Ein
Torpedoboot ist ein schnelles und kleines
Kriegsschiff, das ungefähr
1880 bis
1945 gebräuchlich war. Es wurde Ende des
19. Jahrhunderts entwickelt, um den neu erfundenen
Torpedo einsetzen zu können. Dazu musste es die Torpedos relativ nahe an die gegnerische Schlachtlinie heranbringen und entsprechend schnell und wendig sein, ansonsten eine kleine Silhouette besitzen, um spät erkannt zu werden und ein kleines Ziel abzugeben.
Das Torpedoboot erschien als das ideale Gegenmittel kleiner Mächte gegen die
Linienschiffe der großen Seemächte, da ein unter Wasser treffender Torpedo eine verheerende Wirkung hatte.
Die britische Marine konzipierte deshalb den Torpedoboot-
Zerstörer.
Die Grenzen unter Torpedoboot und Zerstörer verwischten allmählich, letztere zeichneten sich durch eine deutlich stärkere Bewaffnung mit Kanonen aus. Im
Zweiten Weltkrieg erwiesen sich fast ausschließlich mit Torpedos bewaffnete Schiffe als wenig brauchbar, so dass das Torpedoboot verschwunden ist, deren Rolle übernahmen obendrein kleinere Fahrzeuge, die
Schnellboote.
Torpedoboote bzw. deren Besatzung wurden häufig als „Schwarze Gesellen“ bezeichnet, da sie durch Kohlenfeuerung recht verrußt oder verstaubt waren und zudem lange komplett schwarz gestrichen wurden als vermeintliche Tarnfarbe für den Nachteinsatz.
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