Die T-38 wurde Mitte der
1950er Jahre als Trainer-Variante des
Lightweight Fighter-Projekts entwickelt, aus dem später der
F-5 Freedom Fighter entstand. Obwohl die
United States Air Force damals keinen Bedarf für einen kleinen Jäger hatte, war sie doch an der Trainer-Variante als Ersatz für die Lockheed T-33 interessiert, mit der bis dahin die Ausbildung durchgeführt wurde. Die ersten drei Prototypen flogen am
10. März 1959 unter der Bezeichnung
YT-38. Die ersten Serienmaschinen wurden dann
1961 ausgeliefert und traten am
17. März des gleichen Jahres ihren aktiven Dienst an. Als die Produktion
1972 eingestellt wurde, waren 1.187 T-38 gebaut worden. Seit ihrer Einführung haben geschätzt 50.000 Militärpiloten auf diesen Maschinen trainiert.
Die T-38 hat eine sehr konservative Konfiguration mit kleinen geschwungenen Flügeln, einer einzigen Heckflosse und einem dreieckigen Unterrumpf. Im Flugzeug sitzen der Pilot und sein Ausbilder hintereinander. Seitlich an den Flügelwurzeln befinden sich die Lufteinlässe für die Turbojet-Triebwerke. Seine schiere Antriebsleistung brachte der T-38 ihren Spitznamen
Weiße Rakete -
1962 stellten T-38 vier Steigraten-Rekorde auf.
Die meisten T-38 gehören zur Variante T-38A, die Air Force hat allerdings ebenso eine kleine Anzahl von Flugzeugen zum Waffentraining umgebaut. Diese Flugzeuge mit dem Namen AT-38B können ein Geschütz, Raketen oder Bomben an einer Pylone unter der Längsachse tragen. Im Jahre
2003 waren obendrein jederzeit562 T-38 im Dienst der USAF und werden gegenwärtig einem Programm zur Verbesserung ihrer Struktur und
Avionik unterzogen, das ihre Dienstzeit bis 2020 verlängern soll. Die modernisierten Flugzeuge firmieren unter der Bezeichnung T-38C.
Außer der USAF arbeiten ebenso die Luftwaffen von
Deutschland,
Portugal,
Singapur,
Taiwan und der
Türkei mit der T-38. Außerdem wird sie von der
NASA und
Boeing geflogen, die diesen Typ als Verfolgungsflugzeug benutzen. Dazu kommt obendrein eine kleine Anzahl in zivilen Händen.