 |
|  | | Türkische Sprache - Definition und Bedeutung |
|  | | Sie haben im Ilexikon erfolgreich nach der Definition, der Bedeutung oder Informationen zum Begriff 'Türkische Sprache' gesucht. Hier finden Sie eine Beschreibung, Erklärung, Definition, die Bedeutung sowie viele aktuelle Infos zum Begriff 'Türkische Sprache' und damit verwandten Themen.
Das heutige türkische Sprachgebiet
Die türkische Sprache (Eigenbezeichnung: Türk dili beziehungsweise Türkçe) oder knapp: Türkisch ist die Amtssprache in der Türkei und gehört zu den Turksprachen. Als Altenativbezeichnung ist ebenso aus der Turkologie Türkiye Türkçesi (Türkeitürkisch) bekannt.
Türkisch zerfällt bis heute in zahlreiche Dialekte, wobei heute die Istanbuler Mundart das Hochtürkische in der Türkei bilden. Deszusätzlichen gibt es, wie im deutschen ebenso, ebenso Dialekte im Innern der Türkei wie zum Beispiel der Schwarzmeerdialekt oder der Dialekt im Osten der Türkei. Auch der Ägäis-Dialekt weicht von der Istanbuler Mundart ab.
|
Inhaltsverzeichnis | |
6 Weblinks
|
Das heutige Türkisch ist die Muttersprache von rund 46,3 Millionen Menschen in der Türkei oder von gut 90 % der dortigen Bevölkerung ( 1987).
In den USA lebten 1970 rund 24.123 Sprecher des Türkischen und für Kanada wurden 1974 8.863 türkische Muttlersprachler angegeben.
1988 waren in Schweden rund 5.000 Türkischsprachige registriert worden.
Weltweit gab es 1991 im Allgemeinen rund 56 Millionen Sprecher der heutigen türkischen Sprache.
Das Türkische war in den vergangenen Jahrhunderten stark vom Persischen und Arabischen beeinflusst, wodurch zeitweilig rund 80% des türkischen Wortschatzes aus diesen beiden Sprachen stammte.
Nach der Gründung der Türkischen Republik 1923 begann man in den 1930er Jahren, die fremden Lehnwörter durch türkische Wörter zu ersetzen. Dieser Prozess ist bis heute nicht abgeschlossen, so dass sich jederzeitobendrein zahlreiche Wörter persischen und arabischen Ursprungs finden. In diesem Jahrhundert kamen zusätzliche Begriffe aus europäischen Sprachen hinzu, vor allem aus dem Französischen.
Die " Türk Dil Kurumu", die "Gesellschaft der türkischen Sprache", ist eine staatliche Einrichtung, die 1932 zur Returkisierung bzw. der Modernisierung der türkischen Sprache gegründet wurde.
Ab dem 10. Jahrhundert galten die Oghusen als islamisiert und sie übernahmen die Arabische Schrift, die mit den persischen Zusatzzeichen ergänzt war. Allerdings war dieses Alphabet für die lautreiche türkische Sprache sehr ungeeignet.
1928 wurde nun das Türkische mit der von Kemal Atatürk mitentwickelten lateinischen Schrift wiedergegeben. Atatürk nannte dieses neue Schriftsytem: Neues türkisches Alphabet und Grundlage für die Neuschreibung der Wörter (wie für die allgemeine Sprachreform) war der nun istanbuler Dialekt.Das türkische Alphabet umfasst 29 Buchstaben, wobei jedem Laut ein Buchstabe zugeordnet wurde:
a b c ç d e f g ğ h ı i j k l m n o ö p r s ş t u ü v y z
3.1 Besonderheiten bei der Aussprache
c: wie dt. dsch in Dschungel
ç: wie dt. tsch in Kutsche
ÄŸ: (yumuÅŸak g): dient zur Dehnung von dunklen Vokalen
ı: knappes, sehr dumpfes i, vgl. dt. e in Sonne
j: wie dt. j in Journal
ÅŸ: wie dt. sch in Schule
v: wie dt. v in Vase
y: wie dt. j in Jacke
z: wie dt. s in SonneDie übrigen Laute werden wie im Deutschen ausgesprochen.
Die Buchstaben ä, q, w, x und ß werden im Türkischen nicht verwendet; j steht nur in Fremdwörtern.
Das Türkische ist eine agglutinierende Sprache und unterscheidet sich folglich wesentlich von den indogermanischen Sprachen. Das bedeutet, dass alle grammatischen Formen durch eine (eindeutige) Endung angezeigt werden. Dabei können mehrere Endungen aufeinanderfolgen, wobei die Reihenfolge festgelegt ist.
Beispiel:
Uçurtmayı vurmasınlar. Sie sollen den Drachen nicht runterschießen. (Filmtitel)
Man könnte den Satz wie folgt zerlegen: Uçurtma-yı vur-ma-sın-lar. "Drachen-den runterschießen-nicht-sollen-sie." Die Endung -yı zeigt den bestimmten Akkusativ an; -ma steht für die Verneinung; -sın steht für den Imperativ, -lar für die 3. Person Mehrzahl.
Bei der Suffigierung, also beim Anhängen der Endungen, spielt die so genannte Vokalharmonie eine große Rolle: die Vokale der Endungen richten sich nach dem letzten Vokal des Stammwortes bzw. der vorhergehenden Endung. Man unterscheidet hierbei in die große Vokalharmonie, bei der ein Endungsvokal zu ı, i, u oder ü werden kann, und die kleine Vokalharmonie, die a und e als Alternativen kennt.
Ein Beispiel für die kleine Vokalharmonie ist die Endung -DE für die Ortbestimmung:
bahçede (im Garten), aber: lokantada (im Restaurant).Als Beispiel für die große Vokalharmonie dient uns die Endung -li; ("aus ... stammend"):
Berlinli (aus Berlin), aber: Ankaralı, Bonnlu, Kölnlü.
Es kommt vor, dass infolge der Vokalharmonie mehrere Endungen mit dem gleichen Vokal aufeinanderfolgen (z. B. huzursuzsunuz: ihr seid unruhig). Da dies ebenso beim für deutsche Ohren offenbar lustig anmutende ü der Fall ist (z. B. üzgünsünüz: ihr seid traurig, es tut euch leid), wird das Türkische in Deutschland manchmal als "ü-Sprache" bezeichnet.
Das Türkische kennt fünf Fälle ( Nominativ, Dativ, Akkusativ, Ablativ und Lokativ, mitunter wird der Genitiv als sechster Fall genannt). Als Zeitformen sind im wesentlichen zu nennen: (bestimmtes) Präsens, Aorist, Optativ, (bestimmtes) Präteritum, Narrativ, Dubitativ, sowie zusammengesetzte Zeitformen, hinzu kommen Passiv und Konditional. Nebensätze werden meist durch so genannte Konverben ausgedrückt.
Weiterhin kennt das Türkische keinen bestimmten Artikel und kein grammatikalisches Geschlecht.
Einige Beispiele für Lehnwörter aus anderen Sprachen:
aus dem Arabischen: fikir (Idee), hediye (Geschenk), resim (Bild)
aus dem Persischen: pencere (Fenster), ÅŸehir (Stadt), hafta (Woche)
aus dem Französischen: lüks (Luxus), kuzen (Cousin), pantolon (Hose)
Der Language Code ist tr bzw. tur (nach ISO 639).
| Infos zu Ilexikon.comWir hoffen dass Sie alle gewünschten Informationen zum Begriff 'Türkische Sprache' gefunden haben. Alle Informationen zur Definition des Begriffs Türkische Sprache und zur Bedeutung des Wortes Türkische Sprache werden Ihnen kostenlos bereitgestellt. Unser Traffic und unsere Programmierarbeit finanziert sich ausschließlich durch Werbeeinnahmen. Wir danken für Ihren Besuch und hoffen dass Sie unser Portal zusätzlichempfehlen. |
Weiteres zu dem Artikel
Sie möchten die Besucher Ihrer Internet-Seite auf weiterführende Definitionen und Informationen zum Thema "Türkische Sprache" aufmerksam machen? Dann platzieren Sie doch einfach folgenden Link auf Ihre Homepage:
<a href="http://www.ilexikon.com/Tuerkische_Sprache.html" title="Definition und Informationen zu dem Thema Türkische Sprache">Türkische Sprache</a> | |  | |  |
|  |