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|  | | Schrift - Definition und Bedeutung |
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Schrift dient der Kommunikation und der Konservierung von sprachlicher Information. Mit einem vereinbarten, festgelegten Zeichensystem werden die Informationen auf einen Träger geschrieben und von diesem nochmal abgelesen.
Schrift meint umgangssprachlich ebenso eine Schriftart (gestalteter Zeichensatz, Typographie), eine Schriftdatei (Computertechnik), eine Handschrift (‚ich kann deine Schrift nicht lesen ‘), schriftliche Werke (‚Goethes Schriften zur Farbenlehre‘) und dient als Eigenname für religiöse Texte (‚Heilige Schrift‘)
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Inhaltsverzeichnis | |
5 Literatur
6 Weblinks
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Man unterscheidet:
Bei den Alphabetschriften unterscheidet man unter Alphabetschriften im engeren Sinne und Konsonantenschriften, bei denen nur die Konsonanten bezeichnet werden. Bei ersteren kann man obendrein unter solchen unterscheiden, in denen jeder Laut ein gleichberechtigtes Zeichen erhält, wie in der lateinischen Schrift, und solchen, in denen Vokale als obligatorische Hilfszeichen von Konsonanten auftauchen, wie in indischen Schriften. Diese sind also in gewisser Weise das Bindeglied unter Alphabetschriften im engeren Sinne und Konsonantenschriften, in gewisser Weise ebenso zu den Silbenschriften.
Manche Sprachen nutzen gemischte Schriften, die Züge von zwei oder allen drei Schriftsystemen haben, oder mehrere Schriften nebeneinander.
Eine Besonderheit bilden die Geheimschriften, die zur verschlüsselten Informationsübertragung verwendet werden.
Vor der Entwicklung der Schrift war Jahrtausende lang die mündliche Überlieferung von wesentlichen Inhalten üblich. Sie barg schon jederzeitgewisse Risiken in sich. Eine mögliche Sinnentstellung des ursprünglichen Quelleninhaltes und das Weglassen oder Hinzufügen von Inhalten sind in der mündlichen Vermittlung des jeweilig einzelnen Erzählers immanent enthalten. Psychologische, soziale und kulturelle Faktoren spielen bei der mündlichen Überlieferung eine wesentliche Rolle. Weltweit wurden seit jeher überlebenswichtige Informationen, aber ebenso geheimes Wissen, Rituale, Mythen, Legenden und Sagen mündlich weitergegeben (wie u.a. die Geschichte von der großen Sintflut), die einen ähnlichen Kern aufweisen, in ihren Details aber beträchtlich voneinander abweichen können.
Auch heute obendrein existieren Kulturen, in denen die mündliche Überlieferung von Traditionen und Wissen üblich ist. Bei den Aborigines in Australien steht das mündliche Zeugnis sogar im Vordergrund, obwohl sie in engem Kontakt mit einer schreibenden Kultur stehen. Die wortwörtliche Wiedergabe an nachfolgende Generationen, trägt dazu bei, eigene Kultur und Werte zu bewahren, und charakterisiert nebenher eine Besonderheit dieser Kultur.
Gemeinsam mit der Fähigkeit des Lesens bilden Schreiben, Schrift und Rechnen die Grundlage von Tradition, Kultur und Bildung durch die mittelbare Weitergabe von Wissen.
Die Erfindung der Schrift gilt als eine der wichtigsten Errungenschaften der Zivilisation, da sie die Überlieferung von Wissen und kulturellen Traditionen über Generationen hinweg erlaubt, und deren Erhaltung (je nach Qualität des beschrifteten Materials) über einen langen Zeitraum garantiert.
Alle bekannten Hochkulturen ( Sumer, Ägypten, Indus-Kultur, Reich der Mitte, Amerika) werden mit der Verwendung der Schrift in Verbindung gebracht.
Traditionell wird Sumer als die Kultur genannt, in der die Schrift erstmals verwendet wurde. Die wohl ältesten Schriftfunde stammen von dem Fundort Uruk aus Abfallschichten unter der sogenannten Uruk III -Schicht. Sie werden folglich ins 4. Jahrtausend vor Christus datiert. Es handelt sich dabei um Wirtschaftstexte. Die verwendete Schrift läßt allerdings keine Rückschlüsse auf die Sprache zu, es ist daher falsch, diese Schrift im strengen Sinne als sumerisch zu bezeichnen.
Kontrovers diskutiert werden dazu die spärlichen Schriftzeugnisse der Vinča-Kultur (auch alteuropäische bzw. Donau-Kultur), die auf das 5. Jahrtausend v. Chr. datiert werden.
Die ägyptischen Hieroglyphen werden häufig als importierte Idee angesehen; neuere Funde von Günter Dreyer in Ägypten stellen diese Lehrmeinung allerdings in Frage, und vermuten eine eigenständige Erfindung. In China und Mittelamerika ( Maya) wurde die Schrift gleichfalls unabhängig entwickelt.
Der uns heute bekannten Schrift gehen Felszeichnungen, z.B. in der Höhle von Lascaux, vor ca. 20 000 Jahren voraus. Seit Zehntausenden von Jahren benutzen Menschen Zeichen oder Bilder, um Botschaften zu hinterlassen. Von Schrift kann aber erst gesprochen werden, als ein festgelegtes Zeichensystem zum Ausdruck für verschiedene Informationen zur Verfügung steht. Bereits in der Jungsteinzeit ( Neolithikum), wurden Steine mit geometrischen Linien hergestellt, von denen die Forschung mit einiger Gewissheit sagt, dass sie zum Zählen dienten. Diese Steine wurden entsprechend lateinisch calculi" genannt, woraus sich das französische calcul" ( Rechnen, Rechnung) und das deutsche kalkulieren ableiten.
Die Schriftklassifikation ist in DIN 16518 beschrieben. Danach gibt es folgende Einteilung der Schriftarten:
Die Schriftklassifikation entspricht dabei der historischen Entwicklung und berücksichtigt besonders detailliert die im deutschen und westeuropäischen Sprachbereich üblichen lateinischen Schriften. In anderen Ländern gibt es vergleichbare Einteilungen.
| · | Alphabet, Analphabetismus, Buchdruck, Typografie, Manuskript, Orthographie, Schreiben, Schreibschrift, Schriftklassifikation, Schriftreform, Schriften der Welt, Sonderschrift, Geschichte der Schrift
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