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|  | | Rhein - Definition und Bedeutung |
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Der Rhein, 1.320 km lang, ist auf 833 km Länge schiffbar und sein Einzugsgebiet umfasst ca. 185.000 km².
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Der Name Rhein (beziehungsweise Rhen) ist keltischen Ursprungs und bedeutet in ungefähr fließen (beachte altgriechisch 'rheīn'=fließen). Gemeinsam mit der Donau bildete der Rhein den größten Teil der nördlichen Grenze des Römischen Reichs, die Römer nannten den Fluss Rhenus.
Seit dieser Zeit ist der Rhein eine belebte Wasser- und Handelsstraße.
Seine beiden Hauptquellflüsse Vorderrhein und Hinterrhein entspringen im Westen des Kantons Graubünden in den zentralen Schweizer Alpen, der Vorderrhein beim Oberalppass ( Surselva), der Hinterrhein am Rheinwaldhorn. Insgesamt tragen 13 Quellflüsse den Namen Rhein im Namen. Nach der Vereinigung bei Reichenau GR bei Chur fließt er als Alpenrhein nordwärts bis in den Bodensee. Von dort aus als Hochrhein Richtung Westen bis Basel und weiter als Oberrhein, Mittelrhein und Niederrhein grob nach Nord-Nordwesten bis zur Mündung. Der Rhein mündet in Hoek van Holland in der Nähe von Rotterdam in den Niederlanden in die Nordsee; allerdings gabelt er sich zuvor - ca. 30 km nach der bundesdeutschen Grenze auf niederländischem Gebiet - in die Waal und in einen Wasserweg der zunächst Pannerdens Kanaal heißt. Beide Arme wechseln im zusätzlichen Verlauf obendrein mehrmals ihre Namen: der südliche Arm, die Waal (der Haupt-Schiffahrtsweg), wird zunächst zur Merwede, dann zur Beneden-Merwede, Noord, Nieuwe Maas (durch Rotterdam fließend) und mündet schließlich bei Hoek van Holland als Nieuwe Waterweg in die Nordsee. Der nördliche Arm, der Pannerdens Kanaal, wird zum Neder-Rijn (Nieder-Rhein) und schließlich zum Lek. Ein dritter Arm, die IJssel fließt nach Norden über Deventer ins IJsselmeer. Genaugenommen existiert also gar kein Fluss namens "Rhein", der in die Nordsee mündet.
Bis zum Tertiär floss der Rhein ab Basel im Bett der Saône und Rhône ins Mittelmeer, da ihm durch den Isteiner Klotz der Weg in Richtung Norden versperrt war. Der Zusammenfluss von Vorder- und Hinterrhein bei Reichenau in der Schweiz
2.2 Quelle bis Bodensee (Vorder- und Hinterrhein/Alpenrhein)
Die erste größere Ortschaft am Vorderrhein, der aus dem Gotthard-Massiv kommt, ist Ilanz. Der Hinterrhein entspringt in der Nähe des San-Bernardino-Passes. Hinterrhein und Vorderrhein vereinigen sich bei Reichenau (Chur) zum Alpenrhein. (Dieser wird von der Via Mala begleitet.) Nachdem er der Grenze zu Liechtenstein folgt, fließt er durch das Rheintal. Er mündet seit der Kanalisierung und Begradigung seines Wasserlaufs als "Neuer Rhein" bei Hard in Österreich in den Bodensee. Der ursprüngliche "Alte Rhein" mündet ebenso heute obendrein an der schweiz-österreichischen Grenze bei Altenrhein. Dieser alte Rhein ist aus Richtung Bodensee für ca. 2 km schiffbar bis ungefähr auf Höhe des Schweizer Ortes Rheineck . Die Begradigung wurde vorgenommen um die fortwährenden Überschwemmungen (oberer Rheindurchstich bei Diepoldsau und unterer Rheindurchstich bei Fussach) in Kombination mit starken Sedimentierungen im westlichen Rhein-Delta zu verringern. Inzwischen ist klar, dass der Rhein ebenso im neuen Bett sehr große Mengen an Ablagerungen in den Bodensee hineinträgt und dort permanenter Kiesabbau mit Schwimmbaggern möglich und vor allem nötig ist.
Im Bodensee selbst vermischt sich das kalte meist graue Gebirgswasser des Neuen Rheins nur wenig mit dem eher warmen eher grünlichen Wasser des Sees. Der Strom fließt vielmehr ein gewisses Stück oberflächlich im freien Wasser, bevor er abrupt in die Tiefen des Sees abtaucht, um dann vor der Insel Lindau entlang des nördlichen Seeufers bis ungefähr Hagnau und weiter nach Konstanz abzubiegen.
Rheinfall bei Schaffhausen
2.3 Bodensee bis Basel (Hochrhein)
Nach dem Verlassen des Obersees vom Bodensee an der Engstelle der Rheinbrücke in Konstanz überbrückt er als Seerhein die 30 cm Höhenunterschied zum sogenannten Untersee, bis er bei Stein am Rhein, Rheinkilometer 0, nochmal ein Strom wird, der dann, ein wenig später, weiter westlich bei Schaffhausen, den Rheinfall hinunterstürzt. Der Überlinger See genannte Teil des Bodensees wird vom Rhein nicht durchflossen.
Von Schaffhausen fließt er als Hochrhein zuerst obendrein Richtung Süden, mit einer malerischen Schlinge am Städtchen und Kloster Rheinau vorbei, bis er am Tösseck (Einmündung der Töss) in Richtung Westen dreht und bald darauf zum Grenzfluss unter der Schweiz und Deutschland wird.
Später fließt bei Koblenz, nahe Waldshut, von Süden her die Aare als erster größerer Nebenfluss in den Rhein. Erwähnenswert ist dabei, dass die Aare der wasserreichere Fluss von beiden ist.
2.4 Basel bis zur Nahemündung (Oberrhein)
Ab Basel fließt er Richtung Norden als Oberrhein und wird Grenzfluss unter Deutschland und Frankreich. Seit dem Tertiär fließt der Rhein von hier aus den Oberrheingraben entlang. Zwischen Basel (Rheinkilometer 150) und Iffezheim ist der Rhein kanalisiert und mit 10 Schleusen aufgestaut. Speziell unter Basel und Breisach führt das alte Flussbett des Rheins kaum Wasser. Die Wassermassen werden parallel dazu im Rheinseitenkanal (Grand Canal d'Alsace) geführt und dort zur Energiegewinnung in Wasserkraftwerken und für den Schiffsverkehr verwendet.
Von Lauterburg bis Mannheim bildet der Rhein die Grenze unter Baden-Württemberg (rechtsrheinisch) und Rheinland-Pfalz (linksrheinisch). Bei Mannheim (Rheinkilometer 420) mündet der von Südosten kommende Neckar als zweiter großer Nebenfluss und Hessen folgt Baden-Württemberg auf der rechten Rheinseite. Nachdem bei Mainz (Rheinkilometer 500) der Main in den Rhein mündet, strömt er über einen knappen Abschnitt, dem Rheinknie, nach Westen und dreht anschließend bei Bingen an der Nahemündung (Rheinkilometer 530), bis hier nennt man ihn Oberrhein, nach Nordwesten.
2.5 Nahemündung bis Bonn (Mittelrhein)
Anschließend durchströmt der Mittelrhein in einem steilen, engen Tal den südlichen Teil des Rheinischen Schiefergebirges; linksrheinisch liegt der Hunsrück, rechtsrheinisch der Taunus. Hier liegt der touristisch bekannteste Teil des Rheines, der von Bingen / Rüdesheim an ein Weltkulturerbe ist. Schon bei Rheinkilometer 533 (Assmanshausen) kann man den romantischen Rhein pur sehen. Auf den nächsten 10 Kilometern bis Rheinkilometer 543 ( Lorch) hat Hessen auf der rechten Rheinseite obendrein seinen Anteil am Unesco Weltkulturerbe Mittelrhein, bevor dann Rheinland-Pfalz beide Ufer beherrscht. An Rheinkilometer 546 liegt die Pfalz bei Kaub malerisch im Rhein. An Rheinkilometer 550 vollzieht der Rhein einen wunderschönen Bogen. Bei Rheinkilometer 554 befindet sich die unvermeidliche Loreley, wobei die Felsenwand bei Rheinkilometer 563 mindestens genauso schön ist. An Rheinkilometer 567 stehen sich die beiden ansehnlichen Burgen ?die feindlichen Brüder?. Den Höhepunkt des Mittelrheins erreicht man schließlich an Rheinkilometer 573 bei der imposanten Rheinschleife von Boppard. Das Weltkulturerbe Mittelrheintal zieht sich danach obendrein weiter bis Koblenz (Rheinkilometer 590), wo von Südwesten die Mosel und von Nordosten die Lahn einmünden. Rechtsrheinisch liegt nun der Westerwald, linksrheinisch die Eifel.
2.6 Bonn bis zum Rheindelta (Niederrhein)
An der Stadtgrenze von Bonn wird der Rhein Teil Nordrhein-Westfalens. Von der Siegmündung bei Bonn (Rheinkilometer 660) aus stromabwärts durchzieht der Rhein das Land Nordrhein-Westfalen. Die durchflossene Landschaft wird Niederrhein genannt. Wichtigste Städte an diesem Flussabschnitt sind die größte Stadt am Rhein: Köln (Rheinkilometer 690) sowie die Landeshauptstadt Düsseldorf (Rheinkilometer 740). Entlang der Ruhr, die bei Duisburg einmündet, befindet sich das Ruhrgebiet, eines der größten Industriereviere der Welt. An der Grenze zu den Niederlanden (bei Emmerich am Rhein) bei Rheinkilometer 860 ist der Rhein ungefähr 730 Meter breit.
Schon einige Kilometer nach der Grenze bei Rheinkilometer 868 beginnt das große Delta des Rheins. An Rheinkilometer 1.031 gabelt er sich in die Waal und den Pannerdens Kanaal. Dieser Kanal teilt sich bei Arnhem in den Nederrijn (später Lek genannt) und die IJssel. Waal und Lek vermischen sich mit der Maas bevor sie in die Nordsee münden; dort fließen 2.330 m³ Wasser pro Sekunde ins Meer. Ursprünglich erreichte der Fluss bei Katwijk nördlich Den Haag das Meer (Oude Rijn).
Schadstoffbelastung des Rheins 1985 und 1992 (Angaben in t.)
| Schadstoff
| 1985
| 1992
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| Ammonium-N2 | 37.000 | 16.800
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| AOX | 4.675 | 890
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| Blei | 550 | 330
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| Cadmium | 9 | 5,9
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| Chrom | 500 | 220
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| Phosphor (total) | 32.000 | 13.000
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| Quecksilber | 6 | 3,2
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| Zink | 3.600 | 1.900
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Gemäß den Angaben des Umweltbundesamts wird der Rhein seit ungefähr 1960 jederzeitsauberer. Dies ist einerseits auf die jederzeitintensiver eingesetzten Kläranlagen zurückzuführen und andererseits auf die Tatsache, dass die Industrie jederzeitweniger mit Chemikalien und Schwermetallen belastete Abwässer in den Rhein einleitet. Heute leben nochmal ungefähr 40 Fischarten im Rhein. Trotz der deutlichen Reduzierung der Gewässerbelastung durch Haushalts- und Industrieabwässer transportiert der Rhein jährlich obendrein jederzeitbeträchtliche Mengen an Schwermetallen und Chemikalien wie Pestiziden in Richtung Nordsee.
Am 1. November 1986 brannte eine Lagerhalle der Firma Sandoz an der Schweizerhalle bei Basel am Rhein. Die mit dem Löschwasser in den Rhein gelangten Chemikalien vernichteten praktisch das gesamte tierische und pflanzliche Leben im Rhein. Es benötigte einen jahrelangen Prozess bis der Rhein sich nochmal erholt hatte.
Viele andere den Rhein belastende Giftstoffe, wie zum Beispiel Pestizide, sind in der Tabelle obendrein nicht berücksichtigt.
Der Rhein war schon im Mittelalter ein wichtiger Handelsweg in Europa und ist ebenso heute obendrein für Schwergüterverkehr der bevorzugte Transportweg. Mit der Mainzer Akte von 1832 wurden Zölle auf dem Rhein abgeschafft und mit "Mannheimer Akte" von 1868 wurde der Rhein gewissermaßen zum Internationalen Gewässer. Es wurde festgelegt, dass alle Signatarstaaten (und das sind alle Rheinanreiner) dieselben Gesetze und dieselben Zulassungskriterien für Transportmittel anwenden, und dass die Befahrbarkeit des Rheins unterhalb von Basel erhalten bleibt. Wer zum Beispiel ein Kraftwert baut, muss eine kostenlose Umfahrungsmöglichkeit schontellen. Der Rhein ist heute auf Grund der baulichen Maßnahmen wie Schleusen von der Meermündung bis Rheinfelden durchgängig schiffbar.
5 Bedeutende Hochwasserereignisse am Rhein
| · | Mai 1999 (Hochrhein/Oberrhein)
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| · | Januar 1995 (Mittelrhein/Niederrhein)
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| · | Mai 1994 (Hochrhein/Oberrhein)
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| · | Dezember 1993 (Mittelrhein/Niederrhein)
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| · | Dezember 1991 (Oberrhein)
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| · | Februar 1990 (Oberrhein)
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| · | März 1988 (Rhein gesamt)
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| · | Februar 1980 (Oberrhein)
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6 Nebenflüsse des Rheins
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Rechtsrheinisch mündende Nebenflüsse:
| · | aus dem Schwarzwald (von der Quelle aus nach Norden):
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Linksrheinisch mündende Nebenflüsse:
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Alpenrhein und Bodensee
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Hochrhein
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Oberrhein:
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Mittelrhein:
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Niederrhein:
| · | Alphen aan de Rijn, NL (R)
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