Zur Parität gehört die Symmetrieoperation der Inversion
I. Die Inversion (auch Raumspiegelung oder Punktspiegelung) stellt die Spiegelung an einem Punkt dar, dem Inversionszentrum. Befindet sich das Inversionszentrum im
Ursprung eines
kartesischen Koordinatensystems, so kehrt die Inversion das Vorzeichen
aller Koordinaten um (nicht nur einer, wie bei der Spiegelung an der
Ebene):
.
Besitzt ein System eine solche Symmetrie, also
,
so spricht man von positiver Parität, Inversionsinvarianz, oder knapp P-Invarianz. Ein solches System wird bei der Inversion I in sich selbst überführt, und ebenso als inversionssymmetrisch bezeichnet.
Tritt bei der Inversion I ein Vorzeichenwechsel in den physikalischen Größen auf, also
,
so spricht man von negativer Parität.
Die Inversion überführt rechtshändige Systeme in linkshändige, und umgekehrt.(Genaugenommen ist dies nur in Räumen mit ungeradzahliger Dimensionalität der Fall.) Beim Verhalten unter Inversion unterscheiden sich
axiale Vektoren von polaren Vektoren.
Die
schwache Wechselwirkung ist nicht invariant unter Inversion. Man spricht daher von Paritätsverletzung. Bis zum Nachweis der Paritätsverletzung mit dem Experiment von
Chien-Shiung Wu herrschte die Überzeugung vor, dass Naturgesetze Inversionsinvariant sind.
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