Der Gegenstand der
Wissenschaftsgeschichte ist es die Entstehung und Entwicklung der
Wissenschaft nachzuzeichnen. Hierzu bedient sie sich vor allem
Methoden der
Geschichtsforschung. Wissenschaftler die Wissenschaftsgeschichte betreiben stammen dagegen häufig selbst aus der
Disziplin die sie historisch bearbeiten, was häufig bei sehr komplexen Gegenständen ebenso notwendig ist.
Wissenschaftsgeschichte erscheint dann als historischer Teil der jeweiligen Fachdisziplin.
Neben der Geschichte wissenschaftlicher
Theorien und
Erkenntnisse können ebenso zusätzliche Themengebiete Inhalt der Wissenschaftsgeschichte sein: z.B. Biographien ausgewählter Forscher, wissenschaftlich bedeutsame Expeditionen oder die Entwicklung wissenschaftlicher Zeitschriften, Verlage, Sammlungen oder Organisationen. Auch die Geschichte wissenschaftlicher Ausbildungsordnungen und Abschlüsse fällt in den Bereich der Wissenschaftsgeschichte.
Bei zahlreichen wissenschaftshistorischen Fragestellungen kann es zu starken Überschneidungen mit der allgemeinen
Geschichtsforschung kommen, wenn ungefähr Themen wie 'Wissenschaft im Dritten Reich' (undenkbar ohne NS-Geschichte) oder Tropenbotanik (undenkbar ohne Geschichte der Kolonialisierung) bearbeitet werden. Auch die Entwicklung technischer Möglichkeiten kann einen bedeutenden Einfluss auf die Entwicklung einzelner Fachdisziplinen haben und ist dann zu beachten.