Yahya war der Sohn des ersten Kalifen des
Hammudiden Ali ibn Hammud al-Nasir und hatte die Statthalterschaft in
Ceuta inne. Als dessen Bruder
al-Qasim al-Mamun den Kalifenthron bestieg begann er mit der Konspiration gegen seinen Onkel, indem er sich mit dessen
Berbertruppen verbündete. Zwar gelang ihm
1021 der Sturz von al-Qasim, doch konnte er sich nicht lange in
Cordoba als
Kalif behaupten, da die
Sklaventruppen weiter al-Qasim die Treue hielten. Er zog sich
1023 nach Malaga zurück, wo er sich nach der Gefangennahme seines Onkel al-Qasim als Führer der Hammudiden durchsetzen konnte (siehe:
Kalifat von Cordoba).
In der Folgezeit festigte er die Herrschaft der Hammudiden im Gebiet um
Malaga. Als
1025 der Kalif
Muhammad III. gestürzt wurde, trug man Yahya erneut das Kalifenamt an. Er verzichtete allerdings auf die Besteigung des Kalifenthrons und ließ Cordoba ausschließlich von seinen Berbertruppen besetzen. Yahya selbst regierte bis zu seinem Tod
1035 von Malaga aus. Nach der Vertreibung seiner Truppen aus Cordoba wurde
Hischam III. der letzte Kalif von Cordoba.