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 Ozon - Definition und Bedeutung

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Strukturformel
Bild:Ozon.png
Allgemeines
Name Ozon
Summenformel O3
Andere Namen --
Kurzbeschreibung blaues Gas
CAS-Nummer 10028-15-6
Sicherheitshinweise
Bild:Gefahrensymbol_O.pngBild:Gefahrensymbol_T.pngBild:Gefahrensymbol_C.png
O (brandfördernd) T+ (sehr giftig) C (ätzend)
R- und S-SätzeR 8 - 26 - 34
S 17 - 26 - 38 - 50
HandhabungKein Öl oder Fett benutzen. Geeignete Werkstoffe sind Rein-Aluminium, Edelstahl, PTFE.
LagerungTemperaturbereich, Belüftet, trocken o.ä.
MAK0,2 mg/m3
LD50 (Ratte)x mg/kg
LD50 (Kaninchen)x mg/kg
Physikalische Eigenschaften
Aggregatzustandgasförmig
Farbefarblos
Dichte1,7 g/m³
Molmasse48 g/mol
Schmelzpunkt-193 °C
Siedepunkt-112 °C
Dampfdruck5500 kPa (-12 °C)
Weitere Eigenschaften
Löslichkeit 570 mg/l (in Wasser) (bei 20 °C)
Gut löslich inLösungsmittel
Schlecht löslich inLösungsmittel
Unlöslich inLösungsmittel
Kristall
KristallstrukturGittertyp angeben
Thermodynamik
ΔfH0gin kJ/mol
ΔfH0lin kJ/mol
ΔfH0sin kJ/mol
S0g, 1 barin J/mol·K
S0l, 1 barin J/mol·K
S0sin J/mol·K
Analytik
Klassische VerfahrenKurzbeschreibung Nachweisreaktionen (auch der einzelnen Ionen!)
SI-Einheiten wurden wo möglich verwendet. Wenn nicht anders vermerkt wurden Normbedingungen benutzt.
Ozon (O3) ist ein aus drei Sauerstoffatomen bestehendes, instabiles Molekül. Es ist ein starkes Oxidationsmittel.
Ozon ist bei Zimmertemperatur und normalem Luftdruck gasförmig. Aufgrund seiner oxidierenden Wirkung ist es für den Menschen giftig (MAK-Wert = 0,2 mg/m³).
O3, die allotrope Form von Disauerstoff O2 ist bei Raumtemperatur ein instabiles, blaues, diamagnetisches Gas, das unterhalb von -192,5°C (80 K) zu einen schwarzvioletten Feststoff kondensiert, der zu explosionsartiger Zersetzung in O2 neigt. Das gewinkelte Molekül bleibt im Festkörper erhalten, der O-O-Abstand beträgt 128 pm, der Winkel am Sauerstoff 117°.
Ozon bildet sich in der Atmosphäre vor allem auf zwei Arten:
· Energiereiche Sonnenstrahlung spaltet Sauerstoff-Moleküle in der Stratosphäre in zwei einzelne Atome, die sich jeweilig mit einem zusätzlichen Sauerstoff-Molekül zu Ozon vereinigen.
· In Erdnähe bildet sich Ozon aus einer Reaktion unter Stickstoffdioxid NO2 und Sauerstoff O2 unter dem Einfluss von UV-Strahlung.
· Durch ein Gewitter. Dieses lässt bei seiner Endladung (Wolke mit Erde) durch den elektr. Strom, O3 entstehen (aber ebenso Salpetersäure und andere Stoffe).
Grundsätzlich ist Ozon in der Stratosphäre erwünscht, weil es dort das schädliche UV-Licht der Sonne absorbiert (siehe Ozonschicht). In Erdnähe ist es allerdings als Umweltgift unerwünscht, speziell bewirkt die lokal sehr unterschiedliche Ozonbelastung Reizungen der Atemwege, erhöhte Korrosion und Baumsterben.
Da UV-Licht zur Ozon-Entstehung benötigt wird, sind die Ozon-Konzentrationen im Sommer in Reinluftgebieten häufig höher als in Städten (so genannter Photosmog). In Städten tragen zudem andere Emissionen (Ruß etc.) zum Ozon-Abbau bei.
Die Abbaureaktionen von Ozon durch Stickoxide wurde 1970 erstmals von Paul Josef Crutzen (Nobelpreis für Chemie 1995) beschrieben.
Ozon wurde 1840 von Schönbein entdeckt.
Ozon in der Wasseraufbereitung:
In der Wasseraufbereitung dient Ozon u.a. zur umweltfreundlichen Oxidation von Eisen, Mangan, organischer Substanz und zur Entkeimung. So gehört Ozon in vielen Trinkwasserwerken zu den zentralen Aufbereitungsstufen (siehe Weblinks).
Gleichzeitig kann Ozon sehr gut in Verfahrenskombinationen mit nachfolgenden biologischen Systemen (Biofilter) eingesetzt werden, so zum Beispiel bei der Oxidation von CSB zum BSB der dann im Biofilter weiterverarbeitet wird. Ebenso z. B. in Fischkreisläufen in der Aquakultur oder Aquariensystemen.
Die meisten mit "Chlorfrei" benannten Produkte oder Verfahren sind in der Regel auf Ozon zurückzuführen so zum Beispiel das Bleichen von Papier.

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Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Ozon aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Inhalte. In der Wikipedia ist eine Autorenauflistung verfügbar.