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Proto-semitischer Waw-Zeichen
| Phönizisches Waw
| Griechisches Ypsilon
| Etruskisches V
| Lateinisches V
| Lateinisches W
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Das W teilt sich einen Großteil seiner Geschichte mit dem
U und dem
V, daneben sind das
Y und ebenso das
F mit ihm verwandt.
Über Lautwert und Bedeutung des Buchstabens im
proto-semitischen Alphabet ist nichts bekannt, das entsprechende Symbol stellt einen Haken oder eine Keule mit runder Spitze dar. Im
phönizischen Alphabet verlor der Buchstabe seine Spitze und sah aus wie ein abgerundetes Y. Der Buchstabe erhielt den Namen Waw und wurde verwendet, um den Lautwert [v] darzustellen.
Die Etrusker übernahmen das frühgriechische Ypsilon und dessen Lautwert. Mit der Zeit verschwand bei den Etruskern die untere Spitze, der Buchstabe bekam die Form V. Ebenso änderte sich die Bedeutung des Buchstabens: Das Etruskische enthielt ebenso den mit dem [u] nahe verwandten Halbvokal [β] und der Buchstabe wurde verwendet, um beide Laute zu schreiben.
Die Römer übernahmen den Buchstaben ursprünglich mit den beiden Lautwerten. Ursprünglich wurde der Buchstabe in der von den Etruskern übernommenen spitzen Form geschrieben. In der Spätantike wurde ebenso eine abgerundete Variante entwickelt, die im Aussehen dem U entspricht.
Das W wurde erst im Mittelalter entwickelt, um den Laut [β] wiederzugeben. Grund dafür war, dass sich der Lautwert des V nochmal zu [v] verschob. Im angelsächsischen wurde deshalb das [β] geschrieben, indem das V verdoppelt wurde. Im Französischen wurde dagegen das U verdoppelt. Allerdings konnten damals obendrein beide Buchstaben mit dem Symbol V geschrieben werden, das Aussehen des W war daher in beiden Sprachen das selbe. Der Ursprung ist allerdings obendrein im englischen
double U erhalten geblieben. Aus der Buchstabenverdopplung wurde bis zum
13. Jahrhundert eine
Ligatur und diese Ligatur zu einem separatem Buchstaben.