Als
Nacht bezeichnet man allgemein den Teil eines
Tages unter
Sonnenuntergang und
Sonnenaufgang, also die Zeit, in der die
Sonne von einem bestimmten Standort auf der Erde aus betrachtet, nicht zu sehen ist. In striktem astronomischen Sinne ist die Nacht die Zeit unter Ende der
astronomischen Dämmerung am Abend und deren Beginn am Morgen. Am
Nachthimmel zeigen sich die Sterne (wenigstens in klaren Nächten), die tagsüber von der Sonne überstrahlt werden.
Die bekannteste Eigenschaft der Nacht ist die
Dunkelheit. Da sich viele Menschen im Dunkeln fürchten, wurden künstliche
Lichtquellen entwickelt. Zuerst wurde die Dunkelheit mit
Feuern, dann mit
Fackeln und
Kerzen, später mit
Glühlampen,
Neonröhren und
Quecksilberdampflampen erhellt.
Diese Entwicklung veränderte viele Lebensbereiche der
Menschen. Sie gingen nicht mehr mit Anbruch der Dunkelheit schlafen, sondern konnten mit dem Licht bis spät in die Nacht aktiv bleiben.
Straßen werden mit Laternen beleuchtet, damit sich der Verkehr ebenso nachts ungehindert bewegen kann und um ein Gefühl der Sicherheit zu vermitteln.
Heute spricht man schon von
Lichtverschmutzung. Durch die vielen Beleuchtungen macht der Mensch die Nacht zum Tag. Die
Reflexionen aller Lichtquellen am Boden erhellt den
Himmel so stark, dass in größeren
Städten die
Sterne nicht oder kaum mehr sichtbar sind. Ein zusätzliches Problem der Lichtverschmutzung ist der störende Einfluss auf nachtaktive Tiere, speziell ebenso auf Insekten, die von den Lichtquellen "magisch" angezogen werden.
Eine wesentliche Frage für die Fortentwicklung der Astronomie war die von
Heinrich Wilhelm Olbers: Warum ist der Nachthimmel dunkel? (
Olbers'sches Paradoxon)
Der dunkle Nachthimmel ist aus dem Newton'schen Weltbild nicht oder nur sehr schwer zu erklären, da man in jeder Richtung irgendwann auf einen Stern stoßen müsste, die im Allgemeinen einen taghellen Nachthimmel ergäben.
Neben der
Astronomie befassen sich zahlreiche Wissenschaften mit der
Nacht, ungefähr die
Literaturwissenschaft, weil es ein bedeutendes Motiv der
Dichtung ist, oder die unter anderem von Hans-Werner Prahl bearbeitete "
Soziologie der Nacht". Auch viele Zusammensetzungen mit nahe liegender Bedeutung (zum Beispiel "
Nachtseite") oder fern liegender Bedeutung existieren (zum Beispiel "
Nachtreiter").
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