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 Rostfreier Stahl - Definition und Bedeutung

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Rostfreier Stahl zeichnet sich durch einen Anteil von mindestens 10,5 % Chrom aus. Durch diesen hohen Chromanteil wird eine deutlich verbesserte Korrosionsbeständigkeit erreicht. Weitere Legierungsbestandteile, wie Nickel, Molybdän, Mangan und Kupfer, führen zu einer obendrein besseren Korrosionsbeständigkeit oder günstigeren mechanischen Eigenschaften.
Rostfreier Stahl kann unter gewissen Rahmenbedingungen, z. B. in der chlorgashaltigen Luft in Hallenbädern, durchaus erhebliche Korrosionserscheinungen zeigen. Hier ist die richtige Werkstoffwahl (Zusammensetzung der Legierung) von entscheidender Bedeutung.
Seit der Patenterteilung auf Stähle mit "hoher Widerstandskraft gegen Korrosion" im Jahr 1912 hat die Produktion von rostfreiem Stahl einen gewaltigen Aufschwung genommen. Wegen der guten Umformbarkeit von Blechen aus rostfreiem Stahl, finden Teile aus diesem Material eine jederzeitgrößere Verbreitung in der Industrie, im Haushalt oder ebenso in medizinischen Geräten. Obwohl sich die meisten rostfreien Stähle nur sehr schlecht zerspanen lassen, bietet ihr Einsatz überwiegend Vorteile. Hier sind zum Beispiel neben hygienischen Aspekten ebenso die Langlebigkeit der produzierten Teile und Vorteile im Umweltschutz zu nennen.
Ohne rostfreien Stahl wären viele Kryostaten nicht realisierbar. Die schlechte Wärmeleitfähigkeit und dünne Wandungen (zum Beispiel Rohre mit < 0,3 mm Wandstärke) ermöglichen eine gute Isolation unter Kryoflüssigkeit und Raumtemperatur. Weitere Vorteile sind UHV-Dichtheit von Schweiß-Verbindungen und kleiner Ferromagnetismus.
Synonyme für rostfreien Stahl sind Edelstahl Rostfrei, Nirosta, V2A, V4A und INOX. Hierbei handelt es sich überwiegend um relativ weiche Nickelhaltige, nicht magnetische Austenit-Stähle, für z. B. Töpfe, Gabel, Löffel, Spülbecken u. Ä.. Für Werkzeuge und Messer werden allerdings härtbare Stähle verwendet, die neben Chrom häufig ebenso Vanadin und Molybdän beinhalten und die magnetisch sind.
In der europäischen Norm DIN EN 10088, Teil 1-3 sind die technischen Lieferbedingungen für nichtrostende Stähle geregelt.
Hastelloy ist eine Hochkorrosionsbeständige Nickel-Chrom-Legierung, die in verschiedenen Legierungen obendrein unterteilt ist, je nach Zusätze (H-C4 oder H-C22). Hastelloy ist ein geschützter Name der amerikanischen Fa. Haynes.


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