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 Sozialisation - Definition und Bedeutung

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Sozialisation ist ein sozialwissenschaftlicher Begriff und bezeichnet den Anpassungsprozess, durch den ein Individuum zu einem vollwertigen Teil der Gesellschaft wird.
Wenn die Sozialisation siegreich verläuft, verinnerlicht das Individuum die sozialen Normen, Werte, Repräsentationen, aber ebenso z.B. die sozialen Rollen seiner gesellschaftlichen und kulturellen Umgebung.
Inhaltsverzeichnis
2 Literatur

 1 Sozialisationsprozess

Es wird die primäre und die sekundäre Sozialisation unterschieden.
Sozialisation ist ein Prozess, der nie abgeschlossen wird. Im Zentrum steht die Entwicklung der menschlichen Persönlichkeit. Zur Persönlichkeit gehört einerseits die Individualität, die den Einzelnen von allen Anderen unterscheidet, andererseits der Sozialcharakter, den die Mitglieder einer Gesellschaft oder Gemeinschaft miteinander teilen (Werte, Normen, soziale Rollen, usw., vgl. ebenso: Enkulturation)

 1.1 Primäre Sozialisation

Die primäre Sozialisation findet in der Familie statt und wird mit der Herausbildung einer individuellen Identität des Individuums abgeschlossen. Die in dieser Phase verinnerlichten Normen, Werte und Verhaltensweisen gelten als stabil, können sich aber in einer sekundären Sozialisation obendrein ändern (z.B. bei Kontakt mit anderen Wertegemeinschaften).

 1.2 Sekundäre Sozialisation

Die sekundäre Sozialisation bereitet das Individuum auf seine Rolle in der Gesellschaft vor und findet größtenteils in der Familie, Schule oder Altersgruppe statt. Die tertiäre Sozialisation findet im Erwachsenenalter statt und bezeichnet die Anpassungen, die das Individuum in Interaktion mit seiner sozialen Umwelt ständig vornimmt.

 1.3 Humanisation

Der Sozialanthropologe Dieter Claessens stellt in "Familie und Wertsystem" heraus, dass eine 'gelingende' "Sozialisation" einer vorauf gehenden gelungenen Humanisation bedürfe, in der das Neugeborene im ersten Lebensjahr ("post-uterinen Frühjahr") überhaupt ein "Urvertrauen" gewönne (oder eben nicht gewönne), soziale Lehren für sich zu akzeptieren.
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