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 Ostern - Definition und Bedeutung

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Inhaltsverzeichnis

 1 Das christliche Osterfest

Ostern ist das älteste und wichtigste Fest des Christentums.
Ostern feiert die Christenheit die Auferstehung Jesu Christi von den Toten. Mit dem Osterfest beginnt die Zeit der Osterfreude, die 50 Tage andauert und mit dem Pfingstfest ihren Abschluss findet.
Der österliche Festkreis beginnt mit dem Aschermittwoch, dem eine 40-tägige Fastenzeit folgt (siehe ebenso Fastnacht). Diese soll an die 40 Tage erinnern, die Jesus in der Wüste gefastet hat. Da die Sonntage vom Fasten ausgenommen sind, liegt der Aschermittwoch wirklich 46 Tage vor Karsamstag.
Die letzte Woche vor Ostern heißt Karwoche. Sie beginnt mit dem Palmsonntag, an dem die Christen den Einzug Jesu nach Jerusalem feiern. Am Gründonnerstag (das "Grün" kommt nicht von der Farbe, sondern von dem altdeutschen Wort greinen, was so viel wie weinen heißt) feiert das Christentum das letzte Mahl Jesu mit den Jüngern und die Einsetzung der Eucharistie / des Abendmahls. Am nächsten Tag, dem Karfreitag, wird des Todes Jesu am Kreuz gedacht, am Karsamstag ist Grabesruhe, und am dritten Tage (Ostersonntag) ist Jesus - nach der Bibel - auferstanden.

 1 Osterdatum

Ostern gehört zu den beweglichen Festen, deren Datum jedes Jahr anders ist. Alle beweglichen christlichen Feiertage werden vom Ostersonntag aus berechnet.
- mehr hier: Ostersonntag
In der orthodoxen Kirche wird am julianischer Kalender festgehalten. Daher findet der 21. März (im 20. und 21. Jahrhundert) 13 Tage später statt als im gregorianischen Kalender. (Übrigens war das Zusammenlegen des "liturgischen" mit dem "astronomischen" Frühlingsbeginn einer der Hauptgründe für die Einführung des gregorianischen Kalenders). Daher findet das orthodoxe Osterfest manchmal einen Mondzyklus später statt. Außerdem berechnet die orthodoxe Kirche das Osterdatum nach einem schon in Nicäa festgelegten Algorithmus. Die Länge eines Mondzyklus wurde damals um einige Sekunden zu lang angenommen, was sich im Laufe von 17 Jahrhunderten zu einigen Tagen addiert hat. Dies ist ein zusätzlicher Effekt, der dazu führen kann, dass das orthodoxe Osterfest eine Woche später stattfindet als das lateinische.

 2 Ostern und Pessach

Das Fest der Auferstehung des Jesu Christi hat sich aus dem jüdischen Pessachfest zusätzlichentwickelt und fällt daher zeitlich in die Nähe zum jüdischen Pessach- oder Passah-Fest . Es enthält daher ebenso heute obendrein Elemente des jüdischen Pessach, mit dem die jüdischen Gemeinden die Befreiung der Israeliten (den Exodus) aus der ägyptischen Gefangenschaft begehen. Das Pessachfest beginnt am Abend des ersten Frühlingsvollmonds und dauert eine Woche.

 3 Etymologie von Ostern

In den meisten Sprachen kommt die Bezeichnung des Osterfests vom jüdischen Pessach: Auf Italienisch heißt Ostern pasqua, auf Französisch pâques, im Russischen pascha, im Schwedischen påskdagen und im Isländischen páskar.
Verwandt mit dem deutschen Ostern ist das englische Easter - die beiden Wörter dürften den selben Ursprung haben, aber in beiden Sprachen ist die Etymologie nicht endgültig geklärt. Am wahrscheinlichsten ist ´östarum´, althochdeutsch für ´Morgenröte´, da am frühen Morgen des Ostersonntags die Taufbewerber in die Kirche aufgenommen wurden. Weniger wahrscheinlich ist ´ausa´, schöpfen, begießen, besprengen (als Bezeichnung eines heidnisch-germanischen Ritus, aber nicht im Sinn der christlichen Taufe verwendet).
Der Mythos über eine angebliche germanische Göttin Ostara oder Eostro geht auf den angel­sächsischen Mönch und Kirchen­his­toriker Beda Venerabilis (673-735) zurück, der, um den engli­schen Begriff „eastern" zu erklä­ren, mutmaßte, möglicherweise habe eine Göttin, die Ostara ge­heißen haben könnte, dem Fest ihren Namen gegeben. Jakob Grimm gab dann in seiner Deut­schen Mythologie diese Vermu­tung als Tatsache aus. Dieser Mythos wird besonders in der Frauenbewegung wachgehalten, da er der romantischen Vorstellung einer frühen Frauengesellschaft und Göttinnenwelt, die dann aber von männlichen Gesellschaften und Göttern verdrängt wurde, entspricht.

 4 Ostern als heidnisches Frühlingsfest

In vielen nichtchristlichen Religionen wird die Sonne als Lichtspenderin und göttliche Fruchtbarkeitsquelle verehrt und bei Frühlingsfesten gefeiert.
Einige Osterbräuche werden daher auf den germanischen Sonnenkult zurückgeführt. Dazu gehören Frühlings- und Osterfeuer, aber ebenso die Osterräder, die vermutlich über zweitausend Jahre alt sind.
Die Neuheiden feiern Ostern unter dem Namen Ostara-Fest nach einer angeblichen altgermanischen Göttin Ostara, deren Symbole dem Mythos nach Hase und Ei sein sollen. Ostereier und Osterhasen (oft deswegen als heidnische Fruchtbarkeitssymbole bezeichnet) sind allerdings erst seit dem 17. Jahrhundert belegt.
Osterfeuer
Ostereier vor Osterfeuer

 5 Osterbräuche

·  Eierschibbeln
·  Oierhiartn (Eierhärten)
·  Osterbrunnen
·  Ostereier bemalen
·  Schokoladen-Ostereier verstecken, suchen und essen
·  Ostereierschieben
·  Ostereiertitschen
·  Osterhase
·  Osterfeuer
·  Osternacht
·  Ostermesse
·  Osterwasser
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