Man nimmt an, dass er in
Supernovae bei
Temperaturen über einer Milliarde
Kelvin ablaufen kann. Dabei lagern sich Protonen an große, schwere
Atomkerne an. Bei solchen Kernen, mit einer schon hohen Anzahl von Protonen, wird durch ihre große positive
elektrische Ladung eine gewaltige
Coulombabstoßung auf das gleichfalls positive Proton ausgeübt, so dass letzteres eine sehr hohe Geschwindigkeit aufweisen muss.
Durch normale thermonukleare Reaktionen, d. h.
Fusionsreaktionen, können keine Atomkerne mit Massenzahlen größer 56 gebildet werden, daher sind die extremen Temperaturen von Supernovae erforderlich.
Aus den Isotopenhäufigkeiten kann man schließen, dass der p-Prozess
astrophysikalisch sehr selten auftritt, da die entsprechenden Isotope in wesentlich kleinerer Zahl vorkommen als die durch
s- und
r-Prozess gebildeten.
Siehe ebenso: Periodensystem