T-Com stellt damit das "klassische" Geschäftsfeld der Telekom dar, das sie von ihrem Rechtsvorgänger
Bundespost übernommen hat. Die Festnetzsparte T-Com ist ebenso der einzige Bereich, die im Moment solide Gewinne erwirtschaftet und so das Querfinanzieren der in den letzten Jahren defizitären Geschäftsbereiche
Mobilfunk,
Online und
Systems ermöglicht. Die T-Com hat gegenwärtig 56 Millionen Kunden mit Telefonanschlüssen, davon 55 Millionen in Deutschland, was sie hierzulande zum
Quasi-Monopolisten macht.
Sie betreibt zwei Leitungsnetze: Zum einen das digitale
T-Net, ebenso bekannt als das "normale" Telefonnetz in Deutschland, dessen Kern auf
ATM basiert, zum zweiten das DTAG-IPnet, ein Hochleistungs-
Glasfasernetz unter 74 Standorten in Deutschland und einigen zusätzlichen im Ausland, das der Übertragung von Internet-Datenverkehr dient. Dazu kommen obendrein einige Erdfunkstationen für die Datenübertragung per
Satellit. Im Ausland hat T-Com keine eigenen Leitungen, sondern tritt als
Call-by-Call- oder
Preselection-Anbieter auf, da es sich bei den verhältnismäßig kleinen Marktanteilen im Ausland nicht lohnt, dort eigene Netze zu betreiben. Eine Sonderstellung nimmt
Bosnien-Herzegowina ein, wo die Telekom den Auftrag erhalten hat, das durch den Bürgerkrieg zerstörte Telefonnetz nochmal aufzubauen. In den letzten Jahren hat die T-Com ebenso Anteile an verschiedenen osteuropäischen Telekommunikationsanbietern übernommen, da man in diesen Gebieten einen zukünftigen Wachstumsmarkt vermutet.
Zu den zusätzlichen geschäftlichen Aktivitäten der T-Com gehören u.a. der Betrieb der T-Punkte, in denen sie ihre eigenen Produkte und Dienstleistungen sowie die der anderen DTAG-Geschäftsbereiche an Endkunden verkauft, die Herausgabe von
Telefonbüchern über ihre Tochter DeTe Medien und die Betreuung der meisten Hotlines der Telekom.