordnet.
ist ein Werk, das sich nur mit einem Thema beschäftigt, entweder als Biografie, bzw. Werkmonografie einer Person oder als Nachschlagewerk zu einer Sache, einem Thema: zum Beispiel ein Kunstwerk, eine Tier- oder Pflanzenart, ein Gegenstand ("Alles über VW-Käfer").
grafisch orientiert, häufig geographisch (eine Kartensammlung), historisch, politisch, aber ebenso zum Beispiel Anatomie-Atlas, Pilz-Atlas usw. - eine Sammlung von Illustrationen mit Erklärungen.
heute ebenso gerne (englisch) Guide genannt, zum Beispiel: geografische Führer (Reiseführer oder Reisehandbuch, Tourismusbuch), Museumsführer, Ausstellungsführer, Opernführer, Restaurantführer sind Nachschlagewerke oder besondere Kataloge für eine bestimmte Thematik. Sie sind meist thematisch, allerdings häufig ebenso alphabetisch gegliedert. Ein naturwissenschaftlicher, biologischer, botanischer oder kulturhistorischer Führer könnte bei vielen Abbildungen natürlich aber ebenso als Atlas bezeichnet werden ("Botanischer Führer Mitteleuropa" oder "Atlas der Pflanzen in Mitteleuropa").
Die Verlage und Autoren sind in der Titelwahl für ihre Werke frei; so ist die Bezeichnung Glossar, Wörterbuch, Handbuch, Lexikon, Fibel, Almanach, Atlas usw. im Buchtitel nicht unbedingt mit der oben genannten Einteilung im Einklang. Es gibt ebenso sehr spezielle Fachlexika, die sich allerdings gerne selbst Enzyklopädie nennen (zum Beispiel: Hühner-Enzyklopädie), damit will man, ebenso im Marketing, den Umfang des Werkes und seine Bedeutung obendrein besonders hervorheben.
Da viele Nachschlagewerke der ständigen Aktualisierung unterliegen, werden manche umfangreichere und aufwändige Fachbücher als Loseblattwerke herausgegeben, um sie jederzeit durch zusätzliche Ergänzungslieferungen auf dem neuesten Stand zu bringen.
Dabei werden Seiten ausgetauscht oder eingefügt, bei Bedarf ebenso neue Ordner. Eine derartige Sammlung kann über Jahre hinweg zum mehrbändigen Werk heranwachsen (Normen, Gesetze, Vorschriften usw.)
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