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|  | | Syrien - Definition und Bedeutung |
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Die Arabische Republik Syrien (الجمهورية العربية السورية) ist ein Staat in Vorderasien. Sie grenzt an Israel, den Libanon, die Türkei, den Irak, Jordanien und das Mittelmeer. Syrien kommt von "suri" und heißt übersetzt ungefähr "Land der Rosen". Nach der Syrischen Hauptstadt Damaskus ist ebenso die in der Parfümherstellung verwendete Damaszenerrose benannt.
Mehrheitlich sunnitische Muslime (ca. 80% der Bevölkerung); daneben christliche (meist syrisch-orthodoxe) Minderheit (ca. 10%) größtenteils in den nationalen Minderheiten von Assyrern und Aramäern, vor allem in Damaskus und Aleppo. Außerdem Alawiten (nicht zu verwechseln mit den türkischen Aleviten!) und Drusen.
Syrien ist in 12 Bezirke (mu hāfa za) unterteilt, die nach dem jeweiligen Hauptort benannt sind: Halab ( Aleppo), ar-Raqqa, al- Hasaka, Dayr az-Zawr, Him s (Homs), Hamāh, Tar tūs, al-Lā dhiqīya ( Latakia), Idlib, as-Suwaydā?, Dar̔aā und Dima?q ( Damaskus). Der Bezirk al-Qunay tra wird von Israel seit 1967 besetzt. Die Region um Iskanderūn (Alexandrette) gehört seit 1939 zur Türkei, wird allerdings gleichfalls von Syrien beansprucht.
4.1 Von den Anfängen bis zur Unabhängigkeit 1946
Syrien wurde nacheinander von den
Ursprünglich wollte Frankreich keinen geeinten syrischen Staat, sondern beabsichtigte eine Aufteilung in vier Staaten mit eigener Regierung, wobei religiöse und konfessionelle Gesichtspunkte eine Rolle spielen sollten.
Diese Absichten lösten Mitte 1925 einen Aufstand der Drusen aus, worauf Frankreich mit Bombardierungen reagierte. Der wachsende innere und ebenso äußere Druck (seitens Großbritanniens) führten schließlich dazu, dass zunächst die Gebiete um Damaskus und Aleppo zum Staat Syrien zusammengeschlossen wurden. Neben der Zulassung von politischen Parteien wurde ebenso eine Verfassung ausgearbeitet. 1937 kamen die Gebiete um Latakia und der Drusenstaat zum Staatsgebiet hinzu.
In Anlehnung an das Abkommen unter dem Irak und Großbritannien von 1922 wurde 1936 ein Vertrag mit Frankreich geschlossen, in dem die Unabhängigkeit Syriens in Aussicht gestellt wurde. Dieser Vertrag wurde von Frankreich allerdings nicht ratifiziert.
Frankreich ist allerdings jederzeitobendrein militärisch präsent, was zu antifranzösischen Demonstrationen führt und in der französischen Bombardierung von Damaskus gipfelt. Nachdem der britische Premierminister Winston Churchill mit der Entsendung von Truppen droht und die Vereinten Nationen Frankreich zum Rückzug auffordern, lenkt Frankreich ein: am 15. April 1946 verlassen die letzten Truppen das Land.
4.2 Die Syrische Arabische Republik
Am 17. April 1946 wird die Syrische Arabische Republik (arab.: الجمهورية العربية السورية al-ğumhūrīya al-̔arabīya as-sūrīya) ausgerufen. Seither ist der 17. April syrischer Nationalfeiertag.
Die ersten Jahre der jungen Republik sind durch politische Instabilität und Regierungskrisen gekennzeichnet. Dazu trägt ebenso die Niederlage im ersten Palästinakrieg 1948 bei.
Der Aufstieg des Panarabisten Gamal Abdel Nassers in Ägypten nährt ebenso in Syrien Hoffnungen auf die Schaffung eines gemeinsamen arabischen Staats. Im Vorfeld des Suezkriegs bilden beide Länder ein gemeinsames Oberkommando; nach schweren Spannungen unter der Ba'ath-Partei und der Kommunistischen Partei wird aus Furcht einer kommunistischen Machtübernahme eine Delegation nach Ägypten entsendet, wo die Vereinigung der beiden Staaten beschlossen wird.
Da von Anfang an die ägyptische Seite dominiert und die wichtigsten Politikbereiche bestimmt, wächst die Unzufriedenheit in Syrien. Hinzu treten wirtschaftliche Probleme. Ein Putsch syrischer Offiziere im September 1961 bedeutet schließlich das Ende der Vereinigte Arabische Republik VAR. Nach einem zusätzlichen Putsch im Mai 1963 erlangt die Ba'ath-Partei zum ersten Mal die Macht in Syrien, der allerdings weiterhin zerstritten ist.
Aus den jahrelangen Machtkämpfen im Innern der Ba'ath-Partei tritt 1970 schließlich Hafiz al-Assad als Sieger hervor. Assad, unter Salah Jadid obendrein Verteidigungsminister, lässt den Altpräsidenten und einige seiner Anhänger verhaften, nachdem er selbst einst aus politischen Gründen einige Zeit im Gefängnis verbringen musste. 1971 lässt er sich mit 99,2 Prozent der Stimmen (ohne Gegenkandidaten) zum Staatspräsidenten wählen; im selben Jahr wird er Generalsekretär der Ba'ath-Partei.
1973 wird eine neue Verfassung verabschiedet, in der die Position des Staatspräsidenten weiter aufgewertet wird. Des zusätzlichen soll die Schari'a fortan eine der Hauptgrundlagen der Gesetzgebung sein.
Außerdem wird festgelegt, dass der Staatspräsident Muslim sein muss.
Wissenschaftler gehen davon aus, dass dieser Passus aus innenpolitischen Gründen eingefügt wurde: viele Sunniten betrachten nämlich die Position der Alawiten die überproportional stark in wichtigen Ämtern vertreten sind und denen ebenso al-Asad angehört, mit Argwohn.
Ein Kennzeichen Assads Politik ist die Unterdrückung der islamistischen Opposition. In der Folge kommt es unter anderem zu Terroranschlägen, die auf das Konto der Muslimbrüder gehen. Nach einem zusätzlichen Anschlag in der Militärakademie 1979, dem 50 alawitische Kadetten zum Opfer fallen, geht die Regierung verschärft gegen die Muslimbrüder vor.
Zu einem folgenschweren Aufstand, andererseits von Muslimbrüdern initiiert, kommt es im Februar 1982 in der mittelsyrischen Stadt Hama. Die Armee greift mit Panzern und Luftwaffe ein, es kommt zu heftigen Kämpfen, in deren Verlauf große Teile der Altstadt zerstört werden. Etwa 1000 Soldaten und unter 10.000 und 30.000 Zivilisten verlieren ihr Leben (Siehe Demozid).
Der Niederschlagung des Aufstands folgt eine umfangreiche Verhaftungswelle, die der fundamentalistischen Opposition das Rückgrat bricht. In der Folge ist al-Asads Machtposition sehr stark und kaum gefährdet.
1994 kommt Assads ältester Sohn Basil, der sein Nachfolger werden sollte, bei einem Autounfall ums Leben.
Baschar gilt als liberaler als sein Vater, da er unter anderem in London studierte und ebenso dort heiratete. Erstes Anzeichen eines neuen politischen Kurses war die Freilassung von 600 politischen Gefangenen im November 2000.
Allgemein erhofft sich die Bevölkerung eine zusätzliche Öffnung des Landes, wie sie von Hafiz al-Assad in den 90er Jahren begonnen wurde. Unter Baschar wurde unter anderem die Benutzung des Internets erlaubt.
Allerdings kam es im September 2001 erneut zu einer Inhaftierungswelle gegen bekannte Oppositionelle. Im Frühjahr 2004 wurden nach Demonstrationen und Zusammenstössen mit den Sicherheitsdiensten hunderte syrischer Kurden, darunter ebenso Kinder, verhaftet.
Seit 1967 herrscht unter Syrien und Israel ausschließlich ein Waffenstillstand, Syrien erkennt den israelischen Staat nicht an (zum Beispiel ist in Atlanten stets von " Palästina" die Rede). Der Abschluss eines Friedensvertrags, der eine völkerrechtliche Anerkennung beinhalten könnte, ist für die syrische Seite eng an die Rückgabe der Golan-Höhen geknüpft, die andererseits für Israel von immenser strategischer Wichtigkeit sind.
Auf der anderen Seite beschuldigt Israel die syrische Regierung, Terroristen Unterschlupf zu gewähren. Im Oktober 2003 flog die israelische Luftwaffe einen Angriff gegen ein vermutetes Terroristen-Ausbildungslager südlich von Damaskus, der von vielen Staaten verurteilt wurde.
Kulturwissenschaftler
Schriftsteller
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